Altersvorsorge: Riesterrente, Rürup und Entgeltumwandlung

  • Hallo,


    in Fragen der Altersvorsorge werden ich von einem MLP-Berater betreut, muss aber dennoch sagen, dass ich mir gerne die Meinung anderer einholen möchte.
    Zurzeit habe ich sogar zwei unterschiedliche Produkte, die dafür sorgen sollen, dass ich im Alter mein Lebensstandard aufrecht erhalten kann, und zwar, Riester und ein Kombiprodukt "Arbeitsunfähigkeitsversicherung und Altersvorsorge", sone Art Rürup. Jetzt wird mir noch zusätzlich eine weitere Art der Altersvorsorge nahegelegt - Entgeltumwandlung.
    Nun stellt sich bei mir berechtigte Frage, warum man gleich drei unterschiedliche Produkte haben soll?


    Wie ist eure Meinung dazu?


    Viele Grüße und Danke

  • MLP = Roter Alarm! Ich bin auch von denen beraten worden, habe gleichzeitig Riester und Rürup abgeschlossen, was völliger Quatsch ist. Auch die Kombi aus Berufsunfähigkeit und Rentenversicherung ist Quatsch. Die Produkte dort sind unfassbar teuer, ich hätte 94 Jahre werden müssen, um beim Rürup bei einer Fondsrendite von 3% wenigstens 1,1% Netto-Rendite zu erzielen.


    Zur Trennung von BU und RV hier ein Uraltartikel, wenn du googelst findest du hunderte andere: http://www.verbraucherzentrale…e-sollten-getrennt-werden


    Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich mich aufgrund der 10-tausende Euro, die du in das Produkt stecken wirst, an einen Honorarberater wenden. Oder einfach den Vorschlag von Finanztip befolgen und Indexfonds kaufen: www.finanztip.de --> Konto&Anlegen --> Altervorsorge --> Flexible Altersvorsorge

  • Ich kann mich @Oekonom und @chris2702 nur anschließen: Bei MLP geht bei mir gleich die Alarmglocke an!


    @Daniela: Überlege dir, ob du schon weißt, was du in den nächsten Jahren vorhast und welche Absicherung / Versicherung / Vorsorge du brauchst. Bei mir gilt der Grundsatz, nur das abzusichern, das ich nicht aus der "Portokasse" stemmen könnte. Bei der Altersvorsorge kann dir heute keiner sagen, wie sich zukünftig die Zinsen entwickeln und welche Rahmenbedingungen (Förderungen durch Staat etc.) gelten.


    Zum Thema Entgeltumwandlung:
    - Hier ist zunächst zu klären, ob du gesetzlich oder privat versichert und wie hoch dein Jahresbruttoeinkommen ist.
    -> Liegt das Bruttoeinkommen über der JAEG (Jahresarbeitsentgeltgrenze) lohnt sich i.d.R. die Entgeltumwandlung nicht, wenn du gesetzlich versichert bist und das auch bleiben willst. (Dann sparst du in der Einzahlphase / Anwartschaft keine Sozialversicherungsbeiträge, musst sie aber später entrichten).