Wie hoch wird die Riesterrente ausfallen?

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    • Wie hoch wird die Riesterrente ausfallen?

      Hallo liebes Forum, ich spare seit rund zehn Jahren in den Riester der Union Investment ein (bin auch noch in der alten Version). Hier bei Finanztip wird ja immer mal wieder ausgerechnet, wie viel da im Laufe der Zeit zusammenkommt, Beispiel hier nach 30 Jahren und einer durchschnittlichen Verzinsung von 5% (finanztip.de/riester/riester-union-investment/).

      Meine Frage: Wie viel Euro bekommt man denn dann eigentlich wenn man tatsächlich 100.000 Euro angespart hat, letztlich hinten raus pro Monat?
      Ich erinnere mich nur noch dunkel, dass mir der Volksbankmitarbeiter mal grobe Zahlen vorgreechnet hat, was man bei 3, 6, 9 % monatlich bekäme. Das waren so Beträge zwischen 200 und 600 Euro, wenn ich mich recht erinnere.
    • Für Ihren Fall kann Ihnen das verlässlich nur Ihre Versicherung hochrechnen. Sie sollten es aber auch in der jährlichen Erträgnisaufstellung ablesen können. Bei mir steht dort "xxx Euro monatliche Rente pro 10.000 Euro Fondsvermögen garantiert". An anderer Stelle steht "bei gleichbleibenden Einzahlung yyyyy Euro Fondsvermögen im Jahr 2050 garantiert". Somit kommen Sie zu Ihrer garantierten Rentenanwartschaft. An dritter Stelle müsste wiederum stehen, was Sie bei 3,6,9% Rendite zu erwarten haben. Dass Sie von 9% nicht mal träumen brauchen, muss ich hoffentlich nicht sagen.

      Ihnen muss klar sein, dass hier viele Annahmen getroffen werden. Gleichbleibende Einzahlung. Konstante Renditen. Die Riesterzulage wird immer erreicht. Das Ergebnis zeigt Ihnen eine Richtung, wird aber nicht exakt das sein, was Sie in Jahrzehnten vorfinden werden.
    • Man muss zwei Phasen auseinanderhalten: die Ansparphase und die Rentenzahlungsphase.

      In der Ansparphase besteht die Unsicherheit darin, dass der Riester-Sparer nicht weiß, wie hoch das Kapital letzten Endes sein wird, das er anspart.

      Insoweit ist der Hinweis von @chris2702 sehr wichtig: Orientieren Sie sich an der "garantierten Rente pro 10.000 € Fondsvermögen".

      In der Rentenzahlungsphase besteht die Unsicherheit darin, dass niemand weiß, wie das Zinsniveau zu diesem Zeitpunkt sein wird. Die Versicherer legen nun mal - leider - den Kapitalstock, aus dem sie die Rente finanzieren, überwiegend in festverzinslichen Wertpapieren an. Sollte die Niedrigzinsphase dann immer noch bestehen, sieht es dementsprechend bescheiden aus mit den zu erwartenden Renten.

      Außerdem ist die Rentenhöhe abhängig vom Beginn-Alter der Rente. Manche Verträge sind flexibel und man kann den Rentenbeginn nach hinten verschieben. Natürlich ist die Rente um so höher, je älter der Versicherte bei Beginn der Rente ist. Das leuchtet ein, weil der Versicherer an einen Jüngeren nach statistischer Wahrscheinlichkeit länger Rente zahlen muss als an einen Älteren.

      Ich habe zwar keine Riester-Rente aber ich habe zwei Rürup-Verträge (Basis-Rente).
      Da der eine Vertrag dies zulässt, habe ich den jetzt "abgerufen". D.h. ich bekomme ab Mai meine erste Rente.
      Ich bin heute 60 Jahre und sechs Monate alt.

      Und nun halten Sie sich fest: die Rente, die ich für 28.486 € Fondsvermögen bekomme, beträgt doch sage und schreibe jeden Monat(!) 84,43 €.

      Ist das nicht der Brüller???

      :D

      Sobald ich das 88. Lebensjahr erreicht habe, befinde ich mich bereits im "Renditebereich".
      So lange bekomme ich nur mein eigenes Geld zurück.

      Das Rentenprodukt ist übrigens von der DWS und nennt sich "Basis-Rente Premium".

      Nun muss man fairerweise sagen, dass ich die 28.466 € nicht ganz allein aufgebracht habe.
      Aber die Rendite, die die DWS erwirtschaftet hat, kann man - zumindest in meinem Fall - vernachlässigen.
      Der einzige Trost ist die Steuererparnis, die ich aufgrund relativ hohen Einkommens in den Jahren der Einzahlung realisert habe.

      Die ersparten Steuern machen in Summe etwas über 8.000 € aus, so dass ich bei einer "Nettobetrachtung" bereits zu meinem 80. Geburtstag im Renditebereich bin.

      Der genannte Rentenbetrag ist auch nur die sog. "Garantie-Rente". Wieviel da jedes Jahr an Steigerung hinzu kommt, können Sie mir bei der DWS nicht sagen. Das wird dann jedes Jahr die große Überraschung - so oder so.

      Was ich Ihnen mit meinem Beispiel sagen will: die privatfinanzierten Renten sind unter Renditgesichtspunkten eher enttäuschend. Insbesondere so lange wir so niedrige Zinsen haben. Die gezahlte Rente von 84,43 € bedeutet selbst bezogen auf ein Kapital von 20.000 € nur eine Rendite von 5 %.

      Das hätte ich mit Aktien auf jeden Fall erzielt - und für meine Erben würde auch noch etwas übrig bleiben.
    • chris2702 schrieb:

      Für Ihren Fall kann Ihnen das verlässlich nur Ihre Versicherung hochrechnen. Sie sollten es aber auch in der jährlichen Erträgnisaufstellung ablesen können. Bei mir steht dort "xxx Euro monatliche Rente pro 10.000 Euro Fondsvermögen garantiert". An anderer Stelle steht "bei gleichbleibenden Einzahlung yyyyy Euro Fondsvermögen im Jahr 2050 garantiert". Somit kommen Sie zu Ihrer garantierten Rentenanwartschaft. An dritter Stelle müsste wiederum stehen, was Sie bei 3,6,9% Rendite zu erwarten haben. Dass Sie von 9% nicht mal träumen brauchen, muss ich hoffentlich nicht sagen.

      Ihnen muss klar sein, dass hier viele Annahmen getroffen werden. Gleichbleibende Einzahlung. Konstante Renditen. Die Riesterzulage wird immer erreicht. Das Ergebnis zeigt Ihnen eine Richtung, wird aber nicht exakt das sein, was Sie in Jahrzehnten vorfinden werden.
      mhm, son einen Eintrag habe ich in meinen Jahresauszügen noch nie gesehen, habe auch gerade nochmal nachgesehen, da steht nichts.
    • Ok, interessant, ich dachte, das wäre mit der Riester Rente genormt worden und alle Anbieter müssten das machen.

      Dann gehen Sie entweder zu Ihrem Berater oder schreiben eine Email an die Union Investment.
      Garantierte Rente, und Rentenprognose bei 3 und 6 %. Das dauert zwar meist etwas, aber wenn ich Ihnen sage, wieviel mein Allianz-Riester bringt, hat das wenig mit Ihrer eigenen Situation zu tun.

      Wenn die Versicherung nicht binnen 4 Wochen reagiert, einfach damit drohen, den Vertrag beitragsfrei zu stellen. Ist als Kunde in diesem Fall ein ordentliches Druckmittel. War bei mir auch schon mal nötig.