Versicherungen optimieren

  • Ich wollte mich hier mal kurz erkundigen, was man in Puncto Versicherungen noch besser machen könnte.
    Ich bin gerne abgesichert, will aber natürlich auch nicht unnötig Geld in die Versicherungswirtschaft pumpen.
    Neben einer KFZ-Versicherung habe ich eine:
    -Private Haftpflicht für mich und meine Frau bei der Huk24 mit dem extra Schutz für Schlüssel etc. für 69,75€ jährlich,
    -eine Hausratversicherung, die auf Grund der Wohnungsgröße meinen Hausrat deutlich über versichert für 92,08 jährlich, auch bei der huk24
    -und eine BU-Versicherung bei der HDI von 2013. Aktuell garantierte Rente ist 1308,80€ für 51,93€ monatlich.


    Da mein Gehalt seit 2013 deutlich gestiegen ist, überlege ich das anzupassen, da 1300 schon ein extremer Einschnitt wären. Aber ich will auch nicht, dass die Kosten dafür explodieren. Ich weiß auch gerade nicht, ob sich der Beitrag ändert, wenn ich jetzt aus dem ÖD austrete.


    Meine Frau hat keine BU bislang. Wir wissen nicht, ob das sinnvoll wäre. Sie arbeitet im Einzelhandel und verdient ca. 1300 Netto. Wenn das Gehalt wegfallen würde, wäre das natürlich auch schmerzlich.


    Daneben weiß ich nicht, ob eine Unfallversicherung sinnvoll ist oder nicht.
    Über Rechtsschutz habe ich auch schon mal nachgedacht, aber ich weiß nicht, ob sich das wirklich lohnt.
    Risikolebensversicherung haben wir bislang beide nicht.


    Was sollte man anders machen?

  • Ich versichere mich immer dann, wenn mich der Versicherungsbeitrag nicht übermäßig belastet, der Schadenfall aber schon. Insofern könntest du dir ein Angebot für BU von zb 2000 Euro einholen und je nach Kostenentwicklung entscheiden, ob es dir das Wert ist.


    Eine BU für deine Frau finde ich ebenso sinnvoll, allerdings in sinnvollem Verhältnis zu ihrem Netto.


    Großes Einsparpotential hat die KFZ Versicherung. Viele hier im Forum sind bei HUK24 zufrieden. Vlt bist du da ja, wenn du schon andere Versicherungen da hast. Ansonsten hast du bis 30.11. Zeit dich nach was neuem umzusehen. Das ist die gesetzliche Kündigungsfrist einmal im Jahr. Auch die perfekten Attribute der Versicherung helfen sparen. Fahrer nur du und deine Frau statt beliebig. Exakte Fahrleistung in km pro Jahr. Abschließbare Garage. Passender Tarif zb mit Werkstattbindung.


    Du wohnst zur Miete? Sofern du Strom und Gasanbieter wechseln kannst und das noch nie gemacht hast, hat das enormes Potential.


    Zu Unfallversicherung kannst du hier was lesen: https://www.google.de/amp/www.…s-gibt-a-1167830-amp.html


    Rechtsschutz ist Geschmackssache. Bist du klagefreudig? Erwartest du Ärger zb mit Vermieter oder Arbeitgeber. Je nachdem was du abschließt zahlst du mehrere Hundert Euro im Jahr. Die Frage ob es dir das wert ist, musst du entscheiden.

  • KFZ haben wir mit Teilkasko auch bei der Huk24.
    Ich habe auch die Tage auf den aktuellen Tarif aktualisiert. Wir haben das mit den allgemeinen Fahrer drin gelassen. Das hat jetzt im Jahr 30€ ausgemacht und das ist uns die Flexibilität wert, auch wenn es selten genutzt wird.
    Ich habe auch mal verglichen, aber die Vergleichsseiten täuschen auch etwas, wenn man nicht den absoluten Basistarif nimmt, landet man schnell wieder bei ähnlichen Preisen.


    Wenn ich mich mit dem Makler treffe, werde ich über die BU reden und vlt. auch meine Frau mitnehmen.


    Heizkosten werden direkt über den Vermieter abgerechnet. Strom war ich bislang immer beim lokalen Betreiber. Vlt. schaue ich im Rahmen des Umzugs mal nach Alternativen.


    Eigentlich bin ich nicht klagefreudig, aber wenn ich benachteiligt werde, versuche ich an mein Recht zu kommen. Wegen Mietsachen bin ich im Mieterverein. Bei mehreren hundert Euro ist es vlt. ratsam einfach selber den Anwalt zu zahlen, wenn man juristische Beratung braucht.


    Das mit der Unfallversicherung lese ich nachher.


    Ist die Risikolebensversicherung ratsam? Was sollte sowas für beide Ehepartner kosten? Worauf muss man da achten? Ich fand damals schon den Abschluss der BU als viel zu kompliziert, um das online alleine zu machen.

  • Risikolebensversicherung wurde bei uns mit dem ersten Kind zum Thema. Wenn einem von uns was passiert hätte der andere erstmal wenigstens keine finanziellen Sorgen. Wenn du keine Vorgeschichte mit Krankheiten hast, ist das Thema einfach. Ansonsten muss man wahrheitsgemäß und vollständig Auskunft erteilen.

  • Ok, Unfall ist abgehakt. Das hatte ich mir auch so grob gedacht. Meine Frau hatte sowas noch.
    Der gleiche Gedanke bezüglich Risikolebensversicherung wäre auch bei mir da.


    Ist das ähnlich wie bei der BU, dass man da alle möglichen Kinkerlitzchen aufzählen muss?


  • Ist das ähnlich wie bei der BU, dass man da alle möglichen Kinkerlitzchen aufzählen muss?

    mit dem Wort „Kinkerlitzchen“ habe ich ein Problem!


    Die in Textform gestellten Fragen sind wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten!


    Das ist das A und O jeder biometrische Versicherung!


    Patientenakten und die Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen sind leicht zu besorgen!


    Bitte in Bezug auf den vorhandenen Vertrag bei HDI die Nachversicherungsgarantien prüfen!


    Die Frage Rechtsschutz ist in Bezug auf Verkehr immer positiv zu bewerten!


    Auch bei Versicherungsvertrags-RS und RS im Arbeitsrecht sollte man das unabhängig von der „Klagefreudigkeit“ betrachten!


    Zu guter Letzt - in modernen digitalen Versicherungsprodukten kaufe ich zusätzliche Fahrer und andere Besonderheiten „situativ“!

  • Es ist natürlich klar, dass hier nicht gelogen wird. Aber jeden Arzttermin aufzählen zu müssen mit Nennung der Beschwerden ist aus meiner Sicht zu kleinlich. Eine Abfrage tatsächlich relevanter Erkrankungen würde ich für zielführender halten. Ähnlich, wie man dies in einem typischen Anamnesebogen hat. Wurde Kres, HIV, eine Autoimunerkrankund, Diabetes, etc. etc. diagnostiziert. Aber da kann man wohl eh nichts machen.


    Was meinen Sie mit Nachversicherungsgarantien? Das Recht, den Beitrag außerordentlich anzupassen? Dieses habe ich. Ich würde die entsprechende Anpassung eh mit dem Makler, über den ich die Versicherung abgeschlossen habe, absprechen.

  • Die Fragen sind vollständig zu beantworten!


    Woher soll der Antragsteller wissen, was für den Versicherer relevant ist?


    Ihre Aufzählung zeugt davon, dass die Frage, was relevant ist, dem Laien schwer fällt! Krebs, HIV, „seltene Krankheiten“ und Auttoimmunkrankheiten sind i.d.R. Ablehnungsdiagnosen!


    Es gibt aber nicht nur Gesundheitsfragen die für die vorvertragliche Anzeifepflicht relevant sind!


    Man kann die Fragen diskutieren, man kann auch andere Beiträge kalkulieren!


    Auch Häufigkeiten der Inanspruchnahme könnte relevant sein! Ein ständiger Arzthänger ist subjektiv anders zu bewerten, als jemand, der das nicht tut!


    Nachversicherungsgarantie ist ein definierter Fachbegriff - es wird im definierten Umfang der Versicherungsschutz zu definierten Anlässen zu definierten Konditionen erhöht! Dabei wird für den hinzukommenden Versicherungsschutz ein zusätzlicher Beitrag erhöht! Es gibt sehr viele unterschiedliche Regelungen, die im Vertrag geregelt sind!

  • Ich habe doch gesagt, dass nicht gelogen werden darf. Dazu gehört nach meinem empfinden auch das bewusste Verschweigen bei Nachfrage.


    Wie gesagt, wenn ich die BU anpasse, dann werde ich dies mit dem Makler machen. Ich weiß, dass ich bei Gehaltserhöhungen das Recht habe, die Versicherungssumme über die vereinbarte Dynamik hinaus anzupassen.


    Rechtsschutz habe ich wie gesagt bislang nur für Mietsachen über die Mitgliedschaft in einem Mieterverein. Verkehrsrechtschutz könnte ich eventuell auch über den ACE machen, wenn das sinnvoll sein sollte. Bei so vielen Nötigungen, wie man sie tagtäglich erleben kann, wäre das vlt. auch nicht verkehrt.


    Wenn ich es bis jetzt richtig verstanden habe, wäre eine Anpassung meiner BU sinnvoll und eine BU für meine Frau.


    Außerdem eine Risikolebensversicherung. Ich habe darüber gelesen, dass man hier viele Fallunterscheidungen machen muss. Ist es sinnvoll, eine solche Versicherung dann eher über kürzere Zeiträume abzuschließen und nach Ablauf einen neuen Vertrag unter Berücksichtigung der entsprechenden Lebenssituation zu machen?

  • Was notwendig ist, ist das Ergebnis einer ausführlichen und umfassenden Beratung gemäß den gesetzlichen Grundlagen!


    Dabei dind die Wünsche und Bedürfnisse ausschlaggebend!


    Sie haben einen VersicherungsMAKLER, der als treuhänderischer Sachwalter verantwortlich ist und für seinen begründeten Ratschlag haftet!


    Sie haben gesagt, dass man nicht Lügen darf? Das ist richtig! Die vorvertragliche Anzeigepflicht kann man aber auch schuldlos verletzen und auch das hat Rechtsgolgen!


    Ansonsten hätten Die die Feagestellubg in Frage gestellt und von Kinkerlitzchen gesprochen! Diese Verbalisation hatte ich kritisiert und zwar zu Recht!

  • Zum Thema Risikolebensversicherung:


    Würde ich unabhängig von der "Kinderfrage" machen, so es möglich ist. Der finanzielle Aufwand ist in der Regel überschaubar


    Zunächst wären einmal die bestehenden Versorgungsansprüche des jeweiligen Partners zu klären, das schafft einen groben Überblick, was im Fall der Fälle als monatliche Rente zu erwarten wäre. Dann fallen verschiedene Überlegungen an, wie z.B., ob es Verbindlichkeiten zu tilgen gilt, in welcher Höhe muss ggbfs. wegfallendes Erwerbseinkommen ersetzt werden, falls Renten generiert werden sollen: zu welchem Zinssatz ist eine realistische Wiederanlage der Versicherungsleistung möglich?, etc.pp..
    Klingt erst einmal unübersichtlich, kann aber durchaus an einem oder 2 kühlen Novemberabenden zumindest rudimentär geklärt werden.
    Daraus ergibt sich dann die Annahme, welche Parameter (Laufzeit, Form (konstant oder doch fallend, vielleicht gar verschiedene Verträge über mehrere Laufzeiten und Summen, sehr variabel, mitunter knifflig…) und Höhe) gewählt werden sollen.


    Dann macht man sich noch ein paar Gedanken, ob es bestimmte Anforderungen gibt, die man an den Tarif selbst stellt. Das können bspw. sein
    -eine möglichst geringe Spreizung von Zahl- und Tarifbeitrag;
    -die Zahlung einer vorgezogenen Todesfallleistung bei Eintritt vordefinierter Krankheiten;
    -die Möglichkeit, Nachversicherungsoptionen in Anspruch zu nehmen;
    -optional die Laufzeit ohne erneute Gesundheitsprüfung zu verlängern,
    um ein paar Möglichkeiten zu nennen.




    Außerdem eine Risikolebensversicherung. Ich habe darüber gelesen, dass man hier viele Fallunterscheidungen machen muss. Ist es sinnvoll, eine solche Versicherung dann eher über kürzere Zeiträume abzuschließen und nach Ablauf einen neuen Vertrag unter Berücksichtigung der entsprechenden Lebenssituation zu machen?



    Das kann sinnvoll sein, um den Versicherungsschutz an sich verändernde Gegebenheiten anzupassen. Die Frage ist, was wiegt eventuell schwerer? Ein paar eingesparte €, oder aber die Tatsache, dass ein Versicherungsschutz vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt gar nicht mehr möglich ist? Ich für meinen Teil würde das gleich auskömmlich versichern. Gelangt man später zu der Überzeugung, dass man überversichert ist, lässt sich die Versicherungssumme in der Regel nach unten anpassen oder aber die Laufzeit verkürzen. Erhöhen, verlängern oder gar ganz neu abschließen ist mitunter dann nicht mehr möglich.