Lebensversicherung mt BU Zusatzversicherung

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    • Lebensversicherung mt BU Zusatzversicherung

      Im Alter von 18 Jahren habe ich bei einem deutschen Versicherer obige Versicherung abgeschlossen. Sie läuft bis zu meinem 60. Lebensjahr und es wird mtl. eine Versicherungsrate eingezahlt. Nun möchte ich in diesem Jahr- im Alter von 57 - meinen Beruf an den Nagel hängen und das Leben genießen.

      ​Nun meine Frage(n):
      Macht es überhaupt Sinn, dann weiter in die BU einzuzahlen? Es wird mtl. ein Betrag abgebucht, den Split LV - BU kenne ich nicht.
      Sollte ich die mtl. Rate voll der LV zur Verfügung stellen?
      Ist es dann steuerlich ein neuer Vertrag, der dann in rd. 4 Jahren voll versteuert werden muss? Wenn ja,
      kann man die Versicherung evtl. so umstellen, das der LV Anteil gleich bleibt, die mtl. Versicherungsrate aber geringer wird?

      Was würdet ihr mir empfehlen?

      Danke
    • Hallo Carsten,

      die Antwort hängt natürlich von vielen Faktoren ab, versuche aber dennoch mal eine Antwort.

      Da Du nun mit 57 Jahren den Beruf an den Nagel hängst und das Leben genießen möchtest, ist davon auszugehen das die finanzielle Absicherung nicht mehr vonnöten ist. Hier wirst Du sicherlich genügend finanzielle Mittel zur Finanzierung des Lebensunterhaltes haben.

      Somit aus meiner Sicht ein weiterer BU-Schutz unnötig.

      Somit wäre die Lösung 1 ... Herauskündigung der BU Zusatzversicherung. Mit dem freiwerdenden Betrag kannst Du

      a) den Sparbeitrag erhöhen, ergibt letztendlich eine höhere Ablaufleistung
      b) Dir etwas schönes anderes leisten und den Beitrag verringern (da verringerte Risikokosten) und die Ablaufleistung gleich belassen.

      Steuerlich ist es kein Neuvertrag und es tritt somit keine Änderung ein.
      "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

      Lee Iacocca, amerik. Topmanager
    • Hallo Carsten,
      schliesse mich Henning an, aber:
      es gibt zwar Modelle, die den Beitrag zur BU dann automatisch in die Lebensversicherung umschichten so wie Du vorgeschlagen hast, ich vermute aber die hast Du nicht (Pay-as-you Go-Verfahren, vor allem bei UK Versicherern beliebt, gab es 1976 noch gar nicht). Daher kannst Du den Beitrag der LV nicht erhöhen. Die Erhöhung der Ablaufleistung und der Versicherungssumme im Todesfall wäre dann steuerlich eine Änderung und würde die Steuerfreiheit vermutlich sogar des ganzen Vertrags zerstören. Die Versicherung wird das im Zweifel gar nicht zulassen. Um mehr zu sparen brauchst Du einen anderen Vertrag.
      Gruß
      Alexander
    • Hallo @Klarplus,

      danke für die Ergänzung.

      Dann schlage ich @Carsten einfach mal vor:

      Sprich den Versicherer direkt an und lass Dir mögliche Vorgehensweise (unter Berücksichtigung der steuerlichen Gegebenheiten) erklären.
      "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

      Lee Iacocca, amerik. Topmanager
    • Kleines Update:

      BU lässt sich nicht aus dem Vertrag herauslösen. Vertrag muss lt. Versicherung so bis zum Ablaufdatum im November 2019 durchlaufen.

      Versicherung will mir auch nicht kundtun, wieviel der mtl.Beitragssumme ( rd. 190 € ) in die BU fließt.

      Bin nun am überlegen, ob ich die Versicherung ganz kündige, Auszahlbetrag rd. 80 T€. / prognostizierte Ablaufleistung im November 2019 rd. 93 T€.

      Ich würde bis zur Ablaufdatum ja noch rd. 41 Monate a. 190 € einzahlen = 7.800 € einzahlen um dann rd. 93 T€ zu erhalten.

      Welche Alternativen gibt es? Versicherung beitragsfrei stellen, was bedeutet das?

      Auf der anderen Seite, heute 80.000 + mtl. Sparrate von 190 €, wenn ich das selbst anlege, komme ich quasi auf die gleiche Summe die mir heute prognostiziert wird.

      Zu der Prognose: Jahrelang war von einer Ablaufleistung von rd. 150 T€ die Rede, die dann Ende der 90er auf 130 T€ und um 2007 herum auf 110 T€ und dann 2012 auf rd. 102 T€ und nun mittlerweile auf 93 T€ reduziert wurde...

      Was würdet ihr mir empfehlen?
    • Hallo @Carsten,

      was die Thematik Information über die Beiträge angeht, zitiere ich mal folgenden Paragraphen:
      dejure.org/gesetze/VVG-InfoV/1.html

      den Gesamtpreis der Versicherung einschließlich aller Steuern und sonstigen Preisbestandteile, wobei die Prämien einzeln auszuweisen sind, wenn das Versicherungsverhältnis mehrere selbständige Versicherungsverträge umfassen soll, oder, wenn ein genauer Preis nicht angegeben werden kann, Angaben zu den Grundlagen seiner Berechnung, die dem Versicherungsnehmer eine Überprüfung des Preises ermöglichen;

      Frage:

      Um welche Versicherungsgesellschaft handelt es sich denn? Dann wäre eine Recherche über die bisherigen Überschuss-Deklarationen möglich und eventuell noch eine Suche in der jährlichen Statistik der BaFin.

      Ansonsten stellt sich eben noch die Frage: Wann wurde der Vertrag abgeschlossen?
      "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

      Lee Iacocca, amerik. Topmanager
    • Carsten schrieb:

      Bin nun am überlegen, ob ich die Versicherung ganz kündige,
      Hallo @Carsten,

      Moment, vorher würde ich noch die steuerliche Seite prüfen (lassen). Eventuell sind die Beiträge noch steuerlich absetzbar (bei ausreichend hohen Steuersatz interessant). Die Voraussetzungen für Steuerbefreiung bei der Auszahlung als Einmalbeitrag sollten ja ohnehin gegeben sein (min. 60% Todesfallschutz, 12 Jahre Vertragsdauer, wobei min. 5 Jahre Beiträge gezahlt wurden).
      Besteht auch die Option oder Wunsch nach einer Auszahlung als lebenslange Rente? In dem Fall gibt es eine Besteuerung des Ertragsanteils, wobei dieser umso höher ist (und damit auch die zu zahlenden Steuern), je früher die Rente in Anspruch genommen wird.

      Schöne Grüße aus Freiburg,
      Michael