Mobil bezahlen, Fingerabdruck, P2P-Kredite - die Zukunft des Banking?

  • ;):D^^


    Stimmt, man kann sich nicht immer 5.000 Nummern merken. Gibt ja mittlerweile auch genügend Passwortmanager & Konsorten, die diese Lücke mit Ideen füllen. Vieles kann ich mir zugegebenermaßen merken. Aber die Kreditkartennummer, Henning? Das ist ganz großes Kino. :thumbsup: Bei mir setzt es nach der 4. Stelle aus.

  • @Daddy45
    @Franziska


    die Idee des "Cash-Back" ist keine Neue, sie existiert schon seit Jahrzehnten. Zu Zeiten des Eurocheque-Systems war es jederzeit möglich, sich bei seinem Händler Geld abzuholen: Man reichte einfach einen auf 400 DM ausgestellten Scheck ein und bekam die Differenz zum geschuldeten Kaufpreis der Waren/Dienstleistungen ausgezahlt, vorausgesetzt, es war genug Wechselgeld in der Kasse. Dies funktionierte, da ECs bis 400 DM bezgl. der Einlösung garantiert waren. Wer das allerdings in großem Umfang machte, der riskierte regelmäßig eine Konfrontation mit der Gewerbeaufsicht, da es sich um Kreditvergabe handelte und die darf nur eine Bank erbringen.


    Die genannten Händler (und Tankstellen!) machen das heute allerdings völlig anders: Sie betreiben neben der Kasse eine Art Geldautomat, der von der Geschäftsbuchführung getrennt gehalten wird und erhalten dafür eine Provision. Man kann sich also das Geld, ggf. direkt per Dispo, leihen und damit bezahlen. Ob das die Zukunft der Bankdienstleistung ist, glaube ich persönlich allerdings nicht. Immerhin haben die Mampf-Händler keine Bankeneigenschaft und das ist auch gut so. Man denke nur einmal an die Geldvorräte, die der Händler vorhalten muss. Wer versichert die? Wer bezahlt das? Evtl. ist dass die Zukunft des Banküberfalls ...


    P2P Kredite werden früher oder später auch Probleme mit der nicht vorhandenen Bankeneigenschaft bekommen.


    Das bezahlen per Handy oder Fingerprint ist m.E. eine höchstunsichere Sache, die problemlos von Angriffen lahmgelegt werden kann und deshalb kaum eine Berechtigung hat, bestenfalls als Nischenlösung. Immerhin kann ein simples, leicht modifiziertes Handy ein ebenfalls modifiziertes POS-Terminal so beeinflussen, dass nicht gebuchte Beträge zur Auszahlung, bzw. Überweisung kommen. M.w. ist das auch schon einmal in einem Baumarkt passiert.


    Also allen Teilnehmern an dieser schönen Zukunft viel Glück!

  • Faszinierend! Die "Scheck-Ära" habe ich nur noch am rande mitbekommen. Interessant, was da alles so möglich war. Wobei: In Großbritannien, wo ich studiert habe, sind Schecks immer noch das A und O in vielen Bereichen. Das hat für uns europäische Studenten wieder eine Reihe von Problemen geschaffen. ||

  • @Mika .... ja ist es ... nur muss ich als Konsument das ganze Spiel ja nicht mitmachen, oder?


    Ich selbst werde in nächster Zeit meine freien Gelder nicht verkonsumieren sondern in einen Immobilienkredit investieren, da wir ein Eigenheim erwerben möchten :-)

    "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

    Lee Iacocca, amerik. Topmanager