Versicherung verhindert seit Monaten meinen Wechsel in den Basistarif

  • Ich, weiblich, bin Jahrgang 1952, war von 1997 bis 2013 selbständig, davon seit 1999 bei der PKV, davon die letzten 8 Jahre bei der HanseMerkur.
    Ich bin nie in den Genuss einer preiswerten Krankenkasse gekommen, da ich schon Ende 40 war, als ich mich für die PKV entschieden habe.
    Seit dem 1.8.2014 bin ich teilzeitbeschäftigt, und eine sogenannte Aufstockerin beim Jobcenter, da wird nur der Basistarif übernommen.
    Von September bis Dezember 2013 wurde ich in den sogenannten Notlagentarif eingestuft, obwohl ich der PKV immer alle aktuellen Bescheide des Jobcenters habe zukommen lassen.Dann wurde ich ab Januar 2014 wieder in meinen alten Tarif eingestuft,die Tatsache wurde mir erst bewusst, als die erste Mahnung nach 4 Monaten über 500€ erhalten habe.
    Daraufhin wurde mir von der HanseMerkur mitgeteilt, ich könnte ja den Betrag in Raten zurückzahlen, was mir aber mit H4 unmöglich ist.
    Im Juni 2014 bin ich in ein anderes Bundesland gezogen, wo das Jobcenter eine Bescheinigung über meinen Versicherungsstand haben wollte.
    Ich habe dann den Basistarif beantragt, obwohl mich ein Mitarbeiter eindringlich gewarnt hat, ich sollte diesen Schritt nochmals überdenken.Seitdem habe ich fast wöchentlich nach dem Stand der Dinge gefragt und wurde nur vertröstet und hingehalten.
    Dann wurde mir der Antrag zugeschickt, nach 2 Monaten habe ich dann mal nachgefragt, daraufhin musste ich dann noch die Gesundheitsfragen beantworten. Nach erneuter Nachfrage 6 Wochen später, bekam ich die Gesundheitsfragen nochmals zugesandt .Das ist jetzt 3 Wochen her, weil es mir gereicht hat habe ich vor 14 Tagen an den Vorstand der HanseMerkur geschrieben, und mich erneut beschwert. Daraufhin bekam ich eine genauso lapidare Antwort , wie von deren Mitarbeitern.
    Ich kann zwar zum Arzt gehen, weil ich ja immer noch im alten Tarif bin, aber ich weiß nicht, welche Kosten ich dann selbst tragen muss, wenn mir von der HanseMerkur einiges nicht anerkannt wird.


    Die Absurdität ,aber ist die Tatsache, dass ich nur wegen der PKV im System Hartz 4 bleiben muss, weil ich die PKV Beiträge nicht bezahlen kann, auch dann nicht , wenn ich in Rente gehe.
    Von meinem Teilzeitjob könnte ich wunderbar leben, wenn ich zurück in die GKV könnte, so liege ich bis zu meinem Tod dem Steuerzahler auf der Tasche, denn der bezahlt meine private Krankenkasse, aber der Gesetzgeber will es ja nicht anders.

  • Ich würde Ihnen die Kontaktaufnahme mit dem Ombudsmann der privaten Krankenversicherung empfehlen,, dieser sollte Ihnen weiterhelfen können:


    https://www.pkv-ombudsmann.de

    "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

    Lee Iacocca, amerik. Topmanager

  • Der Vorschlag von Henning ist sehr gut.


    Sollte dies alles nichts nutzen, dann bliebe noch die Möglichkeit der Prozesskostenhilfe d.h. bei der Schilderung der Einkommensverhältnisse müsste "der Staat" auch hier den Profiberater (z.B. Anwalt) bezahlen.


    Der Fall schildert eindringlich, weshalb die PKV nur mit "Samthandschuhen" anzufassen ist. Ein gesetzlich Versicherter hätte hier Rechtsschutz durch das SGB X und das bis in die Klageinstanzen alles kostenlos.