Namensänderung bei der Sparkasse - Verträge neu unterzeichnen?

  • Hallo Finanztip-Community,


    ich habe eine Frage bezüglich der Änderung meines Nachnamens bei meiner Bank und hoffe hier auf Hilfe.
    Ich habe geheiratet und führe seither einen Doppelnamen. Diese Änderung habe ich schriftlich bzw. nach Möglichkeit auch telefonisch oder per Mail soweit allen "wichtigen" Stellen mitgeteilt. Dies war auch nirgendwo weiter aufwendig, z.T. wurde eine Kopie meines neuen Personalausweises oder der Eheurkunde gefordert, mehr aber nicht.
    Einzig und allein die Sparkasse bereitet mir Kopfzerbrechen: ich soll dort zur Namensänderung einen Termin bei einem Berater vereinbaren und dafür ca. 30 Min. (!) einplanen - neben der Beantragung einer neuen Geldkarte müssen sämtliche Verträge neu unterschrieben werden.
    Ist das so üblich?? Meine alte Unterschrift verliert ja durch die Heirat nicht an Gültigkeit. Ich führe das Konto seit ca. 15 Jahren und möchte ungern die alten Verträge mit den neuen abgleichen. Zudem führe ich ja nun einen Doppelnamen, sodass auch die alten Verträge jedenfalls einen Teil meines neuen Nachnamens tragen.
    Hat jemand einen Tip für mich? Aussitzen? Unterschreiben? Bank wechseln?


    Vielen Dank bereits im Voraus!

  • Seit überall online-Banking und Geldautomaten auf dem Vormarsch sind, haben die Banken immer weniger Möglichkeiten, mit ihren Kunden in ein persönliches Gespräch zu kommen.


    Was früher leicht und "im Vorübergehen" beim Geld abheben oder bei der Abholung der Kontoauszüge gewissermaßen nebenbei vor sich ging, funktioniert heute nicht mehr so.


    Deswegen versucht hier die Sparkasse "aus einer Mücke einen Elefanten" zu machen und dem "Berater" die Möglichkeit zu einem 30-minütigen Verkaufsgespräch zu geben. Schließlich sind Sie jetzt verheiratet und da "muss alles auf den Prüfstand".


    Das ist natürlich Quatsch.
    Meine Empfehlung: Bestehen Sie auf einer Zusendung der Unterlagen zur Vertragsänderung. Sie können die Unterschriften auch daheim leisten. Und die Kopie der Eheurkunde reicht für die Akten der Sparkasse völlig aus.
    Lassen Sie sich nicht verschaukeln! Dieser "Berater" ist kein Berater sondern ein Verkäufer.

    Das ist nicht ehrenrührig. Aber mit einem Verkäufer setze ich mich an einen Tisch, wenn ich etwas kaufen will.
    Für eine Namensänderung ist dies nicht erforderlich.
    Bleiben Sie standhaft - und kündigen Sie an, dass die zur Raiffeisenbank wechseln, wenn die Sparkasse sich als derart unflexibel darstellt.

  • Bei einer Namensänderung sind Banken grundsätzlich gesetzlich verpflichtet die Unterschriftskarten zu erneuern (Abgabenordung). Diese müssen für jedes Konto neu erstellt werden. Die hier genannte Sparkasse hat also völlig recht und handelt im Kundeninteresse, weil Ertrag gibt es für die Erneuerung der Unterschrift für die Sparkasse nicht. Kundennutzen wird durch mehr Sicherheit geschaffen. Übrigens hat der Kunde eine Mitwirkungspflicht.


    Auch ändert sich so manches durch eine Heirat. Der neue Ehegatte sollte vielleicht Vollmacht bekommen, das Erbrecht ist durch die Heirat plötzlich ein anderes und der Güterstand ist auch plötzlich neu. Es gelten andere Freistellungsgrenzen, ein gemeinsamer Freistellungsauftrag macht vielleicht Sinn usw.. Von Mücke zum Elefanten oder Verkäufer statt Berater - keine Spur. 30 Minuten sollte man dafür schon mal investieren.

  • Bei mir hatte auch mal mein Sparkassenberater angerufen. Ich sollte mal vorbei kommen, da mein Kontovertrag demnächst auslaufen würde.
    Der ware Grund war, dass der Berater mir Geldanlagen aufschwatzen wollte.
    Dabei hat der Berater nicht vor der Lüge zurückgeschreckt, dass mein Kontovertrag auslaufen würde.
    Berater sind auch nur Menschen, die versuchen ihre eigene Position, auch mit unzulässigen Mitteln, zu sichern.
    Gruß


    Altsachse