Familienstiftung

  • Wenn Du von Familienstiftung sprichst wirst Du wohl eine richtige Familienstiftung im engeren Sinne meinen, also eine die keine gemeinnützigen Zwecke verfolgt sondern darauf ausgelegt sein soll Deinen Erben eine Versorgung zu verschaffen??


    Denn die Familienstiftung wird eigentlich in den meisten Fällen verwendet um ein Unternehmen zu erhalten. Du hattest in vielen Posts immer betont, dass Du eine NV Bescheinigung hast. Von daher bin ich mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher wie denn Dein Vermögen aussieht. Klar sagt eine NV Bescheinigung nichts über das Vermögen sondern nur die Erträge daraus aus, aber die Frage wäre daher ob Du Dich überhaupt in das sehr formale, unflexible und komplizierte Konstrukt der Stiftung begeben willst oder ob Du Deine Ziele nicht auch anders erreichen kannst.


    Man müsste daher wissen, was Du Dir denn vorstellst. Auf den ersten Blick glaube ich nämlich, die Stiftung ist für Dich nicht ganz das Richtige.

  • Danke für Eure Beiträge.
    Ich habe mir gedacht einen Betrag von ca 50 000€ in eine Familienstiftung zu geben. Richtig ist, dass es sich dabei um keine gemeinnützige Stiftung handeln soll. Dabei sind die Erträge daraus sicher höher zu besteuern als bei einer gemeinnützigen Stiftung.
    Mein Ansinnen ist es, das nicht irgendein angeheirateter Tunichtgut mein erarbeites Geld flugs auf den Kopf hauen kann.
    Ich möchte meinen Erben zur Auflage machen, meine Münzsammlung zur Erinnerung an meine Familie zu erhalten. Die dabei enstehenden Kosten sollen mit den Erträgen aus der Stiftung gedeckt werden. Soweit meine Gedanken.
    Ob ich anstelle der Stiftung ein Testament so formulieren kann, dass mein Wille auch noch über Generationen beachtet wird, bin ich mir nicht sicher. Daher der Gedanke an eine Stiftung.
    Gruß


    Altsachse

  • Mein Ansinnen ist es, das nicht irgendein angeheirateter Tunichtgut mein erarbeites Geld flugs auf den Kopf hauen kann.Ich möchte meinen Erben...

    Nur eine kurze Anmerkung: Der 'angerheiratete Tunichtgut' hat eh' keine Erbansprüche... (vgk. § 1374 BGB).

    'Es sei nicht immer zu verlangen, „dass der Inhalt gesetzlicher Vorschriften dem Bürger grundsätzlich ohne Zuhilfenahme juristischer Fachkunde erkennbar sein muss“.' (BVerfG, Beschl. v. 04.06.2012, Az.: 2 BvL 9/08)
    www.klausschlesinger.de.tl

  • Hallo @Schlesinger,
    aber in der Ehe haut er die von der Ehefrau ererbten Euro doch flugs auf den Kopf, auch wenn er selbst keine Erbansprüche hatte, da bin ich mir sicher. Das möchte ich gern vermeiden, da ich mir die Euros durch harte Arbeit verdient habe, und ich gerne an meine Familie erinnern möchte. Ich bin leider der Letzte der den Familiennamen trägt. Ich habe nur eine Tochter, und die hat bei der Heirat den Nahmen des Ehemannes angenommen.
    Ich bin mir sicher, dass meine Tochter meinen Willen akzeptiert, ich hoffe nur, spätere Generationen sehen das auch so.
    Ich werde meiner Tochter zur Auflage machen meine Münzsammlung für nachfolgende Generationen zu erhalten.
    Danke für Eure Mühe.
    Gruß


    Altsachse

  • aber in der Ehe haut er die von der Ehefrau ererbten Euro doch flugs auf den Kopf, auch wenn er selbst keine Erbansprüche hatte, da bin ich mir sicher.

    Neben der Auflage im Testament erscheint mir besonders wichtig, dass Sie noch zu Lebzeiten mit Ihrer Tochter über Ihre Absichten und Wünsche sprechen.


    Wenn Sie Ihrem Schwiegersohn zutrauen, dass er Vermögen seiner Ehefrau „auf den Kopf haut“, sollten Sie insbesondere in Gesprächen mit Ihrer Tochter dafür Sorge tragen, dass Ihre Tochter selbstbewusst mit Ihrem (künftigen) eigenen Vermögen umgehen lernt.


    Wie aus Ihren Beiträgen hier ersichtlich, haben Sie sich selbst ja eine Menge Wissen über Geldanlage erarbeitet und sind bisher auch stets gut mit Ihren Anlageentscheidungen gefahren. Diesen Erfahrungsschatz sollten Sie nicht mit ins Grab nehmen. Sprechen Sie so viel wie möglich mit Ihrer Tochter über Ihre Geldanlagen und wie Sie zu Ihren Entscheidungen kommen.


    Eine gut informierte und selbstbewusste Ehefrau ist der beste Schutz für den Vermögenserhalt, wenn der Ehemann zur Verschwendung neigt.

  • Hallo @muc,
    ich habe sicher dazu beigetragen, und den Anschein erweckt, mein Schwiegersohn sei ein Tunichtgut. Das ist aber nicht so. Er regelt die Finanzen seiner Familie recht ordentlich. Dabei hat er meine Ratschläge zur sinnvollen Anlage gut umgesetzt.
    Ich sehe einen Neuzugang in die Familie nur etwas skeptisch.
    Wenn die Neuzugänge sich bemühen, aus eigener Kraft auf die Beine zu kommen, sind meine Zweifel schon ausgeräumt.
    Das mit der Familienstiftung werde ich nun doch beiseite legen.
    Ich danke für die Unterstützung.
    Beste Grüße


    Altsachse

  • Ein interessantes Thema, mit dem ich mich auch grade indirekt etwas beschäftige- ein guter Freund von mit überlegt seit einiger Zeit eine Stiftung zu gründen, allerdings für einen gemeinnützigen Zweck . Er hat ausreichend Kapital dafür und bisher immer für bestehenden Organisationen gespendet bzw. zugestiftet und möchte sich jetzt aber konkreter engagieren. Das finde ich ziemlich klasse, so kann man dauerhaft und nachhaltig eine gute Sache fördern. Ich frage mich allerdings wie lukrativ eine Stiftung bei den heutigen Zinsverhältnissen noch ist ?
    Er hat demnächst auf jeden Fall einen Termin bei der Haspa, die bietet Unterstützung bei der Gründung einer eigenen Stiftung an ( http://www.haspa-hamburg-stift…macht/stiftungsgruendung/ ). Ich bin gespannt wie sich das entwickeln wird...
    Allerdings stimme ich zu, dass es in diesem konkreten Fall des TS eher weniger sinnvoll ist eine Stiftung zu gründen, auch wenn ich den Gedanken, dass der Familie etwas vom persönlichen Vermächtnis über bleibt sehr schön finde. In meiner Famile herrscht zum Glück ein starker Zusammenhalt und die Familiengeschichte wird schon seit längerem von einer Generation an die nächste weitergegeben, das gefällt mir persönlich sehr gut. Es ist doch irgendwie auch ein trauriger Gedanke, dass die übernächste oder die überübernächste Generation nichts mehr von einem selbst weiß...