Finanzbücher


  • Zuerst mal mein größter Fang aus 2017: Claudia Hammond - Erst denken, dann zahlen


    (Das ist ein wirklich toll geschriebenes Buch über Finanzpsychologie. Egal ob im Supermarkt oder beim nächsten Werbeblock nachdem, Du dieses Buch gelesen hast wirst Du öfter schmunzeln und Dir denken "hahaha nicht mit mir!")

    Das habe ich mir auch erst kürzlich zugelegt, aber noch nicht angefangen. Freue mich jetzt umso mehr drauf. :)

  • Habe das Buch jetzt angelesen. Zum Durchlesen komme ich wahrscheinlich erst Richtung Feiertage. :S


    Bisher gefällt es mir ganz gut. Beim Investment im klassischen Sinne bin ich noch nicht, aber der Autor zielt auch auf die weichen Faktoren ab, nach dem Motto "Erhöhung der Lebensqualität ist auch Investment". Der Ansatz gefällt mir.


    Daher kann ich das Buch ruhigen Gewissens weiterempfehlen. :thumbsup:

  • Ich habe mir noch ein Buch zugelegt. :thumbsup:


    (Auch wenn es monothematisch wirkt.):


    Werner Siepe:
    Extrabeiträge zur gesetzlichen Rente


    Es kam mir gestern in die Finger, heute ist es schon durchgearbeitet.


    Fachlich Daumen hoch :thumbup:
    Alles gut erklärt und sauber recherchiert. Es gibt gute Anleitungen, wie das soeben Gelesene in die Praxis umgesetzt werden kann.


    Der Literaturkritiker in mir hat etwas mehr zu mäkeln. Es ist eher Konsalik als Mann. Da hätte das Lektorat strenger sein müssen.


    Fazit: Zwar ein paar Schwächen, aber vom Inhalt stimmig. Also Weiterempfehlung!

  • Die letzte Lieferung des Weihnachtsmannes frisch ausgelesen (vor 5 Minuten fertig geworden):


    "Undercover in der Finanzindustrie" von Malte Krüger und Alexander Schmidt


    Es war definitiv fesselnd, sonst hätte ich erst morgen weitergelesen.


    Von der inhaltlichen Ausrichtung natürlich skeptisch bis verachtend, aber angenehm zu lesen. Außerdem ist der Ansatz (Autor verschafft sich einen Überblick, um sich eine Meinung zu bilden) gut dargestellt und konsequent verfolgt.


    Je nach Vorwissen schwankt naturgemäß der Erkenntnisgewinn, aber das Zerplatzen von Illusionen beim Autor ist fast greifbar dargestellt.


    Hat der Weihnachtsmann gut ausgesucht. :thumbsup:

  • Hallo zusammen.


    Ich habe mir einmal wieder ein Buch gegönnt: "Madame Moneypenny -Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können" von Natascha Wegelin


    Zunächst zum Ansatz:
    Gut, als Mann bin ich nicht Zielgruppe. Man muss mich zum Thema auch nicht hinkuscheln, daher war mein Lesevergnügen stark eingeschränkt. Aber wenn man jemanden einen niedrigstschwelligen Einstieg über die emotionale Schiene bieten will, dann kann man das Buch gerne verschenken.


    Mein Unbehagen dauerte auch nicht lange an, nach einer Zugfahrt (knapp 6 Stunden) war ich auch durch das Buch durch.


    Inhaltlich habe ich auch einiges auszusetzen:


    Wenn die gesetzliche Rente mit eigenen Berechnungen (deren Grundlage wir nicht mitgeteilt bekommen) falsch berechnet wird, dann ist das eine Sache. Wenn das dann noch durch falsche Annahmen ergänzt wird, dann wird es nicht besser.


    Aber wenn Vermögen und Schulden erfasst werden und ein Bausparvertrag dann als Versicherung (!) einsortiert wird, dann weiß ich nicht mehr weiter.


    Andere Sachen sind vielleicht wieder Mentalitätsfragen, da muss man Dissens ertragen können.


    Fazit:


    Das Buch ist für den durchschnittlichen/die durchschnittliche FinanzTip-User/-in eigentlich nur zum Verschenken geeignet, an Leute, die man sonst nicht an das Thema herangeführt bekommt.

  • Jüngst habe ich "Altervorsorge am Scheideweg - Erfolgreiche Strategien gegen Alterarmut" von Heinz Benölken und Nils Bröhl erworben. Ich beziehe mich dabei auf die 2. Auflage.


    Ein abschließendes Urteil mag ich noch nicht fällen, da ich es bisher nur auszugsweise gelesen habe.


    Was mir bisher aufgefallen ist, dass die Aktualisierung nicht sorgfältig genug erfolgt ist.


    So wird ausgeführt, der Bezug von Alg II würde zu Beitragszeiten in der Rentenversicherung und zu einem jährlichen Zuwachs der Rentenanwartschaften von knapp 4,40 Euro führen.
    Nun, beides ist seit Anfang 2011 nicht mehr der Fall.


    Ein paar andere Fehler haben sich auch eingeschlichen. Eck- und Durchschnittsrente zu verwechseln, kann passieren, sollte es aber nicht, da so falsche Vorstellungen entstehen.


    Vermutlich werden die finanz- und versicherungswirtschaftlichen Teile des Buches akkurater sein, aber das konnte ich bisher noch nicht überprüfen.


    Aber bisher hat das Buch bei mir einen schweren Stand.

  • Mein Lieblingsthema :-) Bücher zum Thema Finanzen und Persönlichkeitsentwicklung!


    Fakt ist, es gibt da draußen leider viel zu viele Bücher, die schlichtweg das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden. Entweder, weil sie keinerlei Mehrwert bieten oder sogar falsche Aussagen enthalten. Vieles ist wissenschaftlich nicht belegt und schlichtweg Marketing für ebenfalls dubiose und nicht nachhaltige Geschäfte im Bereich Finanzen.

  • Hallo.


    Es ist wieder Zeit für eine Buchbesprechung.


    Henning Jauernig: Young Money Guide


    Kostet 10 Euro, liest sich gemütlich nebenbei weg und bietet einen netten niedrigschwelligen Einstieg in das Thema.


    Für jemanden, der sich auch so an die Materie traut bzw. getraut hat, ist das Buch eher nix. Aber wenn der Nachwuchs Anstalten macht, flügge zu werden, dann kann man das Buch beruhigt überreichen.


    Wem @Saidi zu schnell und/oder zu viel erzählt, der kann sich mit dem Buch auch etwas Mut anlesen und dann mit den Videos durchstarten.


    Grob anstößige Fehler sind mir im Buch nicht aufgefallen. (Kommt sonst ja ganz gerne vor.)


    Zusammengefasst: Nettes Einsteigerbuch.

  • Nochmal Hallo.


    Und nochmal eine Buchbesprechung:


    Margarethe Honisch: Easy Money


    Kostet 11 Euro, liest sich noch einmal gemütlicher weg und erscheint mir noch etwas niedrigschwelliger im Einstieg.


    Entsprechend der gängigen Geschlechterklischees vermute ich einmal, dass die Autorin eher auf ein weibliches Publikum setzt, daher sind die Beispiele zur Veranschaulichung eher in rosa mit Glitzer gehalten und riechen weniger nach Neuwagenduft oder Sägespänen.


    Zielgruppe ist grundsätzlich dieselbe wie oben beschrieben, vielleicht mit nich etwas mehr Aversion zu Finanzthemen.


    Dummerweise hat das Lektorat an ein, zwei Stellen so richtig gepennt. Aber vielleicht ist das in den späteren Auflagen geheilt. (Die allgemeine Wartezeit in der Rentenversicherung wurde einmal charmant auf 5 Monate reduziert. Das hätte man vor dem Druck noch korrigieren können.)


    Zum Verschenken an komplette Neueinsteiger ist es geeignet.

  • Gerade frisch ausgelesen:


    Klaus Hermann

    "Ich bin kein Klinkenputzer"


    Leicht und schnell zu lesen (knapp 150 Seiten). Bietet neben Selbstverständnis (und Selbstdarstellung) des Autors auch Einblicke in das Berufsfeld der Versicherungsvermittler.


    Mein Weltbild wurde nicht verändert, aber ich wurde informiert und unterhalten.


    Fazit: Keine Zeitverschwendung, aber verzichtbar.

  • Empfehlung von mir:

    Die Bank gewinnt immer.(Gerhrad Schick)Geschrieben von einem ehemaligen Bundestagsabgeordneten der Grünen, der sein Mandat aufgegeben hat, um die Bürgerbewegung Finanzwende voran zu treiben.


    Spricht viele Themen an, auf die der Finanzmarkt aktuell einen (schlechten) Einfluss hat.

    Viele Dinge sind bestimmt für einige bekannt, empfinde das Buch als sehr kompakte gute Zusammenfassung.


    Augenöffnend für Leute, die sich noch gar nicht mit diesen Themen beschäftigt haben.

  • Mein Lieblingsfinanzbuch, auch wenn es sich nicht direkt mit Finanzen beschäftigt:

    D. Kahnemann "Thinking, fast and slow".

    Warum? Erklärt vieles, was in unserem Gehirn bei der Entscheidungsfindung passiert, vieles ist inzwischen im allgemeinen Sprachgebrauch, wie z.B. die verschiedenen "Biases".

    Also ich das Buch gelesen hatte, ist mir klar geworden, warum über 90% aller Anleger versuchen, den Markt zu schlagen.