In Genossenschaftsanteilen anlegen

  • Mir gehts bei Genossenschaftsanteilen in erster Linie um die Teilnahme an den Mitglieder- und Kundenveranstaltungen und mit den Vorständen ins Gespräch zu kommen und in zweiter Linie um eine attraktive Dividende. Daher ziehe ich regionale Banken in meinem Umfeld vor, bin aber auch bundesweit interessiert. Die Dividende sollte dann aber über 2,5% liegen, sonst sind die Fahrtkosten teurer als die Dividende. Mit zusätzlichen Produkten lässt sich die Dividende durch VR- bzw. PSD-Mitgliederbonus-Punkte erhöhen, kann u.U. sinnvoll sein aber nicht immer. Eine detaillierte Betrachtung kann sich durchaus lohnen.


    Auf biallo wurde ein sehr interessanter Artikel veröffentlicht. Ggf. kann jemand weitere Institute ergänzen bzw. aktualisieren?

    Link: https://www.biallo.de/geldanla…videnden-bei-volksbanken/

  • Kann man die Anlage in ein ETF oder in Genoanteile einer Bank vergleichen?
    Für mich sind dieses zwei sehr unterschiedliche Anlagen.


    Die PSD Bank Berlin-Brandenburg (Höchstbetrag: 2000 Euro) hat dieses Jahr 4% Dividende gezahlt.

    Korrektur: die Dividende betrug dort 3% und die Beteiligung wurde von 1.000 über 2.000 auf 5.000 EUR je Person erhöht. Bitte nochmal Abrechnungen prüfen. Danke. Eine Mitgliedschaft ist bundesweit möglich, auch mit externem Verrechnungskonto. Antrag ist online/postalisch aus der Ferne möglich. Zusätzlich gibts eine Kunden-werben-Kunde-Prämie.

  • Hier ist vermutlich die Frankfurter Volksbank mit 6% Dividende Spitzenreiter, max. Beteiligung sind 10.000 EUR (200 Anteile x 50 EUR) , jedoch nur wenn man diese als Hausbank mit kostenpflichtigem Girokonto (ab 3,50 EUR/Monat) und weiteren kostenpflichtigen Produkten nutzt. Rechnet sich die Dividende dann noch nach Abzug aller Kosten und Gebühren?


    Die Volksbank Mittelhessen gibt 5,5% auf 250 EUR, das günstigste online-Girokonto kostet seit 01.02.2020 0,99 EUR/Monat, mit Mindestgeldeingang von 3.750 EUR/Quartal. Wenn man weitere gebührenpflichtige Produkte (Union Investment, Bausparkasse Schwäbisch-Hall, R+V-Versicherung) nutzt, sind bis 500 EUR Anteile möglich. Rechnet sich das dann noch?


    Gibt es noch weitere empfehlenswerte Banken in dieser Region?

  • Bei mir sind es die Anteile bei der alten Dorfbank. Bringen seit Jahren und auch aktuell noch 5%.


    Die Sparda-Bank Hannover hat zuletzt 3% gezahlt, es waren einmal 6,5%.


    Dann geht es um max. 3000€ bzw. 632€ als Einlage, also kann man mit der Dividende allenfalls das Eis auf dem Rückweg vom Geldautomaten finanzieren, nicht aber das Wohnmobil.

    Zwischenzeitlich ist bei der Sparda-Bank Hannover die Dividende auf 2% (für 2018) gefallen und das Girokonto ist in 2020 mit 3 EUR bzw. 5 EUR gebührenpflichtig geworden. max. 50 Anteile a 50 EUR = 2.600 EUR. Es gibt derzeit Fusionsverhandlungen mit der Sparda-Bank Berlin, die auch nur 1,5% mit 99 Anteilen berücksichtigt. Das online Girokonto kostet bereits seit längerer Zeit dort 1,50 EUR bzw. 3,90 EUR pro Monat.

  • Zusätzlich halte ich noch Minimalst-Anteile an der Coop (die in Kiel, nicht die in der Pleite), aber nicht aus Rendite-Erwägungen. Es hatte sich damals ergeben, dass ich dort Mitglied wurde.
    Dividende zuletzt 2,25% bei maximal 5000€.


    Bei der Zusammenarbeit mit REWE habe ich ein eher ungutes Gefühl, aber ich warte einmal ab

    Kann man sich an der coop noch beteiligen? Gibt es noch Filialen in Deutschland? Die Filiale in Freiburg wurde geschlossen. Danke.

  • Korrektur: die Dividende betrug dort 3% und die Beteiligung wurde von 1.000 über 2.000 auf 5.000 EUR je Person erhöht.

    Auf welches Jahr bezog sich Deine Aussage. Es gab mal ein Jahr mit 4% und dann ein Jahr mit 3%. Für dieses Jahr ist noch nichts vorgeschlagen.

    Übrigens kann bei der PSD Berlin-Brandenburg lt. Satzung jeder Mitglied werden. Wer geworben werde möchte, gerne PM an mich.....

  • dann müssen die 4% aber schon länger zurück liegen, ich kenne nur 2%+1%Bonus bzw. 3% (seit 2017) und für 2019 erfahren wir in Kürze am 26.11.2020. Ja dort kann man bundesweit Mitglied werden , auch ohne dort Kunde zu sein, und stimmt auch es gibt ein Mitglieder werben Mitglieder-Programm...

  • Der Bundesdurchschnitt der Dividenden ist seit 2012 leider rückläufig laut BVR:


    Durchschnittlicher Dividendensatz

    2019 3,8 Prozent (voraussichtlich)

    2018 4,0 Prozent

    2017 4,2 Prozent

    2016 4,4 Prozent

    2015 4,9 Prozent

    2014 5,1 Prozent

    2013 5,3 Prozent

    2012 5,4 Prozent

  • Wie macht Ihr das eigentlich mit der eventuellen Nachschusspflicht (gibt es ja vereinzelt)? Haltet Ihr das Geld für den Fall der Fälle als Tagesgeld bereit? Oder denkt Ihr Euch, dass Ihr die Genossenschaft so gründlich ausgesucht habt, dass die Nachschusspflicht ein rein theoretisches Problem darstellt?

    Die Nachschusspflicht ist nur theoretisch auf dem Papier. Es ist noch nie zu einem Fall gekommen, vorher wird fusioniert oder keine Dividende gezahlt. Einige Banken haben diese bereits in Ihrer Satzung gestrichen. Außerdem: Ab 2022 fällt diese Verpflichtung offiziell bundesweit ganz weg... also keine Bedenken haben!!!


    https://www.biallo.de/geldanla…videnden-bei-volksbanken/

  • Mich würde mal interessieren, wie der Freund das geschafft hat und bei welchen Banken ist er bzw. seine kleine Tochter Mitglied?

  • Die Nachschusspflicht ist nur theoretisch auf dem Papier. Es ist noch nie zu einem Fall gekommen, vorher wird fusioniert oder keine Dividende gezahlt. Einige Banken haben diese bereits in Ihrer Satzung gestrichen. Außerdem: Ab 2022 fällt diese Verpflichtung offiziell bundesweit ganz weg... also keine Bedenken haben!!!


    https://www.biallo.de/geldanla…videnden-bei-volksbanken/

    Hat jemand für den Wegfall der Nachschusspflicht ein offiziellen Text? Bin bei einer Genobank Mitglied, wo dieses noch in der Satzung steht.

  • Hat jemand für den Wegfall der Nachschusspflicht ein offiziellen Text? Bin bei einer Genobank Mitglied, wo dieses noch in der Satzung steht.

    aktuell ist die noch bestehende Nachschusspflicht im GenG geregelt:

    https://dejure.org/gesetze/GenG/105.html

    die Presse hat darüber schon mehrfach über eine Abschaffung z.B. in der Schweiz berichtet, z.B.

    https://www.freiburger-nachric…lieder-der-raiffeisenbank

    Ich vermute , dass man auf EU-Ebene auch hier eine Harmonisierung anstrebt, allerdings habe ich noch keinen amtlichen Gesetzestext hierzu gefunden. Es gibt aber auch einzelne BGH-Urteile zu diesem Thema. Geplante Abschaffung laut biallo ist 2022:


    https://www.biallo.de/geldanla…videnden-bei-volksbanken/

  • Anika S. Könnt Ihr mal dieser Info (Abschaffung Nachschusspflicht) nachgehen. Könnt Ihr dieses so bestätigen?