ETF Sparplan

  • Ich habe einen ETF Sparplan bei einer von Finanztip empfohlenen Direktbank abgeschlossen. Bei ETF Sparplänen können die Anbieter die monatlichen Aufträge in einem Zeitraum von 5 Handelstagen ausführen. Als Auftraggeber erfahre ich erst im nachhinein an welchem Tag und zu welchem Kurs die Transaktion getätigt wurde. Mein bisheriger Eindruck (nach 4 Monaten Teilnahme am Sparplan) ist, dass die Ausführungen nahe an den Höchstkursen der 5 Handelstage erfolgten. Handelt es sich hierbei um einen Zufall oder handelt es sich sich um ein System der Sparplan-Anbieter? Erfolgen die Ausführungszeitpunkte nach klaren Regeln? Für mich ist das Verfahren zumindest nicht transparent.

  • Die hier empfohlenen Anbieter von ETF-Sparplänen haben folgende Vorteile: (a) kostenlose Depotführung (bei Comdirect dauerhaft nur dann, wenn ein kostenfreies Giro dort eröffnet wird, was auch hier erwähnt wird), (b) im Rahmen von - kürzer oder länger befristeten - Sonderaktionen sind Teile des ETF-Angebots komplett ohne Kosten besparbar, (c) alle empfohlenen Anbieter bieten Provisionen ('Link-Prämien') für Finanztip für die Weiterleitung von Interessenten.


    Ebase berechnet Depotgebühren von i.d.R. 36€ pro Jahr, die nur bei Eröffnung eines Ebase-Depots über bestimmte Vermittler (wie z.B. AVL) entfallen, sofern das Gesamtdepot nicht 'zu klein' ist (>25k). Für reguläre Sparplantransaktionen außerhalb von Sonderaktionen ist Ebase deutlich günstiger als die hier empfohlenen Anbieter, allerdings bietet Ebase keine Provisionen für die Vermittlung von Interessenten.


    Letztlich kommt es somit auf die individuellen Rahmenbedingungen (welche ETFs? wie groß ist das Gesamtdepot?) an, ob Ebase oder einer der hier empfohlenen Anbieter 'ideal' für die Abwicklung der eigenen ETF-Sparpläne ist.


    P.S.: Dass man keiner Webseite, die versucht, sich über Provisionen für die Vermittlung von Interessenten zu finanzieren, blind vertrauen sollte. ist doch eigentlich klar. Und die Aussagen zur strikten Trennung von redkationeller Recherche und daraus abgeleiteter Empfehlung von den finanziellen Aspekten der Provisionierung liest man sicherlich gerne und findet dies ja auch vielfach, doch ob man das stets auch glauben sollte, muss jeder selben wissen. Es soll ja auch heute noch Bankkunden geben, die davon ausgehen, dass ihr 'unabhängiger Finanzberater' ihnen Produkte empfielt, die er ausschließlich danach aussucht, dass es gute Produkte sind und dass dabei die Höhe der in die Taschen des Beraters fließenden Vermittlerprovisionen keinen Einfluss auf seine Empfehlung hat.

  • Hallo zusammen,


    ich beschäftige mich momentan sehr intensiv mit dem Gedanken, einen ETF Sparplan abzuschließen.
    Dabei würde ich auch der Empfehlung folgen und mit dem Sparplan in den MSCI World zu investieren.
    Ich hatte dabei an monatlich 75 EUR gedacht, abschließen würde ich den Sparplan bei Flatex.


    Ich hätte dazu aber noch ein paar Fragen.


    • Ich habe momentan schon ein Tagesgeldkonto bei der Consorsbank.
      Diese wurde im Beitrag von Finanztip auch, für die kostengünstige erstellen eines ETF-Sparplans, empfohlen.
      Macht es mehr Sinn bei der Consorsbank zu bleiben und den Sparpan dort zu eröffnen
      oder ist ein streuen der Anlagenformen sinnvoller?
    • Sagen wir mal ich eröffne einen Sparplan bei Flatex.
      Wie ist dann das weitere Prozedere? Ich suche mir dann den MSCI World aus, z.B. Comstage ETF MSCI World TRN UCITS ETF* (ISIN LU0392494562) und dann gehts los ? da blicke ich noch nicht ganz durch
    • Gibt es für den Einstieg einen guten oder schlechten Zeitpunkt (Brexit)?

    Vielen Dank für eure Hilfe.


    LG


    @Manuel

  • Hallo Manuel,


    zu Deinen Fragen:


    1. Die Consorsbank bietet eine Reihe von kostenlosen Sparplänen an. Die Eröffnung ist denkbar einfach. Wenn man eingeloggt ist, einfach mal unter "Sparen und Anlegen" umschauen. Da gibt es auch eine Liste von kostenlos besparbaren ETF - der Comstage, den Du da verlinkt hast, gehört glaube ich auch dazu. Die Notwendigkeit einer Streuung sehe ich nicht, da die Sparpläne nichts kosten (keine Ordergebühren und keine Ausgabeaufschläge). Und wenn die Bank pleite geht, dann ist Dein Tagesgeld davon zwar betroffen (oder auch nicht, Stichwort: Einlagensicherung), Dein Depot sollte es aber nicht sein.


    2. Genau - wenn Du bei der Consorsbank bleibst, dann wird die monatliche Sparrate einfach von deinem Tagesgeldkonto (oder von einem anderen Konto) abgebucht. Bei der Consorsbank kannst Du festlegen, ob das am 01. oder 15. des Monats sein soll. Du kannst die monatliche Rate übrigens jederzeit anpssen, einmalig erhöhen (z.B. um Weihnachtsgeld o.ä. zu investieren), den Sparplan pausieren oder löschen. Vermute, dass das bei Flatex ähnlich läuft.


    3. Der Sinn eines Sparplans ist ja genau, die Investition über einen längeren Zeitraum zu strecken und durch den Cost Average Effekt die Volatilität der Börse zu glätten. Und ganz ehrlich, ob Du nun die ersten 75€ heute oder in 6 Monaten anlegst - das macht den Kohl nicht fett. Ganz abgesehen davon, dass Dir niemand sagen kann, ob der MSCI World in 6 Monaen höher oder niedriger steht als heute. Da kommt ja noch eine Wahl in den USA und eine ganze Menge anderer Kram der schiefgehen kann. Leg einfach sofort los, in the long run sollte der Einstiegszeitpunkt keinen Unterschied machen.


    Hope that helps
    Elias

  • Hallo Manuel,


    cih würde einfach bei Consors ein Depot eröffnen. Müsstest du auch für 12 Monate 1% mehr aufs Tagesgeld bekommen. Und dann einen kostenfreien ETF Sparplan bei Consors starten.


    Ich sehe keinen Vorteil bei deinen Bedürfnissen zu flatex zu wechseln. Oder was sind da deine Überlegungen?


    VG Wolfgang

  • Ich hatte meinen Beitrag gerade in einer anderen Diskussion gepostet, aber ich denke, hier passt es besser ;)


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    Hallo [Blockierte Grafik: http://www.finanztip.de/community/wcf/images/smilies/smile.png]


    ich bin ganz neu in dem Bereich und überlege schon eine Weile in ETFs zu investieren. [Blockierte Grafik: http://www.finanztip.de/community/wcf/images/smilies/rolleyes.png]


    Bin bei der ING DIBA. Allerdings würde ich nicht einmalig ETFs für eine größere Summe kaufen, sondern das ganze über einen Wertpapier Sparplan machen, wo ich jeden Monat einen Betrag einzahle. Hat jemand damit Erfahrungen? Wenn ich beispielsweise einen ETF xyz kaufe, müsste ja nur einmal Ordergebühr (1,75%) anfallen oder fällt dann jeden Monat erneut die Provision an, da meine Anteile ja durch Anstieg der Summe monatlich größer werden bzw. dazugekauft werden? [Blockierte Grafik: http://www.finanztip.de/community/wcf/images/smilies/confused.png] Konnte das nirgends richtig rauslesen.



    [Blockierte Grafik: http://www.finanztip.de/community/wcf/images/smilies/heart.png] Gruß
    Zimti

  • Es fallen zu jedem Sparintervall die 1,75% der Sparrate an.


    Die Empfehlung wäre:
    Zuerst die Indizies auswählen, die nachgebildet werden sollen, z.B. MSCI World oder S&P 500 oder EuroStoxx600 oder MSCI Emerging Markets.
    Dann den speziellen ETF aussuchen. Also z.B. Comstage MSCI World ETF und Comstage MSCI Emerging Markets.
    Und dann im dritten Schritt schauen, bei welcher Bank diese ETF am günstigsten bespart werden können.


    Häufig kann man die Sparrate auch von einem Fremdkonto einziehen lassen, also z.B. vom existieren Girokonto bei einer anderen Bank. Man braucht also über das Depot (für die ETF-Sparpläne) hinaus keine weiteren Konten bei der neuen Bank eröffnen.

  • Einwenig OT: Nur weil es dort den gewünschten Fond preiswerter gibt? Dann müßte ich viele Depots haben, was dann aber unübesichtlich ist.

    Naja, mit Comstage und db x-trackers kann man schon fast alles an Sparplänen abbilden, was man sich als ETF Anfänger so ausdenken mag. Insofern: Ja, weil es die ETFs, die man für die Sparpläne braucht (und darum geht es ja) dort für lau gibt, würde ich mein Depot dort aufsetzen

  • Habe gelesen, dass Du bei der ING-DiBa bist. Da habe ich kurz recherchert, und es scheinen tatsächlich immer die 1,75% Ordergebürhr anzufallen, zumidnest bei ETF Sparplänen.


    Bei der Consorsbank sind die ETF von db X-trackers und Comstage derzeit umsonst besprabar. Das wäre für mich ein Grund, dort mein Depot aufzumachen... https://www.consorsbank.de/ev/…Sparplaene/ETF-Sparplan#2

    Wenn ich also jeden Monat 50 EUR auf das Wertpapier Sparplan Depot für z.B. MSCI World einzahle, gehen jedes Mal 1,75% von den 50€ für die Orderprovision drauf? Das ist ja schon ein dicker Hund. Das wären im Jahr 10,50 EUR. Und das ist bei anderen Banken nicht so? Wo genau hast du das gelesen?

  • Naja, als erstes sollte man sich entscheiden, welche(n) ETF man besparen möchte.
    Im zweiten Schritt dann eine Bank suchen, wo das möglichst günstig oder gar kostenlos möglich ist.


    Wenn ich dann auf diese Weise die für mich "beste" Bank gefunden haben, ist es letztendlich egal, ob diese Bank noch 10 oder 300 andere ETF kostenlos besparen lässt, oder?

  • Naja, als erstes sollte man sich entscheiden, welche(n) ETF man besparen möchte.
    Im zweiten Schritt dann eine Bank suchen, wo das möglichst günstig oder gar kostenlos möglich ist.


    Wenn ich dann auf diese Weise die für mich "beste" Bank gefunden haben, ist es letztendlich egal, ob diese Bank noch 10 oder 300 andere ETF kostenlos besparen lässt, oder?


    Kommt halt etwas auf deine Strategie an. Wenn du heute 2-3 ETFs kaufen willst und dann Füße hoch gebe ich dir Recht.
    Ich händle das etwas anders. Ich habe mein breites Depot und suche mir halt je nach Marktlage noch 1-2 ETFs dazu, deswegen ist die größere Auswahl für mich wichtig.
    Es kann ja auch gut sein, dass ein ETF auf den S&P bei xy heute 0,2% im Jahr kostet und nächstes Jahr bei einem anderen Anbieter nur noch 0,05 %.


    Gruß Mike

  • Mag sein dass ein Sparplan einige Vorteile bringt, ich persönlich halte nicht vieil davon. Man bindet sich an einen Sparplan doch längerfristig. Da sind mir doch Einmalanlagen flexibler. Die kann ich dann gegebenenfals wiederholen.
    Und fühle mich doch nicht an den Sparplan gebunden.


    Altsachse