Erfahrungen mit Close Brothers

  • Nachtrag.


    Wie ist das mit der biw Bank?


    Die Bank hat ja kein Rating. Wenn man über Flatex ein Festgeld anlegen möchte ist ja automatisch diese Bank die Partnerbank über der die Anlage abgewickelt wird.
    Kann man das Festgeld dann bei Close Brothers trotzdem empfehlen. Danke für Eure antworten.

  • Ich hatte letztens noch ein Angebot von denen, allerdings über 2 Jahre und ich gehe davon aus, dass die Zinsen Ende dieses Jahres bzw. Anfang nächsten Jahres wieder moderat steigen könnten, der Brexit war aber auch ein Grund weshalb ich am überlegen war. Da die Bank aber an sich gute Werte hat und ich glaube das die Bankenlobby so stark ist, dass die schnell eine Reglung durchsetzen werden, hätte ich es riskiert wenn die Zinsen etwas besser bzw. die Laufzeit etwas kürzer gewesen wäre.

  • Moin,
    nach Empfehlung von Finanztip habe ich via Zinspilot Ende Oktober 2016 dort Festgeld für 36 Monate 'geparkt'. Der Zinssatz betrug 1,20%, die Zinszahlungen und die Rückzahlung der Einlage erfolgten pünktlich und ohne Probleme.
    Nun stehe ich vor der Entscheidung, erneut für 24 Monate anzulegen. Bei Zinspilot ganz oben steht - Stand heute - die lettische Rietumu Bank mit 1,35%, die Close Brothers mit 1,00% an 6. Stelle.
    Bei Zinspilot wird die Frage "sind Einlagen bei englischen Banken auch nach dem Brexit-Referendum geschützt?" wie folgt beantwortet:


    "Ja, Geldanlagen in Großbritannien sind weiterhin durch die Einlagensicherung geschützt. Der Ausstieg Großbritanniens aus der EU ändert nichts an der in nationales Recht übernommenen Einlagensicherung in Höhe von 85.000 GBP – auch im Falle eines No-Deal-Brexits und Verlust der EU-Passporting Rechte.
    Die britische Einlagensicherungsorganisation FCSC (Financial Services Compensations Scheme) hat bereits bestätigt, dass die Einlagensicherung auch zukünftig für Bürger außerhalb Großbritanniens gilt."


    Da mein Vertrauen in britische Politiker gen null tendiert weiss ich also noch nicht, wie ich weiter vorgehe...

  • @Nordnordlicht ich kann dich gut verstehen. Ich gehe davon aus, dass der Einlagensicherungsfond zahlen wird, so lange genug Geld da ist, aber stell dir mal vor, es kommt eine Krise die so groß ist, dass nicht genügend Geld für alle da ist und dann gibt es populistische Politiker, da würde es mich nicht wundern wenn "GB first" so ausgelegt wird, dass ausländische Kunden dann eben nachrangig oder gar nicht bedient werden. Ob noch offene Zahlungen nach einem Brexit an die EU gezahlt werden, ist ja auch nicht sicher (ich persönlich gehe zwar stark davon aus, da die EU am längeren Hebel sitzt) aber sicher ist es nicht.
    Ich würde meine Entscheidung davon abhängig machen, für wie stabil du die jeweilige Bank und das jeweilige Land halte. Ich würde z. B. mein Bank auch keiner italienischen Bank geben, weil ich da kein gutes Gefühl bei habe.
    Hier im Forum habe ich von einigen Mitgliedern die noch mehr Ahnung von Finanzen haben als ich, auch den Rat bekommen, dass man vor allem gut schlafen können muss, mit seiner Entscheidung und da tue ich mich in solchen Fällen immer noch schwer. ^^
    In jedem Fall wünsche ich dir viel Erfolg bei deiner Entscheidung.
    Liebe Grüße

  • So, eine Entscheidung ist gefallen: ich habe heute bei Close Brothers noch einmal Festgeld für ein Jahr geparkt. Auch wenn Finanztip die wg. Brexit nicht mehr empfiehlt, gehe ich das Risiko (Einlagensicherung bis 100.000 € bzw. 85.000 GBP) ein. Bis 31.12.20 gelten ja noch die bisherigen EU-Regelungen, bis 26.02.2021 ist dann mein "Restrisiko"


    Als Realist gehe ich davon aus, dass selbst bei einem möglicherweise harten Brexit, ich dann trotzdem meine Kohle samt Zinsen wiedersehe. No risk, no fun...

  • Nordnordlicht ich denke bist zum 26.02 sollte das noch gut gehen. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass das größte Risiko sein wird, dass Länger wie Italien verstärkt durch die Corona-Kriese ihre Schulen nicht mehr zurückzahlen können. Es wird einfach zu viel Geld gedruckt, ohne Gegengenwert, zusammen mit den Folgen von Klimawandel und Flüchtlingskriesen und den Opfern der Digitalisierung wird es in den nächsten Jahren zu viele Verwerfungen kommen. Gut möglich, dass es noch mehrere Jahre dauert, aber ich blicke sehr pessimistisch in die Zukunft, was die Wirtschaft anbelangt. Daher fokussiere ich mich auf andere Dinge. Dir auf jeden Fall viel Erfolg!

  • @driverinb

    Kopf hoch! In den 80er Jahren hatten wir die Themen saurer Regen, Atommüll und Waldsterben, Anfang der 90er dann das FCKW-bedingte Ozonloch - von daher kann ich deinen Frust verstehen. Das Atommüllproblem ist immer noch nicht final gelöst (seit mindestens 1962 übrigens - Wahnsinn!), dank konsequenter Umstellung der FCKW auf alternative Kältemittel in den Industriestaaten ist das Ozonloch einigermassen im Griff. Ich bin überzeugt, dass sich die Wirtschaft mittel- bis langfristig wieder erholt. Corona lehrt uns, dass wir uns ändern müssen. Deutschland hat das ja aus meiner Sicht bisher ganz gut gepackt. Jede Krise kann auch eine Chance sein, das ist zumindest meine Erfahrung. Ich wünsche Dir einen positiveren Blick in die Zukunft - lass dich nicht unterkriegen. "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren." (Brecht)

    Dir jedenfalls von mir alles Gute!

  • Dies hier ist eigentlich ein Forum für Finanzgeschäfte und nicht für Weltschmerz, dafür gibt es genügend andere Gelegenheiten im Internet. Ich vertraue meinen Geldanlagen bei den Close Brothers aufgrund des Ratings für die britische Einlagensicherung. Diese sollte so sicher sein, daß im Ernstfall sowohl einheimische als auch ausländische Bankkunden entschädigt werden.

  • Jens Mayer mal davon abgesehen, dass in diesem Forum auch persönliche Meinungen erwünscht sind. Jeder der Ahnung hat, wird dir bestätigen, dass Emotionen bei "Finanzgeschäften" eine entscheidende Rolle spielen. Wenn viele Menschen aus Gründen des "Weltschmerzes" , z. B. ihr Geld abziehen würden, da würde keine Einlagensicherung mehr funktionieren. Gefühle und Befindlichkeiten der Menschen sind also elementar von Bedeutung, siehe Börse, siehe Werbung, siehe Verkaufsstrategien der großen Unternehmen...