• Leider hat meine Suchanfrage nichts zu MFID 2 ergeben, daher habe ich hier mal ein Thema eröffnet. Falls es doch eines gibt, gerne den link hier einstellen.


    Mein Anliegen, durch MFID 2 kommt die Entmündigung des Bürgers weiter auf Tour.
    Für meine Tochter hatte ich vor Jahren einen ETC-Sparplan eingerichtet (quasi ein ETF auf Rohstoffe), dieser jetzt von der Bank nicht weiter ausgeführt wird, da die Kinder vor Spekulationen geschützt werden sollen.
    Komisch das aber weiterhin viele andere Börsengeschäfte erlaubt sind, denn an der Börse ist nicht anderes als ein Spekulatives handeln, aktuell können ja Air Berlin Aktionäre ein Lied davon singen und in der Vergangenheit hat es ja auch schon extreme gegeben, die, ich so im ETC Bereich noch nicht gesehen habe (gerne lasse ich mich hier vom Gegenteil überzeugen).
    Nun habe ich als Vater auch die Verantwortung mit dem Geld meiner Kinder entsprechend Pflichtbewußt umzugehen (es ist mein Geld, welches ich bis zum 18 Lebensjahr in einen Sparplan stecke (Depot läuft auf den Kindsnamen), was ich auch versuche zu machen um es meinen Kindern dann mit 18 als Startkapital in die Zukunft zu übergeben und werde nun, auf "Staatsebene" (über die EU) entmündigt, weil das ja nicht zum Besten des Kindes ist?
    Wer schützt mich denn als Bürger vor den Taten der Politiker?


    Sicher, hier ist viel Zündstoff vorhanden, Neutralität kann ich auch nicht wirklich vorbringen aber wie weit wird uns das ein oder andere noch "verboten" werden?

  • Die Regelung heißt MiFID 2 nicht MFID 2.
    Deswegen hat die Suche nichts ergeben.


    MiFID steht für Markets in Financial Instruments Directive.
    Und 2 heißt das Ding, weil es die Überarbeitung der ersten Richtlinie ist.


    Die Vorschriften richten sich an die Banken und die Finanzvermittler.
    Künftig wird die Beratung sehr viel aufwendiger und teurer.
    Die Haftungsrisiken für Banken, wegen Falschberatung in Anspruch genommen zu werden, haben sich deutlich erhöht.


    Dadurch findet schon eine gewisse Entmündigung des Privatkunden statt.
    Ich kann den TE verstehen.


    Es entwickelt sich auch eine Eigendynamik.
    Weil die Bank die Hose voll hat, in die Haftung zu kommen, bietet sie manche Geschäfte für bestimmte Kunden gar nicht mehr an.


    Die einzige Möglichkeit, die ich für Privatanleger hier sehe, ist die Wahl einer Direktbank, die die Geschäfte ohne Beratung ausführt (execution only).


    Und bei dem Fragebogen zum Erfahrungshintergrund des Anlegers, der natürlich auch dort ausgefüllt werden muss, muss man halt angeben, dass man in allen Anlagegeschäften jahrelange eigene Erfahrung hat und sich selbst in die höchste Risikoklasse einstufen.


    Dann dürfte es keine Probleme geben.
    Inwieweit allerdings solche Direktbanken es zulassen, ein Depot für die Kinder zu führen, weiß ich nicht. Ich meine, dass man stets ankreuzen muss, "auf eigene Rechnung" zu handeln...
    Insofern könnte es für den TE wieder problematisch werden.