Habt ihr schon mal in Aktien investiert?

  • Ich bin ein totaler Neuling, was Anlegen angeht und bin dementsprechend froh über gute Ratschläge 8o . Habt ihr schon mal Aktien gekauft oder in andere riskantere Möglichkeiten investiert? Was ware euer Eindruck / eure Erfahrungen???

  • Ja, habe ich mal versucht. Man braucht allerdings gute Grundkenntnisse, wenn man das selber macht. Ansonsten besser beraten lassen bzw. das eingesetzte Kapital gut streuen. Denn nur so kann man langfristig eine Steigerung erreichen.

  • Habe ich bisher nicht gemacht und werde ich auch nicht machen. Wenn man keine Ahnung von etwas hat, dann soll man die Finger davon lassen. Wie viele haben denn schon Unmengen vorloren, nur weil sie nicht informiert waren?


    Ich vertraue de meinem guten, alten Bankberater. Der kennt mich, ich kenne ihn, und wir verstehen uns.

  • Na da hast du aber dann Glüclk! Es kann nicht jeder von sich sagen, dass er einen guten Berater / eine gute Beraterin hat. Nur eine Vertrauensbasis und ehrliche Information seitens derer, die sich auskennen, kann zum langfristigen Erfolg führen.

  • Ich glaube, dass viele Leute davor zurückschrecken, weil man mit wenig Wissen viel verlieren kann.. Traurig, aber wahr. Ganuso ist es aber auch beim Berater: Enn der sich nicht auskennt oder einem das falsche Produkt andreht, dann verliert man auch.


    Vorbildung, Vorbildung, Vorbildung sage ich da nur! Viele fangen auch rst mal im Internet an, sich zu informieren und werden Stück für Stück weiser. Ist aber keine Patentlösung. Am Ende des Tages kann man sich nur auf sich selbst verlassen.

  • Hallo Finti,


    Ja, ich bin seit dem Börsengang von Salzgitter in Aktien investiert. Kam
    von jetzt auf gleich in die Welt der Aktien und blieb drin. Habe
    viele gekauft und verkauft, mal mit Gewinn mal mit Verlust. Die
    Gewinne überwiegen.


    Salzgitter habe ich mehr als zehn Jahre gehalten. Derzeit halte ich sechs Titel
    aus dem DAX und vier aus dem MDAX.


    Es gibt kaum eine Geldanlage, die ich nicht kenne, von Sparbrief und
    Festgeld über Bundeswertpapieren und etliche Wertpapierarten. Die
    Aktie ist mit Abstand die beste und rentabelste Investition. Es ist
    keine Werbung, sondern nur meine eigene Erfahrung.


    Oder kennt jemand eine Geldanlage, die sich in fünf Jahren verzehnfachen
    kann? So ist die Continental-Aktie von 13 (2009) auf knapp 170 Euro
    (2014) geklettert. Bin leider nicht investiert.


    In Titeln aus den deutschen Indizes lohnt das Einsteigen immer. Zurzeit
    sind fast alle zu teuer. Es gibt aber welche, die noch bezahlbar
    sind. Nennen will ich keine, damit es nicht wie Werbung klingt.


    Gruß, M.

  • Hallo Mika B.,


    vielen Dank für Ihren Beitrag.


    Wenn Sie gute Erfahrungen mit bestimmten Aktien gemacht haben, dürfen Sie diese ruhig nennen - die anderen Mitglieder sind sicherlich froh über Tipps! Wie in jeder Gemeinschaft ist auch hier das Maß entscheidend: Persönliche Empfehlungen, die selbst erprobt wurden, sind völlig in Ordnung. Einseitige Linksetzung und Werbung sind es nicht.


    Bei Fragen bin ich Ihnen gerne in diesem Thema behilflich: Forenregeln - Allgemeines - Finanztip Community


    Viel Glück weiterhin beim Investieren!


    Viele Grüße


    Franziska

  • @Mika B., du scheinst dich gut auszukennen!


    Das habe ich auch letzhin gelesen, dass Aktien unterm Strich immer noch die beste Anlagemöglichkeit sind. Man muss sich das ja nur mal vor Augen führen: Im Grunde genommen investierte man ja in Unternhemen. Ist also so gesehen fast nichts anderes als eine Beteiligung an einem Geschäft zu haben. Natürlich viel kleinteiliger und globaler!!! Wenn man Unternehemen hilft zu wachsen´ist das doch die beste Politik. Wer Wachstum fördert, fördert Arbeitsplätze und damit letzendlich die Gemeinschaft.


    Bevor ich angefangen habe, hatte ich natürlich auch das klassiche Tagesgeldkonto und die ein oder anderen Festgeldinvestition. Das gehört finde ich auch zu der Grundausstattung hinzu. Aber wer mehr will muss auch risikofreudiger sein. Bevor ich den Punkt erreicht hatte investieren zu können musste ich aber erstamla was ansparen. Ohne Moos halt nix los, das weiß schon jedes Kind. Wo ich mir immer noch unsicher bin sind solche Einzelaktionen. In einen Fond zu investieren, ist nicht so schwer. Aber zu wissen, wann ich kaufen und verkaufen muss, welche Aktien gut sind... da habe ich noch gewaltig Repsekt vor.... du hast nicht zufällig noch einen Tipp für mich, wie man da am besten vorgeht (mit oder ohne Nennung der Namen ;))?

  • Lieber Finti,


    Sie unterschätzen wahrlich die Risikofreude und v. a. das Risikovermögen der deutschen Bevölkerung! Auch wenn manche besser informiert wären, würden sie trotzdem nicht in Aktien investieren können. Die hohen Transaktionsgebühren und die Tatsache, dass es sich nicht lohnt, kleine Beträge zu investieren, machen eine Anlage für die meisten unmöglich.


    Insofern ist diese Anlagemöglichkeit noch lange nicht "volkstauglich". Bitte behaupten Sie auch nicht, dass es so sei. Sie haben ja selbst schon zugegeben, dass es ohne ein gewisses Grundvermögen nicht machbar ist.


    Ich persönlich habe mein Portfolio breit gestreut und habe alle Anlagevarianten im Repertoire. Damit ist sichergestellt, dass bei Ausfall einer Investition nicht alles verloren ist. Das sollten sich die jüngeren Sparer mal zu Herzen nehmen!


    Freundliche Grüße


    H. R.

  • Hallo Franziska,


    Links und Werbung sind nicht mein Ding, wenn ich in Foren schreibe. Webseiten habe ich nicht, mache auch keine Werbung für Andere. Gebe ich Tipps, dann immer aus eigener Erfahrung. Gute Erfahrungen habe ich mit vielen Aktien gemacht, diese kann ich mit reinem Gewissen empfehlen. Empfehlen kann ich auch jene Titel, die ich „verpasst“ habe. :)


    Seit einiger Zeit werben zahlreiche frischgebackene „Börsenexperten“ für Aktien, die sie offenbar selbst nicht kennen, das lese ich zwischen den Zeilen. Daher würde ich gerne echte Erfahrung weitergeben. Ich war in mehreren Finanzforen sehr aktiv. Da ich seit über sieben Jahren für ein Textportal Artikel verfasse, habe ich die Foren vernachlässigt! :)


    Gruß, Mika B.

  • Hallo Mika B.,


    eigene Erfahrung ist immer die beste Grundlage!


    Was mir besonders auffällt - und Sie als Artikelschreiber werden das wissen -, ist, dass viele Journalisten oder Textverfasser sich nur schwierig über Wasser halten können. Da ist einem natürlich jeder Auftrag Recht, auch wenn man im Zweifelsfall nur wenig über das Thema weiß. Oder aber die eigene Selbstüberschätzung führt dazu, dass man Empfehlungen gibt, die nicht Hand und Fuss haben.


    Gerade durch meine Arbeit bei Finanztip erlebe ich es jeden Tag neu, wie wichtig es ist, sich nicht nur zu informieren, sondern dabei auch eine verlässliche Quelle zu haben. Deutschland ist nicht nur ein Land der Bürokratie, es ist auch das Land der Kompliziertheit. Verschiedenste kleinteilige Gesetze und die sog. Experten dazu sind nicht immer leicht zu durchschauen.


    Es wäre schön, Sie hier öfter zu sehen (gesetzt den Fall, dass Ihre Arbeit das zulässt)! Die anderen Nutzer würden sich sicherlich über Ratschläge von Ihnen freuen!


    Viele Grüße


    Franziska

  • Ich schnuppere Expertenluft :D Jaja, ist immer gut, jemanden zu kennen, der sich in den lebenswichtigen Bereichen auskennt... oder jemand zu kennen, der jemand kennt...


    Seit ich mir euren Artikel zu ETFs durchgelesen habe, überlege ich auch, ob ich nicht mal einen Alleingang wagen sollte. Also das Thema ist mir schon vorher begegnet, aber ich war biosher immer erdrückt von der Masse an Information über Anlegen. Und Fachbegriffe machen es einem ja auch nicht leichter.. Jedenfalls wenn, dann fange ich mit was idiotensicheren an 8)

  • ETFs sind wirklich die beste Art, wie man in Aktien investiert. Die Fondsbranche erzählt einem zwar immer wieder, wie toll ihre hochbezahlten Fondsmanager Dein Geld verwalten und mehr rausholen als wenn man passiv in einen Index investiert. Die Statistik ist aber ziemlich eindeutig, dass die meisten Fondsmanager das langfristig nicht schaffen. Und vor allem: Kein Mensch kann im Voraus sagen, welcher Fondsmanager den Index schlagen wird. Daher macht man mit normalen Fonds nur die Fondsmanager reich mit den horrenden Gebühren. Also: Wenn Fonds, dann ETFs.


    Für jeden, den's interessiert und der mit dem Englischen kein Problem hat: Hier ist ein super Artikel zu dem Thema im Economist


    http://www.economist.com/news/…squeezed-will-invest-food

  • Hallo zusammen,


    Aktien gehören aus meiner Sicht in jedes ausgewogene Vermögensportfolio. Die Aktie ist ein klassischer Sachwert und stellt eine Beteilung am Produktivkapital dar. Der Aktionär nimmt also direkt an der Wertschöpfung einer Gesellschaft teil. Er trägt natürlich auch das Risiko schlechter Geschäftsmodelle und macht Konjunkturzyklen mit. Daraus ergibt sich, dass Zukunftsaussichten von Unternehmen im Zeitverlauf immer anders bewertet werden, d.h. der Kurs einer Aktie schwankt. Das ist nicht per se etwas schlechtes, sondern zeigt, dass sie sich nur für langfristige Zeithorizonte eignet. Mir ist schleierhaft, warum nicht mehr Leute einen Teil ihres Ersparten in Aktien anlegen.


    Entgegen der Behauptung von @Grautnix, Aktiengeschäfte seien nur etwas für Leute mit viel Geld, ist die Anlage schon in Kleinstbeträgen möglich und absolut "volkstauglich"! Natürlich nicht in einen einzelnen Wert, das wäre tatsächlich mit horrenden Kosten verbunden. @Finti sei gesagt: Man muss nicht erst etwas ansparen, bevor man etwas risikofreudiger anlegen kann. Es gibt auch Fondsparpläne, die mit monatlichen Minimalbeiträgen (ca. 25 EUR) gefüttert werden können.


    Für die Starter unter den Aktionären, empfehle ich nicht zuviel Angst vor fehlenden Informationen und dem "sich nicht auskennen" zu haben. Mit der Einsicht, dass man mit Einzelinvestments (also das direkte Akiteninvestment) den Markt langfristig nicht schlagen wird und dass das auch ein gut bezahlter Fondmanager mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit nicht kann, hat man das wesentliche schon begriffen. Es ist also unnötig, sich über eine einzelne Aktien zu informieren. Für den Anfang reicht es vollkommen aus, sich über sogenannte ETF-Fonds zu informieren. Dann braucht man noch ein kostenloses Depot und die Möglichkeit, ETF Fondsparpläne kostenfrei ausführen zu lassen. Man sucht sich einen ETF auf den MSCI All Country World Index und fertig ist die Laube. Damit ist man ab der ersten Sparplanausführung an tausenden Unternehmen weltweit investiert - man kann auch sagen, man hat "den Markt" gekauft.


    Vorab allerdings sollte eine langfristige Finanzplanung gemacht werden, damit man nicht ziellos "einfach Aktien kauft". Es sollten also zunächst die klassischen Fragen beantwortet werden. Was will ich? Was habe ich für finanzielle Ziele? Sind das kurz-, mittel- oder langfristige Ziele? Habe ich ausreichend liquide Rücklagen für Notfälle? Auf welches Geld kann ich in den nächsten x Jahren verzichten? Soll für die Altersvorsorge gespart werden? Oder für ein Haus? Oder das nächste Auto? Oder nur für Konsum? Der Aktienanteil sollte sich dann in das Konzept einfügen. Je langfristiger die Ziele, desto eher ist eine Aktienanlage sinnvoll. Aber hier ist eben jeder Mensch in seinen Wünschen und Zielen verschieden, weshalb vor dem Produkt ein Finanzkonzept stehen sollte...

    • Offizieller Beitrag

    Wieder ein sehr treffender Kommentar von @Andreas, dem nichts hinzufügen ist.


    Ich selbst bin aktuell nicht investiert, da ich mein Depot zu einer Direktbank transferieren wollte und das nicht ganz so geklappt wie ich es mir gewünscht habe ... und natürlich in der persönlichen Finanzplanung ein evtl Immobilienkauf möglich ist, daher heisst es Eigenkapital sammeln :)


    Ansonsten halte ich es mit André Kostolany:


    ¨Wer Geld hat kann spekulieren, wer kein Geld hat muss spekulieren.¨


    Und um nun wieder sachlich zu werden:


    In der aktuellen Zinsniedrigphasen gibt es aus meiner Sicht die Verschiebung was das Thema konservative Anlagen angeht, denn ein Anleger der konservativ und werterhaltend anlegt (bei den aktuellen Sparzinse) geht bewusst eine negative Rendite (Inflation 1,5% p.-a.) ein.


    Somit muss der konservative Anleger aus meiner Sicht Anlageformen (die eine Rendite über Inflation versprechen) in sein Portfolio aufnehmen um einen Werterhalt generieren zu können.

    "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

    Lee Iacocca, amerik. Topmanager

  • Was hat denn mit der Übertragung nicht geklappt? Hattest du Schwierigkeiten rauszukommen oder Vertraäge zu beenden? Oder lag das an etwa sganz anderem? Ich finde das interessant denn immer mehr Leute gehen zu einer Direktbank und müssen dafür aj auch ihre Sachen transferieren!

    • Offizieller Beitrag

    Nein, bei mir lag das Problem bei der Kontoeröffnung.


    Meine Unterschrift weicht von der im Kontoantrag ab, daher musste ich zweimal das ident Verfahren machen und mehrere Male kommunizieren.


    Ging von Mai bis Anfang August :)

    • Offizieller Beitrag

    Übrigens hier ein interessanter Artikel der Welt. "Verzogen Sie nicht ihre Zeit"


    http://www.welt.de/finanzen/ge…-Ihre-wertvolle-Zeit.html

  • Wieso weicht deine Unterschruft ab? Hast du sie zwischenzeitlich geändert oder wie ;)


    Finde ich jetzt abe rnicht so schlimm. Das zeigt doch, dass die Banken den ganzen Prozess sehr ernst nehmen und nicht einfach jede Unbterschrift für bare Münze nehmen.


    Der Artikel ist witzig! Ich habe auch eine Nichte, die... nun ja... ein bisschen dauerstudiert hat und kurz vir der 30 noch nicht wirklich Vermögen aufgebaut hat. Die kann sich also beruhigt noch ein bisschen zurücklehnen :rolleyes: Aber grade die Leute bis 35! Da müssen sie die Studenten mit einbezogen haben, weil jemand, der früh arbeitet, auch schon früher Kohle hat.