Finzierung Kinderbetreuung

  • Hallo, weiß nicht, ob es schon eine Diskussion für mein "Problem" gibt, aber wenn, habe ich sie wohl übersehen.


    Wir haben im November letzten Jahres Nachwuchs bekommen und müssen nun planen, wie es Ende des Jahres mit der Kinderbetreuung aussieht, da meine Frau wieder arbeiten möchte/muss.


    Da wir eigentlich nicht möchten, dass unser Sohn bereits mit einem Jahr (ist doch noch so klein) in die Kita kommt, bzw. zu einer Tagesmutter kommt, wo mehrere Kinder betreut werden, überlegen wir folgendes:


    wir kennen eine Tagesmutter, die zu einem nach Hause kommt und sich um das Kind kümmert. Unter anderem macht sie auch noch Kleinigkeiten im Haushalt, wie z. B. Wäsche waschen, Bügeln oder Essen zubereiten.


    Dieser "Luxus" kostet natürlich etwas mehr. Sie verlangt 9,00 € / Std. Da wir eine tägliche Betreuung von 08:00 - 12:00 Uhr benötigen kommen wir auf eine 20,00 Std. / Woche = 720,00 €


    Dieses können wir uns leider nicht leisten. Nun zu unserer Frage:


    Wie kann man es einigermaßen Finanzieren?


    2,00 € / Std. wird von der Gemeinde übernommen (1-3 € Betreuungsgeld, bei unserem Einkommen kommen wir auch einen Zuschuß von 2,00 €)
    bis zu 4.000 € kann man von der Steuer als Kinderbetreuung absetzen (2/3 von 6.000 €)
    und dann kann man noch 1/3 als Haushaltsnahe Dienstleistung geltend machen,


    das heißt ja:
    von den 9,00 € werden 2,00 € übernommen = Rest 7,00 €. Bei einer 20 Std./Woche x 52 KW wären das ein Jahresverdienst von 7.280,00 € / 12 Monate = ca. 607,00 €.
    Also müsste man die Person anstellen, oder? Kann man das als Privatperson überhaupt oder müsste man sich dann selbständig machen? Dann wären ja auch noch die Arbeitgeberanteile für die Sozialversicherungen zu beachten und natürlich wäre hier auch Urlaub und evtl. Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall.


    Wenn man einen Arbeitsvertrag hat, wo 16 Std. Kinderbetreuung und 4 Std. Haushalt geregelt ist, wären folgende Kosten für die Steuer absetzbar:
    16 Std. x 52 KW x 7,00 € = 5.824,00 € für Kinderbetreuung = 2/3 absetzbar = reelle Kosten = 1.921,92 / 52 / 16 = 2,31 Kosten / Std.
    4 Std. x 52 KW x 7,00 € = 1.456,00 für Haushaltsnahe Dienstleistungen = 1/5 absetzbar = reelle Kosten = 1.164,80 / 52 / 4 = 5,60 Kosten / Std.


    Somit würde man auf einen Durchschnittslohn kommen von (16 x 2,31 + 4 x 5,60 = 59,36 € / 20) 2,968, also einen von zu zahlenden Stundenlohn von ca. 3,00 €, richtig???


    Gibt es noch weitere Dinge zu beachten, die wir hier noch nicht berücksichtigt haben, bzw. denken wir zu kompliziert?? Vielen Dank für die Unterstützung, ist echt nicht so ganz einfach[*][Blockierte Grafik: http://www.finanztip.de/community/wcf/images/smilies/smile.png]

  • Ich glaube da sind Rechenfehler drin:
    1) Wenn du 7 Eur zu Zweidritteln bei der Steuer angibst, führt das nicht zu realen Kosten von 2,31. Allein der Nicht-Anrechenbare Teil von einem Drittel führt zu 2,33. Und vom Rest hast du dann zwar eine Ersparnis, aber nicht 100%.
    2) Wenn du der Dame 9 Euro überweist, kommt da auch nach Gemeindeförderung und Steuerabzug niemals 3 Euro raus.


    Als Schätzung kannst du 4000 Euro mit deinem Durchschnittssteuersatz multiplizieren (oder wenn du den nicht weißt mit 30%, wenn Ihr durchschnittlich verdient, das wären dann 1333 Euro). Das ziehst du von den Gesamtkosten ab, zB 6000 Euro und hast damit eine reale Belastung von 4667 Euro.


    Da dies kein Minijob ist (max. 450 Eur pro Monat), musst du hier ein normales Arbeitsverhältnis mit allen Nebenkosten abschließen.

  • Hallo chris2702


    Vielen Dank für Deine Antwort. Naja, hatte mir schon irgendwie gedacht, dass ich eine "Milchmädchenrechnung" gemacht habe, aber daher wollte ich mich noch etwas absichern, als einfach die Betreuung so in Auftrag zu geben.


    Eine Frage habe ich allerdings noch zu dem Arbeitsverhältnis:


    Kann ich als Privatperson einfach jemanden anstellen, bzw. wie mache ich es denn dann mit den Nebenkosten??


    Danke für die Hilfe