Realistisches Szenario für Altersvorsorge entwickeln

  • Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie so ein Datenaustausch aussehen soll. Allein meine Betriebsrente unterliegt Disclaimern zum Anlageerfolg etc. und Daten würde mein Arbeitgeber sicher nur ungern in die Cloud schicken.


    Ich denke eine Übersicht welche Abzüge man von seinen Bruttobeträgen hat und welcher Prozentabzug im eigenen Fall realistisch ist, würde schon zu mehr Licht im Dunklen führen. Aber auch da stehen so viele Möglichkeiten dahinter.

  • Bei der elektronischen Umsetzung habe ich auch Bedenken. Vor 2025 rechne ich da mit keinen Ergebnissen.


    Mir würde vorläufig auch reichen, dass es eine Standardmitteilung der Anbieter gibt, aus der die Werte für Erwerbsminderung, Berufsunfähigkeit, vorgezogene und reguläre Rente (bzw. Kapitalauszahlung) hervorgehen, sodass ich mir die Werte selbst aufaddieren kann.

  • Das Konzept ist erstmal natürlich begrüßenswert, aber ich sehe mindestens zwei große Probleme:


    - nach meinem Kenntnisstand sollen nur "explizite" Altersvorsorgen aufgenommen werden, also Verträge mit Laufzeit bis zur Rente. Sprich: Depot bleibt wohl außen vor.


    - und: ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Immobilie samt laufender Finanzierung da mitaufgenommen wird. Wie auch, so datenbasistechnisch.


    Sprich: Die Info ist m.M. extrem unvollständig - und sie birgt die Gefahr, dass sie von der Versicherungswirtschaft missbraucht wird (Rentenlücken, die nicht so groß sind, wie sie auf dem Papier scheinen).


    Der richtige Ansatz wäre eine komplette Vermögensaufstellung je Haushalt. Aber die kann man nur selbst machen. Oder beauftragt einen Honorarberater

  • Ich würde gerne von der deutschen Vollversorgermentalität à la @Referat Janders wegkommen. Grundversorgung finde ich wichtig, aber wer in der Lage ist, selbst seinen Lebensunterhalt zu bestreiten sollte auch selbst ermessen, inwieweit sein Leben abgesichert ist. Und wer das versäumt zu ermessen, wird dann ja wieder von der Grundversorgung aufgefangen. Hart aufschlagen sollte niemand, der Rest ist selbst seines Glückes Schmied.

  • Mir gibt @Saidis Video "wann sind ETF nichts für dich" zu denken, im Bezug auf das Ansparen eines Autos.


    Wir haben seit Jahren eine fixe ETF Sparplanrate ohne konkretes Sparziel, letztlich ein Baustein der Altersvorsorge. Außerdem haben wir eine Tagesgeldrate, die in den letzten Jahren konstant geblieben ist, das Tagesgeld liegt aktuell bei 25.000 Euro mit etwas Schwankung.


    Wir überlegen die Familie zu vergrößern, dann ist unser Familienauto zu klein, ein Van muss her. Gleichzeitig ist mein Zweitwagen für den Weg zur Arbeit 10 Jahre alt. Den will ich fahren bis er Mucken macht, bei der ersten Reparatur >1000 Euro kommt er in die Presse.


    Das Familienauto ist ein VW Betrugsdiesel EA189. Wir hoffen hier im Zuge der Musterfeststellungsklage noch ein paar Euro rauszuholen. Ansonsten ist er ca 10.000 wert (5 Jahre Neupreis 35.000).


    Ein Van nach meinen Wünschen kostet 35.000 gebraucht. Beim Zweitwagen würde ich mal 15.000 gebraucht einplanen. Das Tagesgeld sollte nicht unter 10.000 fallen. Es fehlen also 25.000 Euro mittelfristig cash.


    Ich scheue mich davor, die ETF Rate zu reduzieren. Eigentlich will ich die 30 Jahre um jeden Preis durchhalten. Andererseits will ich unseren Tagesgeld basierten Lebensstandard nicht zusammenkürzen.


    Ich würde wohl doch einen Kredit aufnehmen. Das Resultat der Musterfeststellungsklage ist variabel. Vlt null. Vlt Neupreisentschädigung. Dann wären wir fein raus. Der Zweitwagen kann noch 5 Jahre seinen Dienst tun. Vlt. länger. Das Bedienen des Kredits würde automatisch zu einer Ausgabenanpassung führen, quasi ein psychologischer Effekt. Die DKB erlaubt kostenlose Sondertilgung. Da braucht es nicht viel und der Kredit ist nach 3 Jahren weg.


    Was meint Ihr?

  • Nun, mein Plan wäre es nicht. Im Zweifel würde ich eher, in Erwartung der größeren Ausgaben, die ETF-Sparrate reduzieren und später wieder erhöhen, eben um den Kredit zu vermeiden.
    Zumal das ETF-Sparen wohl kein konretes Ziel hat, wenn ich das richtig verstanden habe.


    Mit dem Kredit hätte ich wahrscheinlich das Gefühl, auf Pump zu sparen und das wäre nicht meine Welt.


    Aber wenn Ihr den Plan so fassen wollt, dann macht das so. Wirtschaftlich werdet Ihr Euch damit nicht die Ohren brechen. :thumbup:

  • Danke, aber die Renteninformation meinte ich nicht.


    Mir geht es darum, ob ich von Allianz und Co. in der jährlichen Mitteilung den Rentenfaktor ausgewiesen bekommen sollte.


    Mein Versicherer schreibt etwas von Faustformel und nennt Von-Bis-Werte.


    Könnte ja auch sein, dass von Seiten des Verbraucherschutzes irgendwann einmal eine Idealvorstellung einer Standmitteilung entwickelt wurde.