zum Thema Stromtarife

  • Hallo,


    da ich den Finanztip-Artikel nicht für besonders hilfreich halte, hier mein gesammeltes Wissen zu dem Thema:


    • Enstroga hab ich damals auch probiert (weil ich einen dauerhaft günstigen Tarif wollte und dafür sogar auf einen Bonus verzichtet habe), aber von denen kann ich inzwischen nur abraten: nach dem ersten Vertragsjahr verteuern sich die Tarife für Bestandskunden, und liegen deutlich über denen für Neukunden
    • je nach Strategie empfehle ich eine der Folgenden Varianten:

      • wer dauerhaft einen einigermaßen günstigen und fairen Strompreis will, ohne jährlich wechseln zu müssen (oder nicht 100% sicher ist, dass er nach einem Jahr tatsächlich an den Wechsel denkt oder ihn aus Faulheit übersieht): Vivipower (orientiert sich am Börsenpreis, und haben für alle den gleichen Preis, also keine Gefahr dass die nach einem Jahr nur für die Bestandskosten die Preise erhöhen)
      • wers günstiger und sicher will, aber dafür den jährlichen Wechsel in Kauf nimmt: Tarife bei den großen Stromversorgern mit hohem Sofortbonus nehmen, und unbedingt jährlich wechseln (Eprimo, Vattenfall, Eon, Yellow... zahlen alle sehr hohe Boni, aber nur über Verivox, Check24 und Co), damit kriegt man den Strom in Bayern für effektiv ca. 20 Cent/kWh und 0€ Grundpreis (Bedeutet: Die Anbieter zahlen drauf... aber das ist mir bei diesen Atomkonzernen sehr recht :-) ). Dabei unbedingt über die Vergleichsportale buchen, dann hat man schon von Verivox schwarz auf weiß, welchen Bonus man kriegt.
      • wer den letzten Euro rausholen will: Tarife von nicht ganz so soliden Anbietern mit höherem Bonus, aber dort besteht ein substantielles Risiko, dass der Anbieter vor der Auszahlung des Bonus insolvent ist, oder die Zahlung des Bonus aus irgendwelchen konstruierten Gründen verweigert... mir wäre das zu riskant, vor allem wo im Moment ja auch die soliden Anbieter so hohe Boni zahlen.
  • Also wie alle Finanztipartikel ist auch der Artikel zu Strom und Gas mehr als weiterhelfend. Persönlich mag man sich wünschen, man wäre auch noch auf Sonderfälle zum Beispiel im Versivherungsbereich eingegangen. Tatsächlich würde dies zu weit führen und ist dann eher ein Fall für die Community. Die Artikel sind geschrieben für Alle und das ist gut so, weil jeder etwas damit anfangen kann,