Flatex führt Negativzinsen ein

  • Ja das ist richtig!

    Vielen Dank für die Antwort!


    Sind Sie sich sicher??


    Hintergrund:


    Die Mitarbeiterin an der Hotline war sich nämlich nicht sicher!


    Sie meinte es wäre sogar wahrscheinlich, dass trotzdem Strafzinsen anfallen.


    Mit folgender Begründung:


    Am 15. eines Monats wird der Betrag eingezogen.


    Es könnten aber danach wohl erst paar Tage vergehen, bis es zum tatsächlichen Kauf der Fondanteile kommt.
    In diesen zum Beispiel 2 oder 3 Tagen würde der Betrag wohl auf dem Cashkonto liegen und es werden evtl. Strafzinsen fällig ....

  • Ich frage mich, warum Flatex diesen Schritt unternimmt. Ich meine... ihre Kunden haben wohl offensichtlich zu viel Cash auf den Konten liegen. Aber anstatt diese mal mit ein paar Innovationen zum Investieren zu motivieren, werden die Kunden nun dafür bestraft, dass sie ihr Geld zu Flatex bringen.


    Manchmal will einem die Logik nicht in den Kopf!

    Die Logik ist doch ganz einfach zu verstehen.


    Die Banken haben ihrerseits jede ein Konto bei der EZB und dort müssen sie genau diese 0,4 % Strafzinsen zahlen.
    Flatex lässt sich also nur die Kosten erstatten, die ihr entstehen.
    Offensichtlich die die Gewinnmarge bei Flatex aufgrund der niedrigen Gebühren so gering, dass sie diese Kosten nicht mehr tragen können oder wollen.

  • Diese Maßnahme gilt, solange die EZB Banken und Brokern Negativzinsen berechnet. Anpassungen des Negativzinssatzes durch die EZB reichen wir an Sie weiter.

    Heißt der zweite Teilsatz (Anpassungen des Negativzinssatzes .. reichen wir an Sie weiter), daß von Flatex keine Änderungsmiteilung dazu versandt wird, sondern die Änderung automatisch erfolgt?

  • Liebe Community,


    nachdem wir von einem Leser auf die spannende Diskussion hingewiesen wurden, habe ich nochmals mit unserer Expertin Rücksprache gehalten


    Die Strafzinsen werden nur auf das Cashkonto anfallen.
    --> Das heißt, alles Geld, das in Fonds investiert ist, ist safe :thumbsup: .


    Unsere Expertin empfiehlt:


    Das Geld vom Cahskonto zu nehmen und


    a) wieder zu investieren
    oder
    b) anderswo zu parken: zum Beispiel auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto.


    Alle Infos findet Ihr auch in der "Achtung-Box" in unserem aktualisierten Ratgeber: http://www.finanztip.de/wertpapierdepot/#c22822


    Viele Grüße
    Florence

  • Danke @Florence! Allerdings, was ist für den von EF 1980 beschriebenen Fall. Demzufolge würde man, wenn auch wenig, für 2-3 Tage Negativzinsen zahlen, wenn die per Lastschrifteinzug am 1. oder 15. eingezogene Sparrate für 2-3 Tage auf dem Cashkonto ruht, bevor die Fondsanteile im Depot eingebucht werden.




    Des Weiteren müsste man festhalten, dass sich Flatex für ausschüttende Fonds dann nicht mehr eignet, da auch bei penibler Abbuchung der Ausschüttungen, immer für einen gewissen Betrag Stafzinsen anfallen.


    Ebenso erhöhen sich faktisch die Verkaufsgebühren, weil auf die Pauschale von 5,90 immer auch Negativzinsen anfallen, weil der Verkaufserlös auf dem Cashkonto landet.


    Alles natürlich abhängig von Betrag und Zeit. Wenn man darauf achtet, werden es immer Kleinbeträge bleiben. Aber von einfacher und transparenter Preisstruktur (kostenlose Depotführung + 5,90 Tradingpauschale + 0 oder 0,90 Sparratenpauschale und sonst nichts) kann keine Rede mehr sein. Der Kunde muss zukünftig aufpassen. Was das angeht, ist nun OnVista vorn. Das Einzige, was dann noch gegen OnVista und für Flatex spricht ist die ETF-Auswahl.

  • Hallo Florence,


    könnten Sie sich bitte noch zu dem von mir geschilderten Fall äußern ... ?


    Ich möchte bei Flatex nur einen ETF-Sparplan (Abbuchung direkt von meiner Hausbank).


    Ich möchte bei Flatex kein Geld anlegen!


    Muss ich trotzdem Strafzinsen zahlen???


    Vielen Dank im Voraus!


    EF1980

  • Mal unabhängig davon dass ich stinksauer bin komme ich für mich zum Ergebnis dass flatex immer noch der günstigste ist. Ich habe ja noch zwei andere Depots und überlege die Nicht-Trading-Positionen dorthin zu übertragen. Fürs Trading ist es trotzdem am günstigsten (0 € Morgan Stanley ab 500 Euro, vier andere 3,90 ab 1.000 Euro). Da kann onvista nicht mit.



    Ich hatte weiter oben im vierten Beitrag eine Musterrechnung für zwei Beispiele gemacht, das muss jeder für sich selbst machen und dann entscheiden.

  • So ganz verstehe ich die Aufregung nicht. Flatex ist die günstigste Depotbank Deutschlands. Sie will die Kosten für Einlagen nicht mehr tragen und die Bequemlichkeit betuchter Kunden finanzieren, deren Einlagen auf dem Cashkonto lagern. Daher gibt sie eigene Kosten weiter. Was ist dabei? Sie ist weiterhin bei den Top1% der günstigsten Deutschen Depots.


    Klar, wer bisher fünfstellige Guthaben übers Jahr hatte, muss umdenken. Aber wer nur per Anhalter durchs Land reist, kann sich auch nicht die Automarke aussuchen. Rechnet mal aus, was euer Depot bei der billigsten Filialbank in eurem Wohnort kostet. Das setzt die Problematik vlt ins richtige Verhältnis.


    Wenn es in 5 Jahren keine kostenlosen Girokonten gibt, ist mir das egal. Aber mein Girokonto wird bei den Top3 der günstigsten sein.

  • So ganz verstehe ich die Aufregung nicht. Flatex ist die günstigste Depotbank Deutschlands. Sie will die Kosten für Einlagen nicht mehr tragen und die Bequemlichkeit betuchter Kunden finanzieren, deren Einlagen auf dem Cashkonto lagern. Daher gibt sie eigene Kosten weiter. Was ist dabei? Sie ist weiterhin bei den Top1% der günstigsten Deutschen Depots.

    Auch wenn sie eine der günstigen Depotbanken ist, wäre es doch komisch wenn jeder dieses ohne einen Kommentar hinnehmen würde. Würde sich keiner aufregen, wäre dieses vielleicht ein Zeichen für andere Depotbanken, dieses auch zu tun. Mal sehen welche Depotbank die nächste ist....

  • @chris2702 Ich muss gestehen, dass ich meistens zur "geiz ist geil" Mentalität neige bzw. mich einfach viel mehr über GebührenERHÖHUNG als über von Anfang an niedrige Kosten freue. Ich glaube, dass deshalb auch meistens der Aufschrei viel größer ist (vgl. auch Postbank nachdem das kostenlose Girokonto abgeschafft wurde) wenn es auf einmal was kosten soll...
    Wie oben in der einen oder anderen Beispielrechnung angeklungen ist, bleibt natürlich Flatex weiterhin sehr günstig.

  • Heute auch eine Nachricht von der BIW Bank ueber 0,.4% Negativzins bekommen, ab 15. Maerz...


    Ich wuerde ja nichts sagen, wenn die Banken bei POSITIV-Zinsen genauso konsequent alles weitergeben wuerden.


    Habe mein Cashkonto sofort umgeschichtet auf ein Konto ohne Negativzinsen.


    Und wenn es alle Banken machen, werde ich mir eben Bargeld von der Bank holen.

  • Hallo @EF1980


    meinem Verständnis nach kostet ein Guthaben >0 Euro immer Strafzinsen, egal ob Sie 1 Euro Guthaben haben oder 1 Milliarde, egal ob Sie einen Sparplan haben oder CFD Trading betreiben.


    Was nichts kostet, ist die Sparplanausführung bei bestimmten Fonds. Das war vorher so, das ist nachher so.


    Die Aussage der Bankmitarbeiterin verleitet zu der Annahme, dass man einfach nur einen Sparplan anlegen muss und weiter munter Guthaben bei Flatex/biw zinsfrei lagern kann, man sich also durch Einrichten eines Sparplans vom Strafzins freikaufen kann. Das wäre aber zu einfach. Dann legt man einen Sparplan mit Minimalbetrag und seltenster Ausführung an und zahlt keine Zinsen. So funktioniert das aber nicht.


    Auch wenn Sie mit Bankeinzug arbeiten und das Geld drei Tage bei Flatex/biw liegt, müssen Sie darauf Strafzinsen zahlen. Bis da aber 10 Euro Strafzinsen zusammenkommen, müssen sie schon ordentliche 3-Tages-Einlagen haben.


    Ich arbeite nicht bei Flatex, aber das ist mein Verständnis der Sachlage.

  • Hallo @chris2702


    Das man durch Einrichtung eines Sparplans die Strafzinsen nicht grundsätzlich umgehen kann ist schon klar!


    Ich möchte ja gar kein Geld auf dem Cashkonto lagern!



    Mir gehts nur um den ETF-Sparplan. Wenn Flatex beispielsweise 50 Euro von meiner Hausbank abbucht und direkt in Fondanteile investiert kann es ja sein das für diese 50 Euro keine Zinsen anfallen...


    Wäre schön wenn es hierzu eine Antwort durch FINANZTIP geben würde...