Fondsanlagen

  • MMn ist das unabhängig, da bis zum ex-Tag die Ausschüttung im NAV des Fonds enthalten ist. Prüfe mal en Kursverlauf um die früheren Ex-Tage, da sollte der Unterschied von einem auf den anderen Tag i.w. die Höhe der Ausschüttung sein. Anders ist das bei Aktien, bei denen es den Effekt gibt, dass der Ex-Betrag oft nicht in voller Höhe in einen Kursrückgang endet.

  • Danke für den Hinweis. Hab mal geschaut, ob sich da viel tut. Mir sind keine extremen Schwankungen aufgefallen.
    Dann ist es in der Regel egal, wann ich verkaufe. Vor oder nach der Ausschüttung. Dann eher schauen, wie ist der Kurs allgemein. Hoch oder niedrig.



    Ein Bankberater hat das mal zum Kauf eines Immobilienfonds gesagt. Er würde erst nach der Ausschüttung kaufen, weil
    vor der Ausschüttung die Kurse höher sind.

  • Er würde erst nach der Ausschüttung kaufen, weil vor der Ausschüttung die Kurse höher sind.

    Das ist natürlich richtig, für eine Anlageentscheidung bringt dich diese Aussage alleine auch nicht weiter.


    Sinnvoll kann es trotzdem sein und zwar aus folgendem Grund:


    Wenn du kurz vor der Ausschüttung kaufst, musst du im Allgemeinen trotzdem die volle Ausschüttung versteuern. Der kannst du zwar den beim Kauf bezahlten Zwischengewinn entgegenrechnen, aber manchmal sind die Zwischengewinne deutlich niedriger als die steuerpflichtige Ausschüttung. Und so hast du - zumindest kurzfristig - mehr Ertrag versteuert, als tatsächlich über die Haltedauer verdient. Das korrigiert sich dann erst beim Verkauf der Anlage.

  • Ein Bankberater hat das mal zum Kauf eines Immobilienfonds gesagt. Er würde erst nach der Ausschüttung kaufen, weil
    vor der Ausschüttung die Kurse höher sind.

    Klar so machen, sofern nicht 1. die Ausschüttung wegen Freibetrag steuerfrie ist und 2.automatische kostenfreie Wiederanlage erfolgt

  • Ja, §255 KAGB, wie Du letztes Jahr richtig geschrieben hast ;-) http://www.gesetze-im-internet.de/kagb/__255.html


    Das Wort "dann" ist übrigens zu hart, man kann innerhalb der 24 Monate schon mit 12 Monaten Frist kündigen, d.h am Ende der 24 Monate zurückgeben.


    Ferner bezieht sich die Aussage auf die Rückgabe an die KAG, börslicher Handel ist natürlich möglich. Beim UniImmo habe ich gesehen, dass es dort an der Börse einen höhren Rücknahmepreis als bei der KAG gibt. In einer Krisenzeit für den Fonds wird das natürlich nicht so sein. Bei meinem in Abwicklung befindlichen Fonds ist der gehandelte Preis rund 20% unter dem Rücknahmewert.

  • m Moment kaufe ich LU0198959040, DE0009848077, DE0009797639 (nicht ganz flexibel), LU0216092006 sowie noch zwei Aktienfonds DE000A1JSWP1 und DE0009848119. Noch lieber kaufen würde ich LU0323578657 und LU0323578491, habe aber schon zu viel bei FvSAG im Sinne eines Klumpenrisikos, deswegen haben ich u.a. zum Jahreswechsel umgestellt.

    Habe gerade die Halbjahresauswertung gemacht. Speziell der LU0216092006 und DE000A1JSWP1 liefen sehr gut, der DE0009797639 war eine Enttäuschung, kommt mMn vom starken, nicht gehedgten Fokus auf Growth im Dollar-Raum.


    Die zwei erstgenannten bleiben auf der Kaufliste, neue wurden hinzugefügt. Die aktuelle Liste:


    LU0376514351
    DE000A1H72F1
    DE000A1XDX79 (als Ersatz für den DWS Top Dividende in der Dividendenstrategie)
    DE000A1JSWP1
    DE0009777003
    LU0216092006


    Zum systematischen Ansatz (nicht kompatibel mit den Finanztip-Empfehlungen)


    Ich kaufe gemnenagte Fonds, und zwar aggresive und flexible Mischfonds, die den Aktienanteil aktiv steuern, sowie dividendenorientiere Fonds.
    Kriterien sind die Drei-Jahres-Performance, da diese inzwischen ein Tal in Gestalt des Zeitraums Sommer 2015 bis Herbst 2016 mit enthält, im Vergleich zur Kurzfrist-Performance des 1. Halbjahrs.
    Das Ganze schaue ich bei Mornigstar an und wähle dort vorzugsweise Fonds mit 5 und 4 Sternen. Parallel schaue ich in den Euro Best Buy wegen der Fondsnote (jeden Monat als Beilage im Euro-Heft) sowie andere Geldzeitschriften, z.B. Focus Money 29/17 S.44.
    Natürlich nehme ich nur Fonds, die ich über meine Fondsplattform / meinen Fondsvermittler ohne Transaktionskosten und ohne Ausgabeaufschlag beziehen kann. Auch das Cashback der Halteprovision beziehe ich im Zweifel ein, war jedoch aktuell kein Kriterium, da die Abstände groß genug waren.

  • Ich kaufe gemnenagte Fonds, und zwar aggresive und flexible Mischfonds, die den Aktienanteil aktiv steuern, sowie dividendenorientiere Fonds.

    Wobei die genannten Fonds in meinen Augen ganz überwiegend mehr Aktien- als flexible Mischfonds sind, weil in der Regel schon der Name eindeutig auf Aktienfonds hindeutet (Deutsche Aktien Total Return) oder die Strategie klar den Fokus auf Aktien legt. Und wenn ein (Misch-)Fonds mindestens 75% in Aktien anlegt, ist der Unterschied zu einem reinen Aktienfonds, der die Investitionsquote aktiver steuert, kaum mehr gegeben.


    Welche der Fonds sind in deinen Augen tatsächlich flexibel bzw. haben das in der Vergangenheit auch gelebt, so wie zB der FvS Muliple Opportunities?

  • Nein ;-) Aber ich verstehe den Punkt gut. Die genannten Fonds sind so gewählt, weil sie in den Beschreibungen bzw. im Handeln genau die Flexibilität versprechen. Dem widerspricht derzeit ein hoher Aktienanteil nicht.


    Der Deutsche Aktien Total Return hat z.B. derzeit "nur" 60% Aktien. Auch der Ex-Astra jetzt DWS Concept DJE kann bis zu 40% nicht-Aktien nehmen, hat aber aktuell fast 100%.


    Von FvS habe ich halt schon zu viel sowie insgesamt einen zu geringen Aktienanteil. Den fahren wir durch die Aktion um ca. 7 Prozentpunkte hoch.


    Von M&G gibt es noch so Multi-Asset-Lösungen, allerdings ist mir dort der mögliche Aktienanteil zu gering, speziell mit Hinblick auf perspektivisch steigende Zinsen.

  • ok, verstehe. Gerade bei DJE passen die Namen leider nicht immer zur gelebten Strategie. Daher gefällt mir dort der Zins & Dividende sehr gut. Für sehr dynamische Anleger ist der natürlich nichts, weil die Aktienquote auf 50 Prozent begrenzt ist.


    M&G gefällt mir auch, aber ich sehe da dasselbe Problem wie du.


    Mir gefallen noch:


    -Ampega Balance 3 (WKN: A0MUQ3), TER: 0,45, weil man die institutionelle Tranche kaufen kann


    - Invesco Pan European High Income (WKN: A0J20D),


    - WHC Global Discovery (WKN: A0YJMG)

  • Mein Sparplan für 2017 läuft im Dezember planmäßig aus. Ich habe für meine Umschichtungen ab Dez sowie die Sparpläne für meine Kinder meine Kaufliste aktualisiert. Drei bleiben auf der Liste, zwei neue habe ich testweise hinzugefügt, da schaue ich in einem halben Jahr wie sie über den Winter gekommen sind. Die Dividendenstrategie fällt von Kaufen auf Halten, da ich weder mit dem aktuellen Fonds noch den beiden Vorgängern so richtig zufrieden war. Weiter reduzieren werde ich anleiheorientierte Fonds mit HInblick auf das Auslaufen der Anleihekäufe bzw. der US-Zinswende.


    Bevor Diskussionen aufkommen: Da ich schon etwas älter bin bzw. die Anlage meiner Kinder für deren Ausbildung gedacht ist stehen bei mir Sicherheitsüberlegungen mit im Raum, so dass ich kein ungesichertes ETF-Investment durchführe. Von der Rendite her liege ich trotzdem im Bereich eines Portfolios 70% MSCI World auf EUR-Basis / 30% Tagesgeld.


    Die aktuelle Liste


    LU0376514351
    DE000A1H72F1
    DE000A1JSWP1
    LU0350239504 neu
    DE000A1WZ2J4 neu


    Für den von @Oekonom genannten WHC Global Discovery stelle ich eine Kaufanfrage an meinen Fondsvermittler, da dieser Fonds wegen Cash Stops nicht normal kaufbar ist.

  • @Kater.Ka


    ich habe beim WHC nicht mehr nachgekauft, aber bei der Comdirect scheint der Fonds noch zu laufen. Es gibt auch keinen harten Cash Stop, sondern eher ein etwas willkürliches Soft Closing, nur etwas strikter als beim Frankfurter Aktienfonds.


    Du hast ja alternativ schon den SPSW Multi Asset aufgeführt. Wenn du dir die Portfolios ansiehst, kannst du erkennen, dass die Fonds sehr ähnlich sind. Der Multi Asset ist etwas defensiver und liquider, weil der Fonds damit besser in das "Depot A" von Banken passt. Der WHC tummelt sich teilweise in engen Märkten. Ich glaube, der Fondsmanager macht das mit sehr viel Bedacht, aber gelegentlich erinnert mich der Fonds ein bisschen an Kurt Ochners "Special German Stock Fund".
    Zur Erinnerung: Der Special German Stock Fund erzielte unter Ochners Führung von 1996 bis 2000 eine Wertsteigerung von über fünfhundert Prozent....bevor er abstürzte.....

  • haben also deine Fonds die Rendite (abzüglich der Gebühren) doch die ETFs schlagen können?

    Du studierst doch? Also machen wir mal eine akademische Übung. Es kommt bei der Geldanlage am Ende nur auf die Rendite an, Kosten spielen im Vergleich keine Rolle, weil diese vorab bei der Renditeberechnung abgezogen wurden. Bei aktiven Fonds gibt es für mich als Anleger keine Kosten, da man keine Ausgabeaufschläge zahlt wenn man es richtig macht, je nach angelegtem Volumen und/oder Verhandlungsgeschick auch keine Depotgebühr. Wenn man es richtig gut macht bekommt man anteilig die Halteprovision erstattet. Bei ETF gibt es das Depot i.d.R. kostenlos, über Sparplan die Transaktionen weitgehend kostenlos. In erster Näherung genügt also die Rendite zu vergleichen, da auf Anlegerebene keine Kosten entstehen.


    Was ist die Benchmark? Risiko bei der Geldanlage wird i.w. durch den Aktienanteil definiert. Daher wird man bei den ganzen Robos erst mal zur Risikoneigung befragt und dann in eine Klasse eingeteilt. Ich bin ein Kandidat für rund 70% Aktienanteil. Wenn ich also den üblichen Empfehlungen folge würde ich 70% in einen breit anlegenden Welt-ETF und 30% in Tages- und Festgeld anlegen. Das hat über die letzten drei Jahre, genauer seit 01.01.15 bis 31.03.18 rund 19% gebracht (Plausibilität lt. Just ETF Weltportfolio 70 21%, Kommer 2011 16%).


    Die gemanagten Mischfonds-Dickschiffe liegen bei 17-20%. Fazit: den großen Nachteil der aktiven Fonds auf Anlegerebene kann ich nicht erkennen.

    Wärst du so lieb mir zu erklären, wieso Fonds sicherer sind als ETFs

    Das sind sie per Definition nicht. Ich leiste mir jedoch den Luxus sog. vermögensverwaltende Fonds zu kaufen, die den Schutz des Vermögens des Anlegers im Blick haben (sollten). Das kann man durch Steuerung der Aktienquote oder Absicherungsgeschäfte machen. Einige meiner Fonds haben derzeit daher eine deutlich geringere Aktienquote. Das kostet natürlich Rendite, allerdings - s. Vergleich oben - anscheinend aber nicht so viel wie vermutet.


    Wenn Du mal schauen möchtest wie so was gemacht wird isr der Blog des Fondsmanagers der aktiven ETF ETF750 bzw 751 ganz interessant. Er versucht gegenüber einer nicht abgesicherten Dividendenstrategie nach oben zu 3/4 dabei zu sein und nach unten nur zu 1/2. https://www.etf-comstage.de/etf75alpha/


    Meine weitergehende Motivation ist dass ich geschätzt 30 Jahre weniger Zeit habe mich von Verlusten zu erholen. Sowohl der MSCI World, DAX Kursindex und Stoxx600 hatten 2000 und 2008 ihre Halbierung und entsprechend lange gebraucht sich zu erholen. DAX Kursindex und Stoxx600 liegen unter ihrem 2000er-Wert. Darum habe ich keine Lust mich an großen Abwärtsstrecken vollständig zu beteiligen.

  • Du studierst doch?

    Ich studiere weder Wirtschaftswissenschaften noch Aktienkunde.
    Und wir jungen Leute von heute, lernen ja nicht Mal mehr in der Schule die Grundlagen. Verzeih mir also bitte mein Nichtwissen. ;-)
    Danke fürs Erläutern! Also bisher bin ich mit der Performance meiner ETF nicht zufrieden. Ich habe diese vor einem Jahr gekauft und aktuell liegen sie sogar unter dem Preis zu dem ich sie gekauft habe. Ich habe zum Glück noch lange (hoffentlich) Zeit und kann warten, bis sie Mal wieder im Plus sind, aber so wie ich das aktuell einschätze steht jetzt durch die Zinserhöhungen eher, vielleicht sogar für 10 Jahre, ein Abschwung an. Und meine Abwarte-Strategie ist für mich schwerer durchzuhalten als gedacht, mir stresst das irgendwie sehr, immer Sorge zu haben, dass ich am Ende Verlust mache. Daher überlege ich doch in gemanagte Fonds zu wechseln, wo ich mir einreden kann, dass noch jemand anderes nach dem rechten sieht ^^


    PS. Ich finde die Darstellung der Wertentwicklung in % auch sehr irreführend. Es steht z. B. dann da, dass meine ETF 16, 17 % in dem letzten Jahr gemacht hätten, dabei sind sie schon seit Wochen weniger Wert, als vor einem Jahr. Es gab nur ganz kurzzeitige Spitzen.


    In jedem Fall viele Dank für deine Hinweise. Werde ich mir mal durchlesen.