Mindestumtausch beim Devisenkauf für Urlaub

  • Als Kontoinhaber bei der Hypovereinsbank wollte ich mir für einen Urlaub eine Handvoll Dollars mitnehmen als Trinkgeld. Die Dame am Schalter sagte mir, ich müsse mindestens 100 Euro investieren, sonst verkauft die Bank mir keine Dollar
    Ist das bei allen Banken mittlerweile so ? Wozu braucht man eigentlich noch Filialbanken, wenn die einem die einfachsten Bankgeschäfte so verunmöglichen ?

  • Deswegen werden in den nächsten Jahren noch viel mehr Bankfilialen geschlossen.


    Von einem Bargeldumtausch von weniger als 100 Dollar können die ihre Angestellen und die Miete der Bankfiliale schlicht nicht bezahlen.


    Die Frage, die Sie stellen, ist völlig richtig!
    Und die Antwort lautet: Filialbanken braucht kein Mensch mehr.


    Für Ihr Trinkgeldproblem: Suchen Sie sich eine Kreditkarte, die das Bargeldabheben im Ausland als kostenfreie Leistung bietet. Das gibt es inzwischen bei vielen Kreditkarten-Anbietern. Vielfach sind sogar die Karten selbst kostenlos.
    Und dann heben Sie gleich nach der Landung in USA beim nächsten ATM-Terminal den Dollarbetrag ab, den Sie haben wollen.


    Ich würde fast wetten, dass der Wechselkurs, der Ihnen berechnet wird, auch noch günstiger ist, als der Verkaufskurs der Hypovereinsbank für das Sortengeschäft.


    Bargeld ist für Banken einfach nur unbequem. John Cryan, der neue Chef der Deutschen Bank, hat kürzlich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos prophezeit, dass wir wohl in zehn Jahren kein Bargeld mehr haben werden.


    Da könnte was dran sein.

  • Der $ ist nun mal nicht nur in den USA beliebt als "Trinkgeldwährung", daher ist der Tipp mit dem Abheben vor Ort leider nur begrenzt hilfreich :huh: Trotzdem müssten die Filial-Banken doch langsam merken, dass Ihnen die Kundschaft verloren geht, wenn sie so weiter machen...ein weiteres Beispiel: Ich wollte bei einer Filiale der Sparkasse einen Euro-Schein wechseln. Die Angestellte schaute mich entgeistert an: "Geld ? Wir haben kein Bargeld ! Wenn sie welches brauchen, müssen Sie sich es aus dem Bankomat holen. Und wenn sie wechseln wollen, müssen Sie erstens ein Konto bei uns haben, dann am Automat einzahlen, wobei die großen Scheine leider nicht akzeptiert werden, dann am Automat wieder auszahlen lassen und eine kleine Stückelung anklicken..... Servicewüste

  • Merken tun die das schon, die Filialbanken.
    Bloss: von einer Kundschaft muss man existieren können.


    Und da wir alle kostenlose Girokonten für selbstverständlich halten und ausserdem stets auf der Jagd nach den einen Tick höheren Tagesgeldzinsen sind, fressen die Betriebskosten einer Filiale den mageren Ertrag, den eine Feld-Wald-und-Wiesen-Bank heute mit dem Filialgeschäft einfahren kann, schlicht. Es rechnet sich nicht!


    Aber da sind wir alle Schuld mit unserem Verhalten als Verbraucher.
    Konsequenz für den Einzelnen: wir müssen uns darauf einstellen.
    Und die Zeit des Bargeldes neigt sich langsam dem Ende zu...


    So what?!

  • Also ich zahle bei meiner Filialbank monatliche Gebühren, die sie ja auch bitte berechnen sollen, wenn sie denn einen normalen Service weiter anbieten. Aber wenn das alles zurückgeschraubt wird, sind ihre Gebühren nicht mehr gerechtfertigt. Und Geld verdienen die Banken doch mit allem möglichen, Stichwort Überziehungszinsen

  • Die Diskussion könnten wir weiterführen, aber kleiner Tipp:


    Im Geschäftsbericht Deiner Bank kannst Du nachlesen, wieviel die Bank verdient.


    Und das ist in der Regel deutlich weniger was allgemein unterstellt wird.

    "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

    Lee Iacocca, amerik. Topmanager