Verzögerung bei der Gutschrift von Fondsausschüttungen

  • Hallo liebe Community,
    ich habe seit einigen Monaten einen weltweiten Aktienfond aus Belgien. Dieser hatte am 31.3. Ausschüttungstermin. Leider ist bis heute noch keine Gutschrift auf meinen Depot eingegangen. Bei meinen anderen Fonds ist das bisher immer zeitnah erfolgt.
    Könnt Ihr mir sagen, ob ich mir da Sorgen machen muß?
    Gruß


    Altsachse

  • Es gibt einige Fonds, bei denen klappt das leider nicht immer sehr zeitnah. Ich kenne das von der Fondsgesellschaft Carmignac. Aber zwei Wochen hat es da auch noch nie gedauert. Es bleibt wohl nichts anderes übrig, als


    1) auf der Website der Fondsgesellschaft nachzusehen, ob auch in diesem Jahr tatsächlich genau am 31.03. Ausschüttungen erfolgt sind und dann


    2) bei der Depotbank die fehlende Gutschrift zu reklamieren.

  • Hallo @Oekonom und @Kater.Ka,
    Danke für Eure Antworten. Na ich werde mal da doch noch etwas abwarten. Im Zeitalter der schnellen Elektronen ist das zwar kaum zu verstehen. Da ist ja eine sächsische Postkutsche mit Pferden schneller. Die Ausschüttung war definitiv am 31. 3. und heute am 18. 4. noch keine Reaktion erkennbar.
    Gruß aus Sachsen


    Altsachse

  • Hurra, meine Gutschrift ist am 19. 4. erfolgt.
    Doch da gibt es schon wieder ein neues Problem. Die Ausschüttung am 31.3.2016 ist bei meinen Fonds laut finanzen.net 37,66€ pro Anteil.
    Meine wiederangelegte Ertragsausschüttung beträgt nur 27,49€ pro Anteil.
    Kann mir jemand erklären wo mein Denkfehler ist, müsste nicht die volle Ausschüttung angelegt werden?
    Ich habe in der Vergangenheit das auch nicht kontrolliert, weil ich der Depotbank vertraut habe. Nun werde ich aber meine anderen Ausschüttungen kontrollieren.


    Gruß


    Altsachse

  • Hallo @Kater.Ka,
    NV-Bescheinigung ist vorgemerkt bis 31.12.2017. Diese ersetzt den Freistellungsauftrag.
    Habe meine Ertragsausschüttungen der letzten Jahre mit den Veröffenlichungen bei finanzen.net-Ausschüttungen verglichen. Dabei gab es nur Abweichungen im Cent-Bereich. Also historisch alles ok.
    Aber ist eventuell genau diese Veröffentlichung bei finanzen.net fehlerhaft? @Kater.Ka es handelt sich um BE0940703946. Wo könnte man denn noch nachsehen? Ehe ich reklamiere will ich mir sicher sein, dass der Fehler nicht bei mir liegt. Dieser Fond ist in der Zeitschrift Finanztest Mai 2016 nicht mehr in den Tabellen vorhanden, weil der Fond dort nur noch vier Punkte hat. Aber da besteht doch kein Zusammenhang.


    Gruß


    Altsachse

  • Der Betrag von 37,66 ist richtig, man kann ihn hier (rechte Seite "Ausschüttungen") verifizieren:


    https://www.bkb-bank.com/de/as…y-fund-high-dividend-dis/


    Bleibt nur die Vermutung, dass die NV-Bescheinigung von der Bank nicht ordentlich hinterlegt wurde. Also die Ausschüttungsgutschrift / -abrechnung prüfen:


    a) entweder die Bank liefert einen nachvollziehbaren Beleg
    b) bei ebase gibt es das nur online, da ist es dann beim jeweiligen Fonds hinterlegt


    Dann lässt sich erkennen, wie aus den 37,66 die 27,49 Euro wurden.

  • Der Unterschied aus Barausschüttung (37,65 Euro) und steuerpflichtiger Ausschüttung (40,37 Euro) erklärt sich mit der vom Fonds bereits bezahlten ausländischen Quellensteuer (2,72 Euro). Diese Zahl findet sich auch in der Tabelle. Die Quellensteuer wird (mehr oder weniger – je nach Anrechnungsquote) auf die Abgeltungssteuer angerechnet.

  • Wenn du dein Depot bei einer Fondsbank hast, kann ich dir nur bestätigen, dass schriftliche Anfragen oft so ihre Zeit dauern und daher habe ich mit folgendem Procedere bessere Erfahrungen gemacht:


    - Ich stelle die Frage / Beschwerde (auch) meinem Fondsvermittler. Wenn du hier einen halbwegs kompetenten hast, dann hat der in der Regel einen guten Zugang zu der / den Fondsbanken und kann oft schneller eine Antwort herbeibringen. Dabei hat sich gezeigt, dass Vermittler die sich auf wenige Banken konzentieren schneller arbeiten als die mit einem ganzen Bauchladen.


    - Ich versuche, bei der Fondsbank eine Reklamation telefonisch an den Mann zu bringen - zumindest dann, wenn ich nicht unbedingt ein schriftliches Paper als Beweis brauche. Bisher hat das immer gut geklappt und wenn ich was schriftliches wollte, habe ich das telefonisch erbeten und auch immer gekriegt. Dauert dann halt wieder.

  • Hallo ihr Lieben,
    ebase hat heute auf meine Reklamation geantwortet. ebase schrieb: " Die Gesamtausschüttung betrug 40,37€ je Anteil. Hiervon wurden jedoch 27,49€ je Anteil barausgeschüttet und der restliche Ertrag verblieb im Fondsvermögen."
    Das ist zwar nicht ganz richtig. Denn 2,72€ davon sind bereits vom Fond gezahlte Quellensteuer. Ich wollte aber wissen, wie ebase auf die 27,49€ kommt. Dazu habe ich nochmal auf euren Link bei der bkb-Bank geklickt. Da habe ich dann meinen Fond auf Seite 89 gefunden. Jetzt sind detailierter Angaben vorhanden.
    Die Differenz von den bei finanzen.net gefundenen 37,66 erklärt sich durch einbehaltene belgische Quellensteuer in Höhe von 10,17€. Alle 3 Beträge ergeben addiert die Gesamtausschüttung von 40,37€.
    Und da hatte ich geglaubt ich habe einen ausschüttenden Fond.
    Grüße, euer Altsachse