Anfänger: Aufbau eines ETF-Fonds

  • Hallo liebe Community,


    Zu mir:

    ich bin 22 Jahre alt, im ersten Berufsjahr und möchte gerne mehr aus meinen erarbeiteten Geld machen. Dazu habe ich mich entschieden in ETF-Fonds zu investieren. Mein Anlagezeitraum beträgt ca. 15-30 Jahre (Altersvorsorge). Ich habe mich bereits seit einigen Wochen informiert, damit ich möglichst genau euch beschreiben kann, was meine Fragen sind. :) Ich möchte keine "Anlageberatung", ich würde mich lediglich darüber freuen, wenn mir jemand meine offenen Fragen beantworten könnte und mir eventuelle Fehler in meinem Gedanken aufzeigen könnte. Außerdem habe ich das Glück einen Finanzberater in meiner Familie zu haben (Daher Steuern in Lohnsteuer angeben kein Problem) , trozdem würde ich mich gerne vorher weiterbilden in Sachen Anlagestrategie. Außerdem schätze ich mich so ein, dass ich mit Kursfällen ganz gut zurecht komme, eventuell sogar noch Aktien nachkaufe, anstatt panisch alles mit Verlust zu verkaufen.


    Zu meinem Plan:

    Der Plan ist es, für das alter vorzusorgen. Herr Blüm sagte einmal "Die Rente ist sicher!". Damit hat er vielleicht auch recht, aber die Höhe der Rente ist definitiv nicht sicher. Ich würde gerne 100€ pro Monat in ETF-Fonds investieren, dafür habe ich mir ein Depot bei Flatex eingerichtet. Über ETF-Sparpläne möchte ich kaufen:


    50% MSCI World - Syntetisch Swap -Thesaurierend
    25% MSCI Emerging Markets - Syntetisch Swap - Thesaurierend
    25% Rentenfonds mit EU Staatsanleihen


    Begründung:
    MSCI World - Breite Streung, Steuereinfach

    Gedanke: Wäre ein Ausschüttender Fonds nicht besser, da Pauschbetrag nicht ausgereizt wird und letzendlich dadurch Steuern gespart werden können ? Die Kaufgebühr würde ich dabei vernachlässigen.



    MSCI Emerging Markets - Breite Streung der Schwellenländern. Chance auf größere Rendite.

    Gedanke: Genau das selbe wie bei MSCI World.



    Rentenfonds - Sicherheit für das Depot


    Gedanke: Ich weis, die Rentenfonds sind ein eventuelles Risiko, wobei ich mir aber denke, dass die Zinsen noch Jahre lang so niedrig bleiben werden und falls sie steigen sollten, werden durch die monatlichen Raten höhere Verzinste Anleihen gekauft.



    Ich hoffe ich habe alles halbwegs gut beschrieben und würde mich Kommentare freuen! Falls noch Fragen offen sind, einfach Fragen. :thumbup:


    Beste Grüße,
    Shifty

  • Wäre ein Ausschüttender Fonds nicht besser, da Pauschbetrag nicht ausgereizt wird und letzendlich dadurch Steuern gespart werden können ?

    Hier scheiden sich wohl die Geister. Finanztip und Finanztest bevorzugen die thesaurierende Tranche, weil es einen gewissen Zinseszinseffekt gibt. Dafür hast du aber die komplizierte steuerliche Behandlung an der Backe und das über viele Jahre - auch bei den swapbasierten Fonds. Daher bin ich ein Freund der ausschüttenden Tranchen. Damit ist das steuerliche Thema mit der Ausschüttung und Steuerabzug einmal für alle Mal erledigt. Und auch wenn nun durch die anstehende Reform der Besteuerung von Investmentsfonds und ETF wieder einmal alles besser werden soll - bei Einführung der Abgeltungsteuer war auch u.a. das Ziel, dass keine "normaler" Sparer mehr eine Anlage KAP abgeben müssen.....Pustekuchen!


    Ich weis, die Rentenfonds sind ein eventuelles Risiko, wobei ich mir aber denke, dass die Zinsen noch Jahre lang so niedrig bleiben werden und falls sie steigen sollten, werden durch die monatlichen Raten höhere Verzinste Anleihen gekauft.

    Auch hier scheiden sich wohl die Geister. Ich persönlich bin noch in Rentenfonds investiert, aber fast nur noch in Unternehmensanleihen. Zum einen bringen die Staatsanleihen kaum noch Zinsen, zum anderen sind die Verschuldungsquoten bei manchen Staaten für mich ganz persönlich viel zu hoch - da bevorzuge ich lieber bonitätsmäßig bessere Unternehmen oder ich laufe zumindest bei Unternehmen nicht in die Gefahr, dass es irgendwann mal zu einem "Kapitalschnitt" kommt. Zumindest nicht aus staatlicher oder politischer Willkür.


    Und schau dich einfach noch ein bisschen hier um, es gibt diverse Themen, in denen ähnliche Fragen schon oft diskutiert wurden, zB hier:Wie sieht Euer ETF Depot aus? - Seite 3 - Geldanlage - Finanztip-Community

  • Meine 50 cent: Du bist sehr jung. Erstmal halte ich eine ETF Anlage für viiiiel sinnvoller als jede Versicherung (Leben-, Riester-). Etc. Da machst du also aus meiner Sicht alles richtig. Aber: Du wirst noch viele "Konsumwünsche" haben. Umzüge. Urlaube. Auto. Hochzeit. Kinder. Hauskauf Etc. Manches notwendig (Umzug wegen Jobwechsel), manches Luxus aber schööön (Fernreisen). Vermutlich alles binnen 15 Jahren. Ich kann dir nur empfehlen, ein sattes fünfstelliges Budget zu haben, um wirklich (!) nicht binnen 15-30 Jahren an das ETF Budget ran zu müssen. Also lieber ein paar tausend mehr flexibel halten und dafür die ETF Anlage als "unantastbar" definieren.

  • Meine 50 cent: Du bist sehr jung. Erstmal halte ich eine ETF Anlage für viiiiel sinnvoller als jede Versicherung (Leben-, Riester-). Etc. Da machst du also aus meiner Sicht alles richtig. Aber: Du wirst noch viele "Konsumwünsche" haben. Umzüge. Urlaube. Auto. Hochzeit. Kinder. Hauskauf Etc. Manches notwendig (Umzug wegen Jobwechsel), manches Luxus aber schööön (Fernreisen). Vermutlich alles binnen 15 Jahren. Ich kann dir nur empfehlen, ein sattes fünfstelliges Budget zu haben, um wirklich (!) nicht binnen 15-30 Jahren an das ETF Budget ran zu müssen. Also lieber ein paar tausend mehr flexibel halten und dafür die ETF Anlage als "unantastbar" definieren.


    Hallo Chris,
    danke für die Antwort! Ich besitze bereits 4K auf der hohen kannte für Notfälle. Dieser Wert wird monatlich weiter angespart. Außerdem habe ich noch 2 weitere sparkonten, auf denen jeweils monatlich auch noch 100€ draufgehen. Der ETF-Fonds würde für mich wirklich als unantastbar deklariert werden. :)

  • Hallo @Shifty,
    willkommen im Forum.
    Meine persönliche Meinung, ETF MSCI-World reicht erst mal aus. Ich finde die Emerking Markets sind zu risikovoll, habe mir da in der Vergangenheit die Finger verbrannt. Das mit dem Rentenfond würde ich derzeit noch auf die lange Bank schieben, bis sich Rentenfonds wieder besser rentieren. Eine Überlegung währe auch ein guter gemanagter Fond, bei mir haben diese neben ETFs eine Berechtigung.
    Zu Steuerproblemen kann ich derzeit wenig sagen, da ich im Moment keine Einkommensteuer zahle. Die Beobachtung der Fonds und gelegentliches Anpassen halte ich für sinnvoll. Dabei ist zu beachten, das jede Umschichtung ein Verkauf der umzuschichtenden Depotposition ist. Dabei generiert man steuerrelevante Einkünfte. Damit kann man Freigrenzen ausnutzen. Bei Dir wird das der Sparerfreibetrag sein, bei mir ist es die Steuerfreigrenze. Diese habe ich jetzt am Jahresende so aufgefüllt.
    Noch Fragen ?
    Gute Anlageerfolge wünscht


    Altsachse


  • Guten Morgen @Altsachse
    danke für deine Antwort. Mich würde es sehr interessieren inwiefern du dich an den Emerging Markets verbrannt hast, damit ich auch mal ein Einblick bekomme, was eventuell schieflaufen könnte. Ist der Kurs stark gefallen und du hast mit Verlust verkauft ?


    Ich glaube eine 1A-Strategie im Bezug auf Aktien gibt es nicht, es kann immer etwas schief laufen. Ich glaube eine Einbruch ist ein Grund noch mehr davon zu kaufen.

  • Meinem Verständnis nach waren die Emerging Markets für eine Weile die heimlichen Hoffnungsträger am Aktienmarkt. BRIC. Eastern Europe. Südostasien. Viele haben erwartet, dass sich diese Länder besser entwickeln als der Durchschnitt. Langfristig haben sie schlechter performt. Ich hatte selbst einen Osteuropa Fonds. Erst lief er, dann kam die Ukrainekrise u.a. und er brach ein. Was in der Zukunft passiert, weiß niemand. Du kannst wetten und den MSCI Thailand kaufen. Oder dich breit aufstellen und mit der globalen Marktperformane "begnügen". Letzteres mache ich...

  • Hier scheiden sich wohl die Geister. Finanztip und Finanztest bevorzugen die thesaurierende Tranche, weil es einen gewissen Zinseszinseffekt gibt. Dafür hast du aber die komplizierte steuerliche Behandlung an der Backe und das über viele Jahre - auch bei den swapbasierten Fonds. Daher bin ich ein Freund der ausschüttenden Tranchen. Damit ist das steuerliche Thema mit der Ausschüttung und Steuerabzug einmal für alle Mal erledigt. Und auch wenn nun durch die anstehende Reform der Besteuerung von Investmentsfonds und ETF wieder einmal alles besser werden soll - bei Einführung der Abgeltungsteuer war auch u.a. das Ziel, dass keine "normaler" Sparer mehr eine Anlage KAP abgeben müssen.....Pustekuchen!

    Hallo Oekonom,
    soweit ich verstanden habe, ist die versteuerung bei syntetisch thesaurierenden mit Domizil im Ausland ETF-Fonds kein Problem, da sie keiene ausschüttungsgleichen Erträge sind. Man muss sie nur bei Verkauf einmal versteuern.

  • Hallo @Shifty


    erstmal kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen. Das sind sehrvernünftige Gedanken, die Du Dir gemacht hast. Den einen richtigen Weg gibt es, wie Du ja auch selber erkannt hast, nicht. Und der von Dir angedachte ist sicherlich einer der "richtigeren".


    Ich persönlich habe eine sehr klare Meinung zu den Emerging Markets, nachzulesen hier.


    Was die Rentenfonds angeht: Wenn das Dich besser schlafen lässt, weil Du das gute Gefühl hast eine relativ sichere Bank im Portfolio zu haben, dann go for it. Aus Rendite-Gesichtspunkten gibt es momentan wenig was dafür spricht.


    Cheers & guten Anlageerfolg,
    Elias


  • Hallo @elijah2807


    danke für deine Antwort, da ich jetzt doch schon ein paar Stunden über "Emerging Markets" nachgelesen habe und du jetzt auch noch dein Post verlinkt hast (Der übringeds super geschrieben ist, vorallem für Anfänger leicht verständlich!) werde ich vorerst nicht in diesen investieren. Auch bei den Rentenfonds werde ich das geschehen erstmal weiter beobachten, nicht das ich bei ansteigender Zinsen dumm aus der Wäsche gucke. :rolleyes:


    Was mich jetzt noch wurmt, ist, ob ich einen thesaurierenden oder ausschüttenden und syntetisch oder physisch nehme. Aber ich denke dass muss ich für mich ganz alleine entscheiden ^^


    Ich bedanke mich aufjedenfall bei allen die mir geantwortet haben! Hat mir sehr viel weiter geholfen und in manchen Dingen die Augen geöffnet. Ich muss noch viel lernen, aber ich denke, ich bin auf den richtigen Weg !


    Wünsche allen ein gutes (vorallem finannziell :D ) erfolgreiches neues Jahr.


    Beste Grüße,
    Shifty

  • Hallo @Shifty,
    ich hatte einmal Fonds aus Fernost, Emerging Markets, Indien und Brasilien. Ich hatte mir steigende Kurse versprochen. Leider kam es anders, und ich habe dann irgendwann die Reissleine gezogen und mit Verlußt verkauft. Ich muß dazu sagen, ich hatte damals noch keinen PC und kein Internet, mein Finanzwissen war dadurch noch etwas begrenzt. Das erhöhte Risiko habe ich somit zu spühren bekommen, und gebranntes Kind scheut das Feuer.
    Bei einen ETF MSCI-World ist das Risiko nicht etwa niedrig, denn das sind 100% Aktien. Aber man kann nicht wesentlich unter den MSCI-World abrutschen. Und die Gier ist ein schlechter Ratgeber.
    Die Entscheidung liegt aber nur bei Dir, denn Du mußt damit leben. Um nach einen Einbruch nachkaufen zu können, muß man auch noch Geld haben das man anlegen kann.
    Gruß


    Altsachse

  • soweit ich verstanden habe, ist die versteuerung bei syntetisch thesaurierenden mit Domizil im Ausland ETF-Fonds kein Problem, da sie keiene ausschüttungsgleichen Erträge sind. Man muss sie nur bei Verkauf einmal versteuern.

    In der Theorie ist das richtig, in der Praxis klappt das leider nicht immer, weil auch die synthtischen Fonds gelegenlich mal ein paar ausschüttungsgleiche Erträge erzielen. Dann hast du die gleiche (steuerliche) Arbeit wie bei einem physisch replizierenden Fonds. Hinzu kommt, wenn man der von dir gemachten Aussage "blind" vertraut, weil sie ja in diversen Medien hartnäckig verbreitet wird, dann übersieht man ggf die einzelnen wenigen Jahre, in denen es doch erklärungsbedürftige Erträge gibt und damit ist - zumindest formal - deine Steuererklärung an dieser Stelle möglicherweise falsch.


    Ferner:

    Man muss sie nur bei Verkauf einmal versteuern.

    Das ist richtig, was aber viele vergessen, du musst dann ggf auf Nachfrage vom FA nachweisen, dass du den Fonds in den Vorjahren immer korrekt versteuert hast. Viel Spaß, wenn du den Fonds zur Altersvorsoge 30 Jahre gehalten hast. Steuerliche relevant sind natürlich nur die letzten 10 Jahre, aber wenn du die Unterlagen nicht sauber aufbewahrt hast, dann kostet dich das Organisieren viel Zeit und ggf auch Geld - womit der Zinseszinseffekt schon wieder an Attraktivität verliert. Wenn du dann auch noch einen Steuerberater brauchst, weil du in einzelnen Jahren doch was hättest erklären müssen (siehe oben) dann ist der vermeintliche Vorteil des Zinseszinseffekts durch zusätzliche Kosten endgültig beim Teufel.


    Lange Rede, kurzer Sinn: ich will dir die synthetischen Fonds nicht madig machen, du solltest vor einer Entscheidung nur alle relevanten Fakten kennen ;)

  • Lange Rede, kurzer Sinn: ich will dir die synthetischen Fonds nicht madig machen, du solltest vor einer Entscheidung nur alle relevanten Fakten kennen


    Kein Sorge, du redest die synthetischen Fonds nicht madig, im Gegenteil, finde es super dass du auch auf mögliche Probleme aufmerksam machst ! Ich bin nur leicht irritiert, durch das neue Gesetz 2018 soll ja eh alles gleich versteuert werden. Bin stark am überlegen, ob nun synthetisch oder physisch mehr sinn macht. Wie gesagt, die Steuererklärung wird kein Problem sein, da ich einen Finanzberater in der Familie habe, der dass kostenlos mit mir macht. Von daher könnte ich auch physische nehmen.


    Hier habe ich viel drin gelesen:
    Investmentsteuergesetz: jährliche Abgeltungssteuer auf synthetisch-thesaurierende ETFs - Steuern sparen - Finanztip-Community

  • Ich bin nur leicht irritiert, durch das neue Gesetz 2018 soll ja eh alles gleich versteuert werden.

    Manchmal sieht man auch den Wald vor lauten Bäumen nicht. Will sagen, lass dich nicht von meiner Detailverliebtheit irritieren. Fang einfach mit den Produkten an, mit denen du dich wohl fühlst und achte einmal im Jahr auf die steuerlichen Implikationen. Wenn wir dann alle wissen, wie die Investmentsteuerreform tatsächlich in der Praxis funktioniert, kann man seine Fonds ja entsprechend anpassen, sollte es "optimalere" Möglichkeiten geben. Das Umschichten bei den ETF kostet ja nicht die Welt. Außerdem wird ein junger Hupfer wie du möglicherweise so oder so sein Portfolio immer wieder mal anpassen, aus wirtschaftlichen, strategischen oder sonstigen Gründen. Also wichtig ist, einfach mal den ersten Schritt zu tun.

  • Guten Morgen,


    ich hätte zu dem Thema doch nochmal eine Frage. Ich habe mich nochmal auf verschiedenen Blogs schlau gelesen, und da wird stark darüber diskutiert, ob es sich lohnt mit Anfang 20 in Aktien zu investieren. Die einen sagen ja, die anderen nein. Ich für mich persöhnlich würde gerne ein passives einkommen über viele Jahre aufbauen. Ich habe alle kosten im Monat gedeckt, auf ein Tagesgeldkonto fließt regelmäßig geld zur sicherheit, wichtige Versicherungen wie Berufsunfähigkeit besitze ich, für mich zum ausgeben habe ich genug und habe trozdem noch Geld über. Wäre es da nicht klug, den Betrag von 100-150€ in 2xAusschüttende-ETF's zu stecken ?


    Gefunden hätte ich da:


    iShares DivDax UCITS ETF (DE)
    iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE)


    Beide sind in Deutschland aufgelegt (Steuereinfach) und kostenlos bei Flatex besparbar.
    Da würde ich natürlich den Freistellungsauftrag beantragen, sodass ich keine Steuern dafür abgeben muss.


    Mich würden eure Meinungen zu dem Plan interessieren.



    Beste Grüße,
    Shifty

  • Hallo @Shifty,
    Wenn Du von Aktien schreibst, meinst Du sicher Aktienfonds. Dazu mein eindeutiges "Ja".
    Von direkter Aktienanlage würde ich nämlich abraten. Denn um da eine vernünftige Streuung zu bekommen benötigt man doch recht viel Geld.
    Noch ein Vorschlag von mir währe ein ETF auf den MSCI-World. Dieser wird auch von Finanztip als Basisfonds für die Geldanlage empfohlen.
    Zu den Steuern, um die ja kaum einer kommt, währe zu sagen : Ab 2018 wirkt das neue Investmantsteuergesetz. Ab dann müssen auch deutsche Fonds 15% Körperschaftsteuer zahlen. Dadurch werden die Erträge geringer sein. Als Ausgleich gibt es für Steuerzahler einen Abschlag bei der Abgeltungssteuer. Aber das macht dann die Depotbank für Dich.
    Einfach anfangen und sehen wie es läuft, Korreturen sind ja immer möglich.
    Gruß


    Altsachse


  • Hallo @Altsachse,
    ich meine natürlich die Aktienfonds :)
    Zu den Steuern: Habe ich das richtig verstanden, dass mit dem neuen Gesetz auch der Freibetrag von 801€ außer Kraft gesetzt wird ? Bis zu dem Betrag den ich aus Dividenden generieren würde, müsste ich doch keine Steuern bezahlen müssen, oder ?

  • Hallo @Shifty,
    nein, der Sparerfreibetrag bleibt bei 801€, dafür wird keine Steuer fällig. Aber mit dem neuen Gesetz wird es geringere Erträge geben, weil die Fonds Steuern abführen müssen. Unterhalb der 801€ zahlt man keine Abgeltungssteuer, hat dann aber auch keinen Rabatt auf die Abgeltungssteuer, durch die Körperschaftssteuer, die der Fonds zahlen muß.
    Mir geht es mit meiner NV-Bescheinigung auch so.
    Ich sehe dieses Gesetz deshalb für sozial unausgewogen, aber erst mal wirken lassen. Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Trotzdem vertraue ich darauf, dass noch eine ordentliche Rendite übrig bleibt.
    Gruß


    Altsachse

  • Guten Morgen,


    ich hätte zu dem Thema doch nochmal eine Frage. Ich habe mich nochmal auf verschiedenen Blogs schlau gelesen, und da wird stark darüber diskutiert, ob es sich lohnt mit Anfang 20 in Aktien zu investieren. Die einen sagen ja, die anderen nein.

    Ich kann nur wiederholen, was ich am 27.12.2016 geschrieben habe. Du wirst tausend Wünsche in den nächsten 10-15 Jahren haben und diese solltest du mit Mitteln erfüllen, die nicht aus deinem Aktiendepot kommen.


    Am 27.12. schriebst du, dass du 4000 Euro auf der hohen Kante hast. Aktuell mag dich das beruhigen, wenn du erstmal ein paar Jahre im Job bist, vielleicht Familie hast, oder ein Haus bauen willst, wirst du in völlig anderen Dimensionen denken. Daher, ja, du kannst natürlich in Aktien investieren, aber du solltest oberste Prio auf verfügbares Kapital legen, denn wenn du ans Aktienkapital musst, weil dein Auto repariert werden musst, hast du definitv falsch geplant.