Vorsorge / Geldanlage für Kinder

  • Na, wie konnten denn diese Differenzen entstehen? ;)

    Bei den Bankengruppen, Organisationen, Interessenverbänden usw. lagen diese "Differenzen" ja schon denknotwendig im logischen kompetitiven Ansatz begründet. Insoweit ist eine gewisse "pro domo" Haltung noch nachvollziehbar - die Ausprägung hat mich allerdings schon etwas erstaunt. Zumal es eigentlich um eine "gute Sache" insgesamt ging - die Schulen (und Universitäten) damals nicht leisten konnten oder wollten.


    Ob Letzteres heutzutage wirklich anders geworden ist ?


    Überrascht hat mich damals, daß dies im Verhältnis Bürger/Staat aber kaum anders war - an wirklich neutraler Aufklärung (wozu ja stets Pro und Contra gehören) war auch staatlicherseits kein großes Interesse auszumachen (wenn es um die BfA, die GKV, das Geldsystem, das staatliche Geldmonopol usw. ging - was bei dem Thema ja zwingend dazu gehört).


    Die Unwucht - sozusagen eine Art Asymmetrie im Wissen und Verstehen gegenüber dem Bürger, Verbraucher, Kunden - scheint nicht nur den Unternehmen sondern (zumindest teilweise) auch dem Staat nicht ganz ungelegen zu sein ...


    In Anlehnung an das legendäre Zitat von Henry Ford wage ich zu sagen: "Würden die Menschen unser Papiergeldsystem und die Einheitswährung Euro samt deren Dauerrettung verstehen - hätten wir eine Revolution vor morgen früh".


    Ob dies auch (jedenfalls in Teilen) für die Gesetzliche Rente gilt, wage ich nicht zu behaupten. Für ganz unwahrscheinlich halte ich es allerdings nicht, insbesondere wenn man sich mit dem System mal etwas näher beschäftigt hat. Statt einer Revolution übrigens kann man ja auch ganz schlicht "mit den Füßen abstimmen" - und ein solches System verlassen. Wenn man es denn kann ... In meinem Fall wollte und konnte ich.

  • Ach, solange in der Buchführung das Sachkonto "Bank" als Liquidität läuft und nicht als Forderung, würde ich keine Revolution erwarten. ;)

    Man könnte fast sagen, umso weniger die Menschen (auch vom Bankgeschäft) wissen und verstehen, desto besser für die Banken ...Die besagte Asymmetrie im Wissen (s. a. schon Nr. 63, Abs. 4) eben.


    Zu dem Thema der (übrigens auch juristisch begründeten) zwingenden Unterscheidung zwischen Bargeld (als sozusagen Zentralbankgeld) welches im Sachenrecht spielt (Besitz und Eigentum fallen zusammen) und "nur" Giralgeld. welches lediglich im Schuldrecht spielt (Besitz und Eigentum fallen auseinander, Besitz nun bei der Bank und Eigentümer ist weiter der Giralgeld-Kontoinhaber), hatte ich hier (nach meiner Erinnerung) schon mal was geschrieben. Man gibt der Bank damit einen (ungedeckten) Kredit. Die Bank macht das ganz anders (beim Immobiliendarlehen besteht die Bank in aller Regel nämlich auf einer Grundschuld (die im Grundbuch eingetragen wird) sprich einer dinglichen Absicherung zu ihrer eigenen Sicherheit - um nur ein Beispiel zu nennen). Relevant kann die Unterscheidung Bar- und Giralgeld in praxi bei diversen Themen werden (wie Bail-Ins, Bank-Runs, Negativzinsen, aus Gründen der informationellen Selbstbestimmung; Stichwort: Datenschutz etc.).


    Um mal von der Unternehmens- zur Staatseite zu wechseln. Bei dem damaligen PPP-Projekt (s. Nr. 60) war aber auch auffällig, daß eine neutrale und damit objektive Darstellung (Pros und Contras hat es praktisch überall) der Gesetzlichen Rente, der Gesetzlichen Krankenversicherung etc. nicht zwingend erwünscht schien.


    Noch deutlicher wurde dies bei unserem (Papiergeld-)Geldsystem - aber auch der (selbst jüngeren) Geschichte des Geldes (wenigstens rudimentäre Kenntnisse derselben sind nach meinem Dafürhalten zwingende - wenn auch allein natürlich nicht hinreichende - Voraussetzung für eine sinnvolle Geldanlage, Altersversorgung, Ruhestandsplanung usw.).


    Allein seit dem Jahr 1800 kam ich damals schon auf > 200 Staatspleiten (klügere und kundigere Menschen sprechen aktuell allein in diesem Zeitraum von 227 Staatspleiten; diverse Länder waren dabei gleich mehrfach pleite). Auch in Deutschland kamen und gingen Währungen ständig und die deutsche Währungsgeschichte ist geprägt von Währungsreformen und verschiedenen Währungen (Taler, Mark bzw. Goldmark, Reichsmark, Rentenmark, Mark der Alliierten, Deutsche Mark (DM), Ostmark (DDR) - und im Moment gerade der Euro ...).


    Letztere Währung kam übrigens schon kurz nach ihrer Einführung ins Straucheln und wird spätestens seit Ausbruch der Eurokrise nur von einer ultra-expansiven Geldpolitik der betreffenden Notenbank (EZB) weiter am Leben gehalten.


    Das (Staatspleiten, Währungsreformen) ist bei dem Thema aber sozusagen nur die "Spitze des Eisbergs" (wenn ein Geld, eine Währung sozusagen eruptiv crasht). Darunter wirkt beständig die Inflation, die den Geldwert erodieren läßt. Selbst der Dollar (immerhin (noch jedenfalls) die Weltwährung) hat seit Einführung der Fed im Jahr 2013 > 90 % seiner Kaufkraft eingebüßt. Der Euro - allein in der sehr kurzen Zeit seines Bestehens seit dem Jahr 1999 - um ca. 85% beispielsweise gegen Gold devaluiert (aber natürlich auch gegenüber anderen werthaltigen Dingen drastisch an Wert verloren). Der Umgang der Staaten mit dem staatlichen Geld (Geldmonopol des Staates, Hoheit über die Währung) kann einem dabei als Bürger, Verbraucher, Sparer usw. nicht unbedingt viel Vertrauen einflößen - in aller Regel war der Umgang der Staaten mit dem staatlichen Geld (und damit die Stabilität der Währung) eine eher traurige Geschichte.


    Einer der Gründe warum ich mich (in meinem kleinen Finanzleben) stets bemüht hatte das dabei noch am wenigsten schlechte Geld (Deutsche Mark, Schweizer Franken) zu verwenden.


    Die wichtige Geldfunktion Wertaufbewahrungsmittel (Schatzcharakter des Geldes) erfüllt der Euro übrigens bereits seit > 10 Jahren schon nicht mehr (seitdem ist der Realzins negativ - und im Verlauf immer noch negativer geworden).


    Was ich mir gemerkt habe und nicht vergessen werde: Die drei damals bei dem (angedachten) PPP auch involvierten Politiker (immerhin für zwei große deutsche Parteien in Ministerien bzw. einer sogar im Bundestag sitzend) meinten zu dem Punkt "Währungsgeschichte" und "Staatspleiten" sowie "Inflation" (und zwar vom Tenor her bzw. sogar wörtlich) dies sei doch "überflüssiges Wissen und könne die Leute verunsichern" ...


    Na dann, Glückauf ...


    Will sagen: Bei Unternehmen, Verbänden usw. sollte man bei dem Thema genau hinschauen - beim Staat und seinen (staatlichen) Systemen aber ebenso.