Geldanlage in ETFs

  • Welchen ETF kannst du denn für Schwellenländer empfehlen?

    Den, der zu Dir, Deinen Zielen und Deinen persönlichen Umständen passt. Welcher das ist, muss jeder selbst entscheiden.
    Deine Fragen lassen vermuten, dass Du Dich nicht im geringsten mit der Thematik beschäftigt hast und einfach das kaufen möchtest, was Dir unbekannte Personen im Internet empfehlen.
    Was für mich gut ist, muss für Dich noch lange nicht das richtige sein.


    Willst Du einen physischen Replizierer oder ein Swap-basierendes Produkt?
    Willst Du einen Ausschütter oder einen Thesaurier?
    Welche steuerlichen Aspekte sind bei Dir eventuell zu berücksichtigen?
    Ist Dir der Anbieter wichtig?
    Wie hoch dürfen die Kosten sein?


    Hast Du überhaupt irgendeine Idee, in was Du da investierst? Oder ist es einfach: "ETFs sind hipp - ich auch haben wollen"?
    Weißt Du, was ETFs sind und wie sie funktionieren?



    Vielen Dank für die Antwort. So werde ich es wohl erstmal machen.

    Wie wirst Du es machen?
    Möchtest Du für 300 Euro monatlich an der Börse kaufen? Was kostet das?
    Möchtest Du einen Sparplan einrichten? Was kostet das?

  • Ich persönlich bevorzuge einen physischen. Wobei das wohl Geschmackssache ist, was ja auch Finanztip sagt.


    Die einfachen Fragen zielen eigentlich nur darauf ab, mehrere Möglichkeiten zu eruieren und dann eine bessere Übersicht zu haben und schließlich für sich selbst eine Strategie zu erarbeiten. Tschuldigung dafür, wenn die Fragen zu blöd rüber kam.


    Was ETFs sind weiß ich natürlich. Fachmann bin ich aber nicht. Dafür sollen solche Foren ja aber auch helfen

  • Wie wirst Du es machen?Möchtest Du für 300 Euro monatlich an der Börse kaufen? Was kostet das?
    Möchtest Du einen Sparplan einrichten? Was kostet das?

    als Sparplan. Das hatte ich aber bereits gesagt. Darum auch ein Thesaurier. Vermutlich über comdirect, da ich dort schon mein Konto habe und das Depot kostenlos dabei ist. Kosten belaufen sich da auf 1,5% pro Order. Manche werden ohne Ordergebühr angeboten

  • Die Möglichkeiten sind vielfältig.
    Wenn ich ein Auto kaufen möchte; zu was würdest Du mir raten?


    Soll ich einen Neuwagen kaufen oder einen Gebrauchtwagen?
    Soll ich einen zweisitzigen Roaster nehmen oder einen geräumigen Kombi?
    Ist ein 300 PS-Benziner das richtige oder lieber ein 150 PS-Diesel?
    Würdest Du mir zu einer Sitzheizung raten oder ist die entbehrlich?


    Was meinst Du? Ist ein Auto überhaupt das richtige für mich?

  • Anlagezeitraum soll über 20 Jahre sein. In Sparraten und in Aktien.

    Die von @Schwachzocker aufgeworfenen Fragen sind natürlich alle sinnvoll, aber bei der o.g. Aussage macht man mit der von Finantip vorgeschlagenen herangehensweise sicher auch nicht viel falsch. Im Laufe der Zeit kann man dann immer noch das Feintuning vornehmen. Aber ich denke, Hauptsache du fängst mal an ;)


    Vermutlich über comdirect, da ich dort schon mein Konto habe und das Depot kostenlos dabei ist. Kosten belaufen sich da auf 1,5% pro Order.

    Schau dir mal die Aktionen bei comdirect an, da gibt es einige ETF (viele von comstage) die ganz ohne Gebühren im Sparplan gehen: https://www.comdirect.de/cms/w…-preis-etfs.html#Vorteile

  • @Ltotheeon


    Ich würde ebenfalls "einfach mal machen". Klar man kann versuchen, immer den günstigsten ETF oder den mit dem geringsten Tracking error oder der besten Performance oder oder oder zu kaufen. Aber wenn du bei Comdirect bist, sind einige Comstage und Lyxor kostenlos, dann nimmste halt die. Kosten vermeiden ist immer gut. Wenn du noch 2,50 Euro übrig hast, lohnt sich dieser Artikel von Stifung Warentest: https://www.test.de/Aktien-Typ…s-besser-macht-5153101-0/


    Ansonsten kann man sich ob der Fülle an Möglichkeiten leicht verzetteln. Oder man nimmt "irgendeinen" MSCI World und entscheidet sich für oder gegen einen Emerging Markets und fängt einfach mal an. Viel falsch machen kann man mit dieser Mischung jedenfalls nicht.

  • @Ltotheeon


    Ich würde ebenfalls "einfach mal machen". Klar man kann versuchen, immer den günstigsten ETF oder den mit dem geringsten Tracking error oder der besten Performance oder oder oder zu kaufen. Aber wenn du bei Comdirect bist, sind einige Comstage und Lyxor kostenlos, dann nimmste halt die. Kosten vermeiden ist immer gut. Wenn du noch 2,50 Euro übrig hast, lohnt sich dieser Artikel von Stifung Warentest: https://www.test.de/Aktien-Typ…s-besser-macht-5153101-0/


    Ansonsten kann man sich ob der Fülle an Möglichkeiten leicht verzetteln. Oder man nimmt "irgendeinen" MSCI World und entscheidet sich für oder gegen einen Emerging Markets und fängt einfach mal an. Viel falsch machen kann man mit dieser Mischung jedenfalls nicht.

    Danke für deine Antwort!

  • Ist dieses kostenlos dann so wie bei der ING-Diba ab 500 Euro, wo doch ein recht schlechter Ausgabepreis genommen wird (bei aktiven Fonds im Vergleich zur Fondgesellschaft)?

    Nur mal zur Klarstellung: Der "schlechte Ausgabepreis" von aktiven Fonds bei der ING-DiBa ist dort eben der Preis, den der Markt macht. Vermutlich ist da ein Teil Ausgabeaufschlag mit eingepreist, zum Ausgleich der Arbitrage.


    Im übrigen hat sich das jetzt doch eh erledigt, da meines Wissens der kostenlose Fondskauf (>500€) bei der ING-DiBa ab April nur noch für ETF gilt, also eben nicht mehr für aktive Fonds.

  • ETFs machen Sinn. Auch nicht die ganze Summe auf einen Schlag investieren, aber nach 2 Quartalen sollte alles angelegt sein. Ich hab gute Erfahrung auf wikifolio gemacht, es muss nicht immer ETF sein,aber es muss jeder selbst entscheiden, wie viel Zeit er in Geldgeschäfte steckt und wie gut man vorhandene Informationen (keine Fake News)im Internet nutzen will/kann.

  • Die Anlage in ETF hat inzwischen riesige Ausmaße angenommen.
    Grundsätzlich hört sich das alles sehr gut an. Ich habe aber den
    Eindruck (nachdem ich mich mit dem Thema näher befasst habe), dass die
    vielen Anleger dem "neuen" Produkt mehr oder weniger blind vertrauen.
    Viele Indizes werden synthetisch nachgebildet. Das heißt nichts anderes
    als künstlich. Schon hier müssten die Anleger skeptisch sein. Will man
    wirklich eine "künstliche Anlage" ? Wenn das anvertraute Geld in völlig
    andere Finanzzweige angelegt wird und am Ende ein Swap-(Tausch)-Geschäft
    das Zauberwort ist, wird einem schon mulmig in der Magengegend. Wer
    legt denn in ETF´s an ? Ich denke, dass das viele sind, die gebrandmarkt
    sind von einer Direktanlage in Aktien nicht unbedinigt etwas wissen
    wollen. Also letztlich viele "brave" Anleger. Dass Finanztip hier z. B.
    den synthetischen ETF110 empfiehlt, kann ich überhaupt nicht verstehen.
    Das wird als Basisinvestment angepriesen. Aber Basis ist doch etwas, was
    einen Grundstock bilden soll. Will man wirklich einen Grundstock mit
    synthetischen Produkten schaffen ? Z. B. für die Kinder ? Für mich steht
    fest: synthetische ETF´s gehören sich verboten. Lässt sich ein Index
    nicht physisch nachbilden, dann gibt es halt keine ETF´s hierfür. Ich
    hatte mich eigentlich gefreut, eine Anlageform gefunden zu haben, die
    passt. Aber sicherlich nicht mit synthetischen Nachbildungen !!!
    In der neuesten Ausgabe des Effectenspiegels wird auf dieses Thema
    eingegangen. Der Verfasser hat genau meine Bedenken, die ich schon
    vorher hatte, geteilt. Insofern kann das Geschriebene nicht falsch sein.
    Der Bericht im Effectenspiegel ist neutral gehalten, Finanztip wird
    hier überhaupt nicht erwähnt, damit keine falsche Einschätzung aufkommt.
    Aber ein deutliche erhobener Zeigefinger.
    Zusatz meinerseits: wollen wir wieder "verpackte" Sachen haben, wie
    damals in den USA ?? Wo dann alles nochmals verpackt wurde und am Ende
    keiner mehr durchblickte ? Die ETF´s haben noch keine schlechten Zeiten
    erlebt. Wenn die Börsen mal wieder richtig nach unten absacken, wird man
    sehen, ob die Versprechen noch eingehalten werden können oder ob am
    Ende niemand mehr durchblicken will von den Anbietern !
    Wie ist Eure Meinung ??

  • Hallo Mittelfranke,


    wenn man durch irgendein Finanzprodukt nicht durchblickt (wie Du Dich ausdrückst), dann kann man in der Tat nur davon abraten, darin zu investieren. Tut man es dennoch, wird man aufgrund seiner Unkenntnis immer ein mulmiges Gefühl in der Magengegend haben. Dieses mulmige Gefühl mag dann auch dazu führen, dass man sofort in Panik gerät, wenn der Wind auf den Finanzmärkten etwas schärfer weht. Mit dem Finanzprodukt als solches hat das indes nichts zu tun. Es liegt an den Gefühlen der Anleger.


    Mithin solltest Du bitte die Risiken bei synthetischen ETFs darlegen. Dann kann auch jeder entscheiden, ob er diese Risiken eingehen möchte.
    Jedenfalls ist der Grundstock bei synthetischen ETFs, z.B. von ComStage, nicht synthetisch, sondern besteht aus echten Aktien. Die Tauschgeschäfte sind besichert, mit dem was man an den Finanzmärkten allgemein für "sicher" hält, nämlich deutsche Staatsanleihen.
    Was da noch "verpackt" sein soll, weiß ich nicht.
    Bei anderen Anbietern mag das anders sein. Da muss man sich eben informieren, und dann entscheiden.


    Nun kann man natürlich einwenden, dass das, was ComStage verspricht, möglicherweise nicht eingehalten wird. Stimmt! Betrug ist möglich auf dieser Welt und wird auch tatsächlich gemacht. Allerdings gibt es gerade bei synthetischen ETFs noch kein Beispiel dafür.
    Festzustellen ist, dass es in der Finanzkrise funktioniert hat. Auch Lehmann Bros. war ein Partner für Swapgeschäfte.


    Festzustellen ist auch, dass der Effektenspiegel mitnichten neutral ist, auch dann nicht, wenn die Artikel so geschrieben sind. Und selbstverständlich kann das Geschriebene, welches ich nicht kenne, falsch sein, obwohl Deine Bedenken geteilt werden.

    • Mir geht es darum, dass die vielen Anleger draußen in Deutschland darauf aufmerksam gemacht werden, dass eine Anlage in ETF´s mit gewissen Einschränkungen verbunden ist. Die sind vorhanden, egal wie man zur Sache steht. Den Leuten die Augen öffnen ...........
      Wir haben halt schon alle miteinander 8-10 Jahre keine Bewährungsprobe mehr hinter uns bringen müssen. Und wenn es wieder mal so weit ist, werden wir mehr wissen. Es geht hier nicht um das Auf und Ab an den Börsen, auch nicht darum, ob man die Höhen und Tiefen nervlich aushält, sondern - wie gesagt - darum, dass die Leute wissen müssen, was es bedeutet, in ETF´s anzulegen. Und der Effectenspiegel wird es mit seinem Bericht schon wissen. Das sind Leute, die von der Sache eine Ahnung haben. Ich bin nur Laie mit einem gewissen Sachverstand, dann ist es aber auch schon vorbei. Aber wenn die Fachleute die Finger heben, dann muss man auch gewillt sein, das Thema ernst zu nehmen.