In Genossenschaftsanteilen anlegen

  • Warum hab ich bei dir immer wieder das Gefühl, dass du keine Bänker magst;)

    Dein Gefühl trügt! Ich mag Bänker*innen durchaus und habe mit denen auch ein gutes Verhältnis, mit denen ich zu tun habe... ausnahmslos! Sogar mit jenen, die mir ihre Anlageberatung andienen wollten und dabei den üblichen Müll erzählten!


    Einen leicht geschwollenen Hals bekomme ich allerdings regelmäßig dann, wenn bildungs-/weiterbildungsresistenten nine-to-five-Finanzdienstleistern ins Spiel kommen😉


    Hier in diesem speziellen Fall ging es ausschließlich ums Blödeln, quasi um den Witz auf Kosten anderer... und auch um die Sinnhaftigkeit von Geldanlagen in Genossenschaftsanteilen, wenn man das Aufschaukeln leicht ironischer Anmerkungen vs. bierernster Glaubenssätze pro Geno-Anteil dazu im Verlauf dieses Threads verfolgt.

  • Dein Gefühl trügt! Ich mag Bänker*innen durchaus und habe mit denen auch ein gutes Verhältnis, mit denen ich zu tun habe... ausnahmslos! Sogar mit jenen, die mir ihre Anlageberatung andienen wollten und dabei den üblichen Müll erzählten!


    Einen leicht geschwollenen Hals bekomme ich allerdings regelmäßig dann, wenn bildungs-/weiterbildungsresistenten nine-to-five-Finanzdienstleistern ins Spiel kommen😉


    Hier in diesem speziellen Fall ging es ausschließlich ums Blödeln, quasi um den Witz auf Kosten anderer... und auch um die Sinnhaftigkeit von Geldanlagen in Genossenschaftsanteilen, wenn man das Aufschaukeln leicht ironischer Anmerkungen vs. bierernster Glaubenssätze pro Geno-Anteil dazu im Verlauf dieses Threads verfolgt.

    Hatte es auch ironisch aufgefasst;)

    Hab ja gemerkt, dass du eher ein bellender Hund bist;)

  • Mich interessiert, ob es neben der Volksbank Dortmund Nordwest, der Raiffeisenbank Hochtaunus oder der PSD Berlin-Brandenburg (siehe zu allen dreien das Biallo-PDF) noch andere Genossenschaftsbanken gibt, die externe Investoren, also Anleger, die nicht im Geschäftsgebiet wohnen, akzeptieren. Ich würde bei der entsprechenden Bank auch ein kostenpflichtiges Girokonto eröffnen, wenn dies zur Zeichnung der Anteile unabdingbar notwendig sein sollte. Allerdings müsste gerade in diesem Fall, damit sich die Sache wirtschaftlich lohnt, auch eine entsprechende Dividende gezahlt werden und ein gewisser Mindestbetrag an Kapital aufgenommen werden können. Bei der von Biallo genannten Frankfurter Volksbank wären diese Bedingungen theoretisch erfüllt. Ich möchte allerdings vermeiden, zunächst das Girokonto zu eröffnen nur um dann hinterher gesagt zu bekommen, dass die Zeichnung der Anteile doch nicht möglich ist. Letztlich ist jeder Verkauf von Anteilen ja eine Ermessensentscheidung der Bank. Deshalb bin ich schon neugierig, ob jemand den von Biallo beschriebenen Weg mit der Online-Kontoeröffnung bei der FFVB tatsächlich gegangen ist und dann hinterher tatsächlich für die vollen 10.000 € die Anteile kaufen konnte. Falls es andere Genossenschaftsbanken mit einem ähnlichen Angebot geben sollte, wäre ich ebenfalls für Hinweise der Community dankbar. Falls jemand nicht öffentlich posten möchte, gern auch als PN.

  • Investor,


    schau doch mal auf der website der Frankfurter Volksbank nach den Kontaktmöglichkeiten, z.B. per WhatsApp, um deine Frage/n zu klären. Die (meisten) Geno-Banken sind stark daran interessiert Gelder für Anteile einzuwerben; alleine deshalb wirst du verlässliche Auskünfte erhalten, ohne erst einmal auf Verdacht Kunde zu werden.

  • Ich bin davor bei 12 Euro eingestiegen (ehrlich!). Nicht jedem gelingt stock picking 😉 oder einer Minderheit? 🤔

    ... und ich bin gar nicht eingestiegen. Einer meiner Bekannten hat es allerdings getan, bei ca. 5€ rein und bei 8,50 wieder raus... und noch einmal bei ca. 7,30 rein und bei knapp unter 10 wieder raus (hat er mir kürzlich erzählt).

    Ich selbst meide Aktien der Banken wie der Veganer das Schweinefilet...


    Mit dem Post wollte ich nur mal wieder provozieren... zum Nachdenken... über Magerzinsen... und den Aufwand beim Investieren in Geno-Anteile...

  • Wer Genossenschaftsanteile als Geldanlage sieht, hat den Sinn einer Genossenschaftsbank nicht verstanden.

    Sorry für die harte Aussage, es ist aber meine persönliche Meinung.


    Bitte erkundigt euch auch zur Nachschusspflicht der jeweiligen Genossenschaftsbank.


    Zudem zum Thema der (teilweise) sehr langen Kündigungsfristen.


    VG MichaG

  • Moin MichaG,


    das mit der Nachschussklamotte scheint sich in 2021 in Wohlgefallen aufzulösen.

    Und die teils laaaangen Kündigungsläufe sind nicht soooo bedenklich. Klar schränken sie Liquidität auf länger ein, aber das tun Fetzgelder auch.


    Wir „Kritiker“ sollten im Auge haben, dass sich mündige Erwachsene mit diesen Anteilen befassen. Ich gehe auch stark davon aus, dass sie diese Investments, wenn es sich um klein 3- oder 4-stellige Beträge handelt, nicht ernsthaft als Anlageform betrachten... und, wie im Fall von Investor, sich des Charakters der Beimischung bewusst sind.


    Im Endeffekt wird jede/r das tun, was sie/er für richtig hält... und sich darüber freuen, diese Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet zu haben 😉


    Have a nice weekend!

  • Also wenn ich das Bier in guten Kaffee eintauschen kann gerne. Aber Kaffeegenossenschaften gibt es wohl wenige - in denen man als Nichtmitarbeiter anlegen kann.

    winter,

    wenn du eine Kaffeegenossenschaft gründest, bin ich als Genosse dabei!


    Und wenn du das Kilo Kaffee für 4€ kaufst und für 10€ verkaufst, kriegt jeder Genosse 15% Dividende, ok?

  • Wer Genossenschaftsanteile als Geldanlage sieht, hat den Sinn einer Genossenschaftsbank nicht verstanden.

    Sorry für die harte Aussage, es ist aber meine persönliche Meinung.

    Es gibt ja durchaus VR-Banken, die keine aktive Geschäftsverbindung fordern und passive Investoren akzeptieren. Dies wird im Beitrag von Biallo ja anschaulich geschildert. Sowohl für die Bank, die wachsen möchte und die aufgrund der verschärften Bankenregulierung mehr Eigenkapital benötigt, als auch den passiven Investor ist dies eine Win-Win-Situation. Das Motto von Friedrich Wilhelm Raiffeisen "Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele" gilt auch hier. Wenn ein Investor Kapital bereitstellt, welches die Genossenschaft benötigt und er ihr dadurch eine Ausweitung der Geschäfte ermöglicht, hat er gleichzeitig auch dem Wohl aller Anteilseigner gedient. Insofern sehe ich an einer Investition in eine Genossenschaft nichts Verwerfliches, zumal die Genossenschaft ja nicht gezwungen ist, reine Investoren zu akzeptieren. Und wenn die Genossenschaft vor Zeichnung der Anteile die Eröffnung eines Girokontos verlangt und man als "Eintrittskarte" für die Investitionsmöglichkeit brav seine Kontogebühren zahlt, kann ich ebenfalls hieran nichts Verwerfliches erkennen. Wir haben doch in Deutschland Privatautonomie.

  • Es gibt ja durchaus VR-Banken, die keine aktive Geschäftsverbindung fordern und passive Investoren akzeptieren. Dies wird im Beitrag von Biallo ja anschaulich geschildert. Sowohl für die Bank, die wachsen möchte und die aufgrund der verschärften Bankenregulierung mehr Eigenkapital benötigt, als auch den passiven Investor ist dies eine Win-Win-Situation. Das Motto von Friedrich Wilhelm Raiffeisen "Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele" gilt auch hier. Wenn ein Investor Kapital bereitstellt, welches die Genossenschaft benötigt und er ihr dadurch eine Ausweitung der Geschäfte ermöglicht, hat er gleichzeitig auch dem Wohl aller Anteilseigner gedient. Insofern sehe ich an einer Investition in eine Genossenschaft nichts Verwerfliches, zumal die Genossenschaft ja nicht gezwungen ist, reine Investoren zu akzeptieren. Und wenn die Genossenschaft vor Zeichnung der Anteile die Eröffnung eines Girokontos verlangt und man als "Eintrittskarte" für die Investitionsmöglichkeit brav seine Kontogebühren zahlt, kann ich ebenfalls hieran nichts Verwerfliches erkennen. Wir haben doch in Deutschland Privatautonomie.

    okay, kann deine Argumentation nachvollziehen.

  • Wir „Kritiker“ sollten im Auge haben, dass sich mündige Erwachsene mit diesen Anteilen befassen. Ich gehe auch stark davon aus, dass sie diese Investments, wenn es sich um klein 3- oder 4-stellige Beträge handelt, nicht ernsthaft als Anlageform betrachten... und, wie im Fall von Investor, sich des Charakters der Beimischung bewusst sind.

    In der Tat sehe ich Genossenschaftsanteile als Beimischung. Ich habe zwar auch Investmentfondsanteile, möchte aber derzeit nicht in Aktien investieren. Ich halte den Markt aktuell für überhitzt. Es leuchtet mir nicht ein, dass trotz der Auswirkungen von Corona der DAX bei über 13.000 Punkten steht. Der Markt neigt aktuell dazu, negative Entwicklungen bewusst auszublenden. Es kann mir keiner erzählen, dass es uns heute wirtschaftlich besser geht als vor 2 oder 3 Jahren. Lufthansa, Tui, die Eventbranche etc. lassen grüßen. Ich hätte mir theoretisch auch vorstellen können, aufgrund der Dividendenrendite Aktien der Allianz oder der Münchener Rück zu kaufen. Allerdings sehe ich bei diesen Aktien ein nicht unbeträchtliches Kursrisiko. So hat die höchstrichterliche Rechtsprechung z.B. bislang nicht entschieden, ob die Versicherungen für Betriebsschließungen in Folge von Corona haften müssen oder nicht. Dies sind erhebliche Kursrisiken. Bei Genossenschaftsanteilen weiß ich hingegen, dass ich ohne die Gefahr von Kursschwankungen den Nennwert in jedem Fall zurückerhalte und zusätzlich noch die Aussicht auf eine attraktive Dividende habe (von dem Szenario einer Pleite der Bank abgesehen, was ich aber für unwahrscheinlich halte, da sich die Geno-Banken gegenseitig stützen). Was ich alternativ auch noch überlegt habe, waren Anleihen von Sparkassen oder Landesbanken. Diese sind aber derzeit ebenfalls überteuert und werden so weit über Pari verkauft, dass die Rendite fast gleich null ist. Insofern halte ich Geno-Anteile für ein interessantes Investment in einem diversifizierten Portfolio !

  • Bei Genossenschaftsanteilen weiß ich hingegen, dass ich ohne die Gefahr von Kursschwankungen den Nennwert in jedem Fall zurückerhalte und zusätzlich noch die Aussicht auf eine attraktive Dividende habe

    ... so gesehen ist der „Nachteil“ bei Investitionen in Genossenschaftsanteile lediglich die nicht-beliebige Skalierbarkeit. Aber gegen 200k dürfte ein Paar schon anlegen können, wenn es sich durch die diversen Angebote fräst... und da sind wir sicherlich bei einer Minderheit angelangt.