Die Frage nach Altersvorsorge, Geldanlage, der richtigen Bank und dem ganzen Rest

  • Ich habe damals eine BU-Versicherung über diesen abgeschlossen. Der ist unabhängig und hat damals an eine gemeinsame Vorauswahl an Versicherern eine Anfrage für die BU-geschickt. Ich habe die Wahl gehabt, ob ich seine Leistung als Honorar bezahle oder über die Versicherung. Er hat mir damals zu letzterem geraten. Ich kann mich nicht mehr an den genauen Gesprächsverlauf von damals erinnern. Ich meine er hätte mir die Preisdifferenz gezeigt, die das ausgemacht hätte. Er meinte auch, wenn ich die Versicherung in der Art dann selber bei der Versicherung abschließen würde, würde die Versicherung selber ein Honorar aus den Raten zahlen. Aber das ist zu lange her, als das ich da genau den Wortlaut garantieren kann.


    Aus meiner Sicht ist die Situation zur BU nicht für einen Laien durchschaubar gewesen und der Vergleich zwischen den Angeboten unmöglich, deswegen habe ich nach einem unabhängigen Makler gesucht. Damals wirkte es auf mich zumindest so, dass ich ehrlich und ergebnisoffen beraten wurde. Natürlich will der Mann auch sein Geld verdienen. Ob dies dazu geführt hat, dass ich bei der einen anstatt bei der anderen Versicherung gelandet bin, kann natürlich sein. Vielleicht war das auch ein Fehler, aber vermutlich ein geringerer, als einfach einen Vertrag bei der Versicherung zu nehmen, bei der ich eh schon war.


    Bezüglich der Rente habe ich bislang die VBL befragt, werde noch die gesetzliche Rentenverischerung befragen und ebendiesen Makler für einen Vergleich. Ob per Honorar oder anders weiß ich nicht.


    Hast du denn jetzt einen konkreten Grund zur Annahme, dass die VBL Versicherung schlechter sein sollte, als ein aktuelles Produkt der Privatwirtschaft oder ist das eher ein Schuss ins Blaue?

  • Ich will nicht im geringsten deine Versicherung kritisieren, ich habe keine Ahnung von dem Vertragswerk. Ich warne nur davor, weil sie dir vor 3 Jahren zugesagt hat, als du noch uninformierter warst als heute, automatisch davon auszugehen, dass dein persönliches Optimum darin liegt sie weitere 40 Jahre zu füttern. Du hast gesagt, dass du 1,75% Garantiezins bekommst. Auch wenn du deine Beiträge erhöhst? Das wäre super, ich bezweifle es aber. Dann bekommst du auf Beitragserhöhungen 0,9% garantiert. Ist das für dich gut? Investiert die VBL in einer Weise, dass du Chancen auf Überschüsse hast und damit auf mehr als 0,9%? Es gibt 1000 Fragen die mir einfallen. Ich würde die klären, bevor ich jetzt mal eben x hundert Euro jeden Monat da hin schicke.

  • So wie ich es verstanden habe, bleiben die 1,75% bestehen und ich kann flexibel den Beitrag anpassen, wie ich es möchte. Es gibt bloß einen Mindestbeitrag, den ich aufrechterhalten muss, damit der Vertrag fortbesteht. Kündige ich den Vertrag, bleiben die bis dahin gewonnenen Rentenpunkte bestehen und werden beim Eintritt ins Rentenalter ausgezahlt. Natürlich steht es außer Frage, dass ich das Angebot mit anderen Vergleichen muss.


    Ich habe auch diese Versicherung gar nicht selber abgeschlossen. Das hat der Arbeitgeber gezwungener Maßen für mich gemacht. Das geht soweit ich weiß historisch darauf zurück, dass der Staat die Angestellten gegenüber den Beamten versuchen wollte gleichzustellen. Meine Einschätzung ist, dass der Staat mit der VBL versucht, seinen eigenen angestellten einen guten Deal zu ermöglichen.

  • Meine Einschätzung ist, dass der Staat mit der VBL versucht, seinen eigenen angestellten einen guten Deal zu eermöglichen.

    bleibt es denn bei dem guten deal, wenn du drei Jahre Doktorand warst und bleibt es dabei für alle Zeiten? Prima. Dann ist der Staat ja dein Leben lang dankbar für deine treuen Dienste. Solch eine Dankbarkeit zeigt sonst kein Arbeitgeber. Dann ist ja alles im grünen Bereich.

  • Die VBL soll vom Grundansatz her wirklich eine Beamtenpension simulieren (in Zusammenrechnung mit der gesetzlichen Rente).


    Es gibt die VBL als "normale" Betriebsrente im öffentlichen Dienst.
    Die ist verpflichtend, da kann man sich nichts aussuchen.


    Die VBL extra ist quasi die Riester-Rente über die VBL.


    Alles etwas verkürzt, aber das Prinzip wird so klar, denke ich.


    Wenn es um die Planung der Altersvorsorge geht, sollte man sich erst einmal einen Überblick verschaffen. Dazu sollte man mit dem Pflichtprogramm beginnen und sich dann zur Kür vorarbeiten.


    Die Altersvorsorgeberatung der Rentenversicherung ist kostenlos (daher einfach mitnehmen) und deckt in erster Linie das Pflichtprogramm ab.
    Vielleicht gibt es auch Denkanstöße für die private Vorsorge. Nur konkrete Produktempfehlungen sollte man nicht erwarten.


    Im Anschluss an diesen Termin kann man sich ein entsprechendes Produkt suchen (wenn man weiß, was man tut) oder man holt sich kompetenten Beistand, dann aber kostenpflichtig.


    Aber wenn man überlegt, was man über die Jahre an Geld investiert, dann stellt sich die Kosten-Nutzen-Relation einer guten Honorarberatung ganz vernünftig dar.