Deka Fonds auf kostenloses Depot übertragen

  • Mit knapp 18 habe ich 2001 1.500 DM in einen DekaFonds gesteckt. Da die TeleMedien Branche je bekanntlich 2002 eingebrochen ist, haben meine Anteile heute einen Wert von ca. 260€. Leider kostest das Depot jährlich ca. 18€ bei der Sparkasse. Nun habe ich mir überlegt, dass ich dieses Depot an die Consorsbank übertragen kann, denn dort ist es kostenlos. Allerdings wurde mir gesagt, dass ich dieser Fond dann nur an der Börse verkauft werden kann, da die Consorsbank nicht der Emittent ist.


    Leider konnte ich zu diesem Sachverhalt nichts finden. Kann mir jemand sagen mit wieviel Verlust man bei einem Verkauf so rechnen muss?


    Ich habe nicht vor den Fonds in nächster Zeit zu verkaufen. Daher auch die Frage ob es sinnvoll ist das Depot zu übertragen.


    Danke für eure Antworten

    • Herr Geldschnauzer
  • Also das ist ein ganz normaler Fonds, der bei verschiedenen Banken von der KAG gekauft werden kann. Der Übertrag sollte ebenfalls möglich sein. Consors schreibt dass man dort nicht direkt von der KAG kaufen kann, das war ja aber auch nicht die Frage.


    Vor der Entscheidung noch mal hier lesen, da Consors nicht die erste Wahl bei Finanztip ist. http://www.finanztip.de/wertpapierdepot/

  • Ich bin bei der Consorsbank wegen den ETF Sparplänen, daher habe ich da wenig Bedenken. Ich will nur nicht weiter 18€/Jahr für das Depot bezahlen.


    Allerdings hab ich leider noch nicht verstanden, was es bedeutet das man bei der Consorsbank KGA Fonds nicht verkaufen kann bzw.nur an der Börse :-) Ist das ein Grund weiterhin 18€ für das Depot bei der Sparkasse zu bezahlen oder kann trotzdem zu einem Übertrag des Depots geraten werden?

  • Eine ganz sichere Antwort kann hier wohl nur Consors geben - notfalls eben schriftlich anfragen.


    Oft ist es bei den Deka und Union Investment Fonds so, dass diese nicht oder nur schwer bei Drittbanken zu kaufen sind. Trotzdem sind diese Fonds bei Drittbanken verwahrfähig, du kannst den Fonds also in das Depot übertragen. Auch wenn die Drittbank keine Fonds der Deka (für ihre Kunden) kaufen kann, kann sie idR solche Fonds an die Deka im Falle eines Vekaufs zurückgeben. Sollte das im Einzelfall nicht klappen, bleibt tatsächlich nur der Verkauf über die Börse.


    Das Risiko ist in meinem Augen überschaubar. Gestern hat die Deka einen Rücknahmepreis von 69,94 Euro veröffentlicht, an der Börse lag der (Geld-)kurs heute bei 69,78. Hinzu kommen dann leider noch die Börsenspesen.


    Noch ein ganz anderer Aspekt: Diesen Fonds im Wert von 260 Euro zu halten hat offensichtlich eher nostalgische Gründe, oder? Scheust du dich davor, die Verluste zu realisieren oder glaubst du noch an den Fonds? Im Zweifel würde ich den Fonds einfach verkaufen und mir bei Consors einen vergleichbaren Fonds oder ETF aus dieser Branche suchen.

  • was es bedeutet das man bei der Consorsbank KGA Fonds nicht verkaufen kann bzw.nur an der Börse

    Das habe ich nicht gesagt ;-) Man kann über Consors nicht direkt bei der KAG (Kapitalanlagegegesellschaft, in diesem Fall Deka) kaufen, ob man bei der KAG zurückgeben kann ist unklar, gehe aber aufgrund der Formulierung davon aus, dass dem nicht so ist. Über die Börse kann man verkaufen, hier gelten die normalen Entgelte, wenn ich es richtig verstehe also mindesten 9,95 € plus Handelsplatzentgelt.


    Insoweit spricht aus meiner laienhaften Sicht nichts gegen den Übertrag.

  • Also ich bin grad auf Consorsbank gegangen (bin kein Kunde dort) und habe die ISIN eingegeben. Es gibt Felder Kaufen und Verkaufen. Und es gibt das Infofeld, das dieser Fonds nicht im Programm von Consorsbank ist und daher nicht über die Fondsgesellschaft gekauft werden kann. Alles andere sollte meiner Meinung nach gehen, also insbesondere die Rückgabe bzw. der Verkauf an die Fondgesellschaft.


    Zur Info: Habe kürzlich Union-Fonds zur DiBa übertragen. Dort wurde ein Kaufen-Feld gar nicht angezeigt, diese Fonds konnten dort also überhaupt nicht gekauft werden. Ein Verkauf sowohl über Börse als auch an die Fondsgesellschaft war aber möglich (habe beides durchgeführt).


    Aber wie @Oekonom schon schreibt:
    Du solltest dich fragen (egal zu welchem Wert du die Anteile gekauft hast), ob die 260 Euro für dich in diesem Fonds noch zu deiner Zufriedenheit arbeiten oder ob sie in einem anderen Produkt besser angelegt wären.
    Eine in der Vergangenheit mäßige Performance kannst du nicht mehr ändern.
    Aber du entscheidest, auf welches Pferd du die 260€ für die Zukunft setzt. :)

  • Diesen Fonds im Wert von 260 Euro zu halten hat offensichtlich eher nostalgische Gründe, oder?

    Die Frage hatte ich mir auch gestellt und sie mir so beantwortet, dass das ein Altbestand ist, dessen Wertzuwachs steuerfrei ist. Insofern habe ich Verständnis dafür wenn die Chancen des Fonds als solche gesehen werden (Medien und Telekommunikation). Hab mir die Vermögensaufstellung im Halbjahresbericht angesehen, viele interessante Titel drin

  • Erstmal vielen Dank für eure Antworten, nun kann ich eine vernüftige Entscheidung treffen.


    Nostalgische Gründe trifft es ziemlich gut. Um ehrlich zu sein habe ich das Geld schon lange innerlich abgeschrieben. Aber die Anteile erinnern mich daran was passiert wenn man sich auf Empfehlungen anderer verlässt und sich nicht selbst mit der Materie auseinandersetzt. Und vielleicht macht es bis zu meiner Rente in 35 Jahren ja noch riesige Kurssprünge ;-)