Gar nicht so uninteressantes Lockangebot

  • Hallo zusammen,


    die Consorsbank hat derzeit ein Lockangebot, welches eigentlich gar nicht so uninteressant ist: https://www.consorsbank.de/ev/…d-und-fonds?icid=LOG-69#1


    Wenn man jeweils den gleichen Betrag als Festgeld und als Einmalanlage in eine Reihe von Aktionsfonds der BNP Parisbas steckt, zahlt die Consorsbank auf 12 Monate Festgeld 3% p.a.


    Wenn man die 1,5% Aufgabeaufschlag auf die Fonds und die Total Expense Ratio gegenüber einem ETF von der Festgeldrendite abziehlt, kommt man immer noch bei einer Festgeldrendite von nahe 2% raus... das ist gar nicht so schlecht.


    Was meint ihr?


    Viele Grüße,
    Elias

  • Die Fonds finde ich bis auf den einen Aktienfonds mit den fünf Sternen von Morningstar nicht so attraktiv. Die Rechnung muss man mMn anders machen: 1,5& AA und 1,78% TER fressen zusammen in einem Jahr den Festgeldbonus auf.


    Quintessenz: Lieber einen guten gemanagten Fonds über Fondsvermittler und damit ohne AA kaufen und das Festgeld woanders holen

  • es ist halt ein Lockangebot ,wie Elias schon sagte man muss also genau aufpassen was man auswählt und sich unter Umständen nach anderen Anlage Möglichkeiten umsehen .
    hatte das mal wahrgenommen zusammen mit einem fidelity Fund und es lief ganz gut ,aber das muss ja nicht immer so sein .....

  • Ich habe das nur kurz im Kopf überschlagen, aber ich sehe keine Möglichkeit, wie sich das tatsächlich lohnt.


    Die 3 % Zinsen gelten ja nur für die Hälfte der Anlagesumme (die andere Hälfte steckt in den Fonds). Damit habe ich nur 1,5 % garantiert auf die gesamte Summe. Wenn ich dann noch die Fondsgebühren und den Ausgabeaufschlag mit jeweils 1 % berechne (und er scheint laut ersten Beitrag eher höher zu liegen), bleiben mir über die gesamte Summe magere 0,5 % Rendite nach einem Jahr. Klar, der Fonds kann sich prächtig entwickeln, aber ich gehe nicht davon aus, dass er sich besser als der zugrundeliegende Index entwickelt; somit bleiben 3 Szenarien:
    1. Wenn ich die gesamte Summe auf ein Tagesgeldkonto oder einjähriges Festgeld anlege (z. B. weil ich davon ausgehe, dass der Aktienmarkt ohnehin stagniert), bekomme ich 1-1,2 % garantiert, definitiv mehr als die 0,5 % bei Consors.
    2. Wenn man ohnehin eigentlich uninteressiert ist am Festgeld (weil man davon ausgeht, dass sich der Aktienmarkt wie im langjährigen Schnitt entwickelt), sind die Zinsen im Vergleich zur Aktienentwicklung uninteressant, selbst bei konservativen Maßstäben zur Aktienentwicklung.
    3. Wenn ich die gleiche Aufteilung wie bei Consors vornehme, lege ich die Hälfte bei 1,2 % Zinsen auf einjähriges Festgeld und stecke den Rest in einen ETF mit Kosten von 0,6 % p.a. Insgesamt habe ich eine feste Rendite über die gesamte Anlage von 0,3 % - weniger als bei Consors, dies jedoch nur im ersten Jahr. Schon nach dem zweiten Anlagejahr entwickelt sich meine Anlage besser als die von Consors - was zu folgendem Schluss führt:


    Die Anlage bei Consors lohnt sich nur, wenn man a) diese Anlage maximal ein Jahr führt, b) den Fonds nach diesem Jahr verkauft und c) davon ausgeht, dass sich der Fonds bis dahin mindestens gleich gut wie der zugrundeliegende Index entwickelt. Das scheint mir arg viel Risiko für einen mageren Vorsprung von 0,2 % p.a. zu sein, jedenfalls mehr als ich bereit wäre zu tragen.

  • @elijah:
    noch eine kleine Anmerkung: Wenn du nicht auf eine Bank oder Consors fixiert bist, sparst du den kompletten Ausgabeaufschlag in der Regel dann, wenn du über einen Fondsvermittler wie AAV oder AVL ein Depot bei einer Fondsbank (ebase, Fondsdepotbank, Frankfurter Fondsbank) eröffnest. Und wenn du dann auch noch einen Teil der Bestandsvergütung als Kickback haben willst, geht das zB bei alpha-tarif.de