Sterbegeldversicherung v.s. Riskolebensversicherung für Rentner

  • Ich habe einen nahen Verwandten ohne Kinder und Eltern. Da seine Rente zu gering ausfällt, wird er nach Verbrauch seines Vermögens Grundsicherung beziehen müssen. Im Falle seines Ablebens werde ich für die Kosten seiner Beerdigung aufkommen müssen. Dagegen würde ich mich gerne absichern. Bislang habe ich aber keine Versicherung gefunden, die eine (Risikolebens)versicherung für einen über 65jährigen abschließen möchte. Wie sollte man in so einem Fall vorgehen?

  • Hallo @RRuser,
    ich habe zwar nicht die passende Antwort für Ihre Frage. Aber für alle die noch etwas jünger sind, würde ich empfehlen, statt auf Sterbegeld- oder Risikolebensversicherung, lieber auf Fondssparen zu setzen. Meine Frau und ich sind beide schon gut betagt, und haben keine dieser Versicherungen. Unsere Fonds rentieren im langjährigen Mittel bei ca. 6%. Unsere Renten sind auch unterhalb des Durchschnitts. Trotzdem sind wir in der glücklichen Lage, nicht Grundsicherung beantragen zu müssen.
    Wir haben immer nach dem Motto gehandelt:"Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not".
    Entschuldigen Sie bitte, wenn mein Beitrag Ihnen persönlich nicht weitergeholfen hat. Aber ich bin mir sicher, Sie werden noch eine passende Antwort erhalten.
    Gruß


    Altsachse

  • Der Gedanken an die Vorsorge kommt leider etwas spät. In dem Alter wird sich kein Tarif mehr finden lassen, der die Gesamtkosten einer Versicherung im richtigen Verhältnis zu den Bestattungskosten setzt. Eine Risikolebensversicherung wird Ihr Verwandter nicht mehr bekommen, bei einer Sterbegeldversicherung werden Sie mehr bezahlen, als am Ende als Leistung zur Verfügung steht. Einzige Ausnahme, auch wenn es makaber klingt: Der Versicherte stirbt recht bald nach Ablauf der Wartezeit.


    In Ihrem Fall sehe ich nur die Möglichkeit des Sparens als kostengünstige Lösung an. Und auch wenn es kein leichtes Thema ist, sprechen Sie doch mit Ihrem Verwandten über seine Vorstellungen und Wünsche und versuchen Sie anhand dessen einen tragbaren finanziellen Rahmen zu finden.

    "One day your parents picked you up, sat you down, and never picked you up again."

  • Da seine Rente zu gering ausfällt, wird er nach Verbrauch seines Vermögens Grundsicherung beziehen müssen. Im Falle seines Ablebens werde ich für die Kosten seiner Beerdigung aufkommen müssen.

    Zunächst sollten Sie prüfen bzw. prüfen lassen, ob sie wirklich die Bestattungspflicht trifft. Wenn jemand mittellos verstirbt, kommt eventuell auch eine Bestattung auf Kosten der zuständigen Gemeinde in Betracht.


    Sterbegeldversicherungen können bei verschiedenen Anbietern auch noch bis zum Eintrittsalter 85 Jahre abgeschlossen werden. Allerdings wird in diesen Fällen häufig eine Wartezeit von bis zu drei Jahren obligatorisch sein. In der Wartezeit würden im Todesfall nur die Beiträge zurückerstattet. Dann kann man auch gleich monatlich einen Betrag auf die Seite legen und sich die Kosten der Versicherung sparen.


    Lassen Sie sich ein paar Vergleichsangebote ausrechnen. Meine Vermutung geht dahin, dass sich eine Sterbegeldversicherung nicht lohnt.

  • Hallo @RRuser,
    mir ist da noch etwas eingefallen. Ihr Verwandter oder Sie, fragen Sie doch mal beim zuständigen Sozialamt nach,wieviel Vermögen beim Antrag auf Grundsicherung Ihr Verwandter haben darf. Es gibt da den Begriff der Vermögensanrechnung.
    Wie hoch der ist, kann ich leider nicht sagen. Wenn es den Begriff gibt, kann es durchaus sein, Ihr Verwandter kann sich seine Beerdigung selbst finanzieren, indem er seinen Antrag auf Grundsicherung eher stellt, bevor sein Vermögen aufgebraucht ist.
    Ich gehe davon aus, dass Grunsicherung plus Rente für den weiteren Lebensunterhalt ausreichen. Dann würde das bis zum Grundsicherungsantrag ersparte Vermögen für die Beerdigungskosten erhalten bleiben.
    Ich hoffe, ich konnte weierhelfen.
    Gruß


    Altsachse

  • Hallo, ich bin gerade über das Stichwort Sterbegeldversicherung auf diesen Beitrag gekommen. Ich habe mich in letzter Zeit selber viel mit dem Thema auseinander gesetzt und mich letztendlich beraten lassen. Die Beraterin hat sich für mich Zeit genommen und mir meine Optionen verständlich dargelegt, sodass ich am Ende eine begründete Entscheidung treffen konnte. Ich kann es nur empfehlen, sich bei solchen Themen mit Fachkundigen zusammenzusetzen. Ich habe meine Beratung hier gemacht: https://www.monuta.de/sterbegeldversicherung/ und habe mich nicht gefühlt, als wolle mir jemand etwas aufquatschen. Außerdem findet man auf der Seite auch schon interessante Antworten. Mir konnte damit sehr geholfen werden.


    Beste Grüße,

    bleibt gesund!