Crowdinvesting in Immobilien

  • Liebe Community,


    vorweg sei gesagt, dass ich ausschließlich langfristig anlege und zwar nur in die im Forum genannte diversifizierten Formen.


    Nun habe ich die letzten Wochen den Begriff des Crowdinvesting in Immobilien schon des öfteren im Internet gelesen. Und vor ein paar Tage habe ich bei der Consorsbank entdeckt, dass dort über den Partner Exporo das Crowdinvesting in Immobilien möglich ist. Ich möchte dieses Thema an dieser Stelle mal hier diskutieren, da es bestimmt interessant ist mal andere Meinungen darüber zu hören und anderen diese Idee aufzuzeigen. Für mich steht fest, dass diese Anlage viel zu undiversifiziert ist.


    Liebe Grüße

  • Es gab hier schon verschiedene Beiträge mit dem Fokus auf dem hohen Risiko und schon eingetretenen Insolvenzen. Wie immer sollte man sich die Frage stellen warum diese Anbieter angesichts der Niedrigzinssituation das Geld nicht von einem großen Investor holen. Offensichtlich ist denen das Risiko zu hoch. Und dann soll es für Kleinanleger geeignet sein?


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    [Crowdinvesting] Insolvenzantrag im Zusammenhang Zinsland Projekt Luvebelle - Geldanlage - Finanztip-Community

  • Hallo zusammen,


    natürlich sind diese Bedenken durchaus berechtigt. Es tummeln sich ja auch viele schwarze Schafe im Bereich der Geldanlagen.


    Ich persönlich bin über einen Bekannten auf die Plattform Wiwin.de gestoßen, die ausschließlich Geld einsammelt für Projekte (auch Immobilien), die einen nachhaltigen Charakter haben - man tut also sogar noch etwas Gutes.


    Bisher habe ich mich schon zweimal an Crowdfinvesting-Projekten dort beteiligt und bis extrem zufrieden. Für mich also definitiv eine Alternative für meine zukünftige Finanzplanung.


    Es gibt hier natürlich auch noch andere Anbieter wie Bettervest, mit denen ich allerdings noch keine Erfahrungen gemacht habe.

  • Nix für ungut, aber wenn hier ein neues Mitglied gleich mal nur von einem einzigen Anbieter schwärmt, dann habe ich immer so ein Bauchgrummeln.


    Um ein bisschen Wasser in den wiwin-Wein zu schütten:


    - bei wiwin sieht man - im Gegensatz zum branchenüblichen Standard - nicht, wie weit die Platzierung des einzelnen Projektes gediehen ist. Somit tappt man ziemlich im Dunkeln, ob die Realisierug des Projektes tatsächlich klappt oder nicht.


    - Hinter wiwin steht Matthias Willenbacher, der früher bei juwi schon aktiv war. Die Firma stand d2014 vor dem Aus. Das Unternehmen war fast pleite, meldet 112 Millionen Euro Verlust und wurde letztlich von dem Mannheimer Stadtwerkskonzern MVV Energie gerettet.


    Willenbacher war sogar wegen Korruption angeklagt, allerdings freigesprochen. Der gesamte Prozess und die Story von "juwi" kann man hier gut nachlesen: https://www.handelsblatt.com/u…illenbacher/13582150.html


    Skurril in diesem Zusammenhang laut Handelsblatt ist folgende Situation:


    - Willenbacher war angeklagt, weil er dem früheren Thüringer Innenminister Köckert in dessen damaliger Eigenschaft als ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Eisenach bevorteilt haben soll. Willbenbach wurde - wie erwähnt - freigesprochen.


    - Christian Köckert wurde hingegen 2015 in dem selben Fall höchstrichterlich wegen Vorteilsannahme schuldig gesprochen. Nun gibt es aber niemanden, der ihm diesen Vorteil strafbar gewährt hat ;)

  • Hallo Oekonom,


    wie kann man denn auf andere Weise von seinen positiven Erfahrungen berichten außer konkret davon zu erzählen?


    Über die Hintergründe der Unternehmsgründungsgeschichte habe ich mich im Vorfeld nicht informiert. Ich bin einfach nur einer Empfehlung aus dem Bekanntenkreis gefolgt.

  • Moin,
    wirklich seltsam, dass Finanztip noch nichts zum Thema veröffentlicht hat! Aber wahrscheinlich ist das, wenn auch medial recht viel passiert, in der Sache zu nischig, was wiederum auch am zitierten Risiko liegt. Dennoch zu den Punkten.
    @Kater.Ka:


    "Wie immer sollte man sich die Frage stellen warum diese Anbieter angesichts der Niedrigzinssituation das Geld nicht von einem großen Investor holen. Offensichtlich ist denen das Risiko zu hoch. Und dann soll es für Kleinanleger geeignet sein?"
    1) Die Immobilienprojekt werden ja in der Regel zum größten Teil fremdfinanziert, wobei die Nachrangdarlehen aus dem Crowdfunding helfen, die Eigenkapitalquote gegenüber den Darlehengebern zu erhöhen.
    2) Ich glaube, letzteres ist weniger ein Thema für große Investoren. Die kaufen ggf. selbst Immobilien bzw. legen Immobilienfonds auf, um nachhaltige Erlösströme und künftige Wertentwicklung mitzunehmen. Und die Pointe der Crowdfundingplattformen ist gerade, dass sie Zugang zu dem in Summe riesigen Vermögen der deutschen Sparer bieten. Sind als Verhandlungspartner für den Projektentwickler wahrscheinlich auch geschmeidiger.


    @derjungesparer und sein Einwand der mangelnden Diversifikation: Für Diversifikation im eigenen Portfolio muss man selbst sorgen. Klar ist: In Crowdfunding nicht das letzte Geld stecken! Und auch nicht alles bis auf den Notgroschen! Das ist durchaus mit Risiko behaftet und es gab, wie Kater.Ka richtig sagt, auch schon einen Zahlungsausfall in der Branche (jedoch nicht bei Exporo). Da kann man bei Interesse im Rahmen eine größeren Vermögens sicherlich mal mit einem kleinen Teil probieren. Die Beschränkungen durch das Kleinanlegerschutzgesetz kommen nicht von ungefähr, wenngleich natürlich einige Bestimmungen fragwürdig sind.


    Ich persönlich finde ETFs, die größere Aktineindizes nachbilden, interessanter. Über längeren Zeitraum ähnlcihe REnditen, weniger Risiko und weniger Aufwand! Vielleicht war das auch mit der mangelnden Diversifikation gemeint.


    Gleichwohl kann ich den Charme von solchen Immobilieninvestments nachempfinden. Und die Crowdfundingbranche interessiert mich insbes. in ihrer weiteren Entwicklung. Darum haben wir mit uns mit ein paar Bekannten angeschickt, ein möglichst neutrales Bewertungsportal zu gestalten, um Nutzern die Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen zu teilen. Ein paar Exporobewertungen gab es bereits, wenngleich das sicher noch nicht repräsentativ ist.
    Gibt aber auch schon bei kritische-anleger.de einiges, sehe ich gerade.


    @DennisNN1980 wiwin wird auch in Kürze folgen...dann gibt es bei uns die Möglichkeit ;-) Die Einwände von Ökonom sind aber durchaus relevant.

  • Darum haben wir mit uns mit ein paar Bekannten angeschickt, ein möglichst neutrales Bewertungsportal zu gestalten, um Nutzern die Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen zu teilen. Ein paar Exporobewertungen gab es bereits, wenngleich das sicher noch nicht repräsentativ ist.Gibt aber auch schon bei kritische-anleger.de einiges, sehe ich gerade.

    Repräsentativ kann es wohl nie sein, wichtig ist halt, dass sich hier tatsächlich Anleger bemühen, ihre eigenen Erfahrungen zu schildern. Wenn die Beiträge hingegen von den Machern der Plattformen (mit oder ohne Zutun der Bewertungsplattform) regelmäßig eingesteuert werden oder wie bei Kritische-Anleger.de Beiträge vor Veröffentlichung redaktionell "überprüft" werden und insb. kritische Beiträge so hartnäckig und mehrfach hinterfragt werden, bis auch der letzte Kritiker die Lust verliert, seinen Beitrag noch zur Veröffentlichung zu bringen, dann ist das nicht nur nicht mehr repräsentativ, sondern manipulativ. Das Ergebnis liegt auf der Hand. Wenn dann alle Plattformen mit 4,5 (oder mehr) von maximal fünf Sternen bewertet werden, was bringt das dann noch?

  • Da das verlinkte Portal von Affiliate-Links strotzt und ansonsten unglaubwürdig ist habe ich mir erlaubt den Beitrag zu melden.

    Puh, gut, dass jemand aufpasst :)


    Repräsentativ kann es wohl nie sein, wichtig ist halt, dass sich hier tatsächlich Anleger bemühen, ihre Erfahrungen zu schildern. Wenn die Beiträge hingegen von den Machern der Plattformen (mit oder ohne Zutun der Bewertungsplattform) regelmäßig eingesteuert werden oder wie bei Kritische-Anleger.de Beiträge vor Veröffentlichung redaktionell "überprüft" werden und insb. kritische Beiträge so hartnäckig und mehrfach hinterfragt werden, bis auch der letzte Kritiker die Lust verliert, seinen Beitrag noch zur Veröffentlichung zu bringen, dann ist das nicht nur nicht mehr repräsentativ, sondern manipulativ. Das Ergebnis liegt auf der Hand. Wenn dann alle Plattformen mit 4,5 (oder mehr) von maximal fünf Sternen bewertet werden, was bringt das dann noch?

    Kritische-Anleger habe ich nie selbst genutzt...sieht mir auf den ersten Blick plausibel aus.
    Grundsätzlich ist der Punkt aber natürlich richtig. Wir wollen da keinerlei Beschränkungen vorgeben, natürlich aber Missbrauch in beide Richtungen einschränken, was letztlich aber nicht zu 100% möglich ist.
    Negative Bewqertungen sind durchaus willkommen. Ich selbst bin, wie oben angedeutet, nicht mal überzeugt, dass Geschäftsmodell und Angebot im gegenwärtigen Stand für eine größere Zielgruppe überzeugen (im Vergleich zu Aternativen).

  • Da das verlinkte Portal von Affiliate-Links strotzt und ansonsten unglaubwürdig ist habe ich mir erlaubt den Beitrag zu melden.

    PS.: Das mit dem Melden wegen Affiliate-Links ist mir egal. Dass Ihnen was unglaubwürdig erscheint, lese ich aber jetzt erst. Hier bitte gern sagen, was/wie. Da wären meine Mitstreiter und ich dankbar...

  • Hallo zusammen!


    Die Meldung wegen der Affiliate-Links ist bei mir angekommen. Ich habe mich dazu entschlossen, den Link aus dem Post zu entfernen. Selbstverständlich kann das Thema an sich hier gerne weiter diskutiert werden, deswegen bleibt der Rest des Eintrags stehen. Das ist wahrscheinlich im Sinne von allen, oder? ;)


    Viele Grüße
    Anika S.