Hilfe der Crash kommt... (bald?)

  • das weiss wohl niemand so genau.... dennoch bin z.b. ich dabei mich vor zu bereiten...und irgendwann zu kaufen.
    dabei kommen mir fragen neu, die ich mir schon lange stelle:
    ich habe noch ein depot von vor 2008, welches ja bis 100.000 euro gewinn steuerfrei ist. ich frage mich nun, ob die fondskosten nicht im laufe der zeit die vorteile aufessen und ich lieber doch verkaufen sollte und in besser performende etf einsteigen sollte (alle fonds im alten depots sind AKTIVE fonds und daher kostenintensiv plus nicht alle die 'renner'). ... gibt es anhaltspunkte, wann zu verkaufen trotz 'alt' status durchaus anzudenken waere. nach dem motto, lieber abgeltungssteuer auf gewinne als keine steuer auf kleine gewinne...


    (finanztip sagte zu dem thema - 'alten depots' halten wg der steuerfreien 100.000... aber die sprachen von etf depots - ich allerdings hatte noch nichts mit etf am hut vor 2008 und halte daher aktive fonds). nun frage ich ich, ob ich doch die 'schlaefer' dort verkauffe und in etf zu gutem kurs nun reinverstiere...


    allen mitdenkenden herzlichen dank!

  • Das ist eine Rechenaufgabe und Glaubensfrage. Grob gerechnet zahlt man auf einen heutigen ETF ca. 20% Steuern oberhalb der persönlichen Freibeträge. Bei einer durchschnittlichen Jahresrendite von 7% entspricht das 1,4 %-Punkten weniger Rendite. Wenn die Verwaltungskosten der steuerfreien Altfonds die der ETF um mehr als diese 1,4% übersteigen, lohnt sich das Halten nicht.


    Es hängt aber nicht nur von der persönlichen Steuersituation ab, sondern auch von der Haltedauer. Je schneller man die 100k erreicht, desto besser.


    Manche aktive Fonds liefern für ihre Kosten ja auch einen Mehrwert. Ob das künftig so ist, das ist die Glaubensfrage.

  • Dass das auch an den Faktor "Zeit" gekoppelt werden sollte, sollte klar sein. Es geht jetzt eigentlich nur um die Grundidee.

    Das habe ich schon verstanden. Also, für Deine Umfrage:


    Ich denke, dass die Aktienkurse auch in Zukunft fallen und nachhaltig steigen werden.



    Davon gehe ich auch aus. Es war ja schon der Vorschlag im Raum, neue Corona-Hilfen sehr niedrig zu verzinsen und erst weit in der Zukunft zu tilgen. Das entspricht einem versteckten Schuldenschnitt.

    Kann der Schuldner einfach so bestimmten, wieviel Zinsen er zu zahlen hat? Das ist in der Tat eine gute Idee. Und wer leiht das Geld?

  • Die EZB könnte das Geld den Mitgliedstaaten leihen, und diese leihen oder schenken es dann ihren nationalen Firmen (Kredite oder Konjunkturhilfen). Das treibt die Staatsverschuldung. Um diese erträglich zu halten, sollten nach dem Vorschlag die Rückzahlungen an die EZB weit in der Zukunft liegen.

  • Durch die hohe Staatsverschuldung in der EU (war ja auch schon vor Corona recht hoch) dürften doch die Zinsen bis in alle Ewigkeit niedrig bleiben, oder? Sonst würde das gesamte System zusammenbrechen.


    Ich gehe grundsätzlich auch davon aus, dass wir noch eine größere Korrektur erleben werden.
    Bei ein paar Einzelaktien bin ich dennoch schon mal "klein" eingestiegen, weil ja keiner weiß wie es weitergeht. Es kann auch durchaus passieren, dass es das, zumindest an den Aktienmärkten, schon gewesen ist.


    Die Indizes sind zum Teil schon wieder "kräftig" gestiegen, aber da muss man auch gucken welche Branchen bzw. Firmen diesen Anstieg ausgelöst haben. Denn nur weil der Index steigt, heißt das ja nicht das auch alle Werte davon profitieren.
    Der DAX ist mit der Performance über 1 Jahr bei -12 %
    Die Lufhansa ist über 1 Jahr bei -63 %


    über 1 Monat
    DAX +10,65 %
    Lufthansa +5,17 %


    Das ist jetzt ein recht einfacher Vergleich, weil Lufthansa einer der großen Verlierer der Corona Krise ist, aber es zeigt auch, dass der Index nur bedingt ein Barometer sein kann. Es gibt auch Unternehmen, die von der Pandemie recht wenig "mitbekommen", da ihr Geschäftsmodell davon nicht betroffen ist bzw. sie davon sogar profitieren.

  • ...
    Ich gehe grundsätzlich auch davon aus, dass wir noch eine größere Korrektur erleben werden.
    Bei ein paar Einzelaktien bin ich dennoch schon mal "klein" eingestiegen, weil ja keiner weiß wie es weitergeht. Es kann auch durchaus passieren, dass es das, zumindest an den Aktienmärkten, schon gewesen ist.

    Kommt es Dir nicht selbst etwas merkwürdig vor, mit vielen Worten nichts auszusagen?


    1.)
    Wir müssen also davon ausgehen, dass wir noch eine größere Korrektur erleben werden?
    Ja, davon muss man am Aktienmarkt wohl immer ausgehen. Davon bin ich schon immer ausgegangen, nicht erst jetzt.


    2.)
    Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass es nicht zu einer Korrektur kommt?
    Aha, sehr aufschlussreich!


    3.)
    Es weiß auch keiner, wie es am Aktienmarkt weitergeht?
    Das war bei mir schon immer so. Im Januar wusste ich auch nicht, wie es weitergeht. Sagst Du Bescheid, wenn Du weißt wie es weitergeht?


    4.)
    Man ist also schon mal "klein" eingestiegen und hat mal den großen Zeh ins Wasser gehalten, denn es könnte ja doch sein, dass... :rolleyes:




    Die EZB kauft 100-jährige Staatsanleihen? Oh, das wird Geschrei geben.

    Nein! Die EZB soll Geld drucken du dann verschenken. Das ist die geniale, neue Idee, auf die noch niemand gekommen ist.

  • @Schwachzocker


    Zu 1.
    Man muss immer davon ausgehen, dass es zu einer Korrektur kommt. Aber einen Crash in diesem Ausmaß hat wohl niemand erwartet, oder wenn doch dann nur ganz wenige.


    Zu 2. und 3.
    Da man den weiteren Verlauf nicht voraus sehen kann, kann es ja auch sein, dass eine Menge bereits eingepreist ist und die Kurse nun doch die nächsten Jahre nur nach oben gehen.


    Zu 4.
    Jeder muss da ja seine eigene Strategie finden. Ich persönlich gehe davon aus, dass es noch eine Korrektur gibt, aber für den Fall das ich mich irre, bin ich schon mal "klein" eingestiegen. Ob das am Ende richtig gewesen ist, wird man erst am Ende sehen. Von daher heißt es jetzt eh abwarten.

  • Ich persönlich gehe davon aus, dass es in den nächsten drei Monaten tendenziell noch relativ stark abwärts gehen wird. Im Prinzip bei allen relevanten Indizes in Europa und den USA. Das ist jetzt aber nur meine subjektive Meinung. Nichtsdestotrotz lass ich mich später gern auf diesen Post festnageln ;-)

  • Ich persönlich gehe davon aus, dass es in den nächsten drei Monaten tendenziell noch relativ stark abwärts gehen wird. Im Prinzip bei allen relevanten Indizes in Europa und den USA. Das ist jetzt aber nur meine subjektive Meinung. Nichtsdestotrotz lass ich mich später gern auf diesen Post festnageln ;-)

    Ich glaube auch, dass es nach dem Zwischenanstieg nochmals durchaus kräftiger bergab gehen wird; die Wirtschaftszahlen entwickeln sich doch schlechter, als es bisher errechnet wurde.
    Habe daher jetzt mal wieder Werte verkauft, die ich nach dem 1. Crash gekauft hatte und konnte immerhin in 24 Tagen 16% Gewinn einstreichen.
    Da hatte es sich gelohnt, mit günstigem Wertpapierkredit des Smartbrokers zu 2,25 % p.a. kaufen zu können.

  • @Schwachzocker


    Zu 1.
    Man muss immer davon ausgehen, dass es zu einer Korrektur kommt. Aber einen Crash in diesem Ausmaß hat wohl niemand erwartet, oder wenn doch dann nur ganz wenige.
    ...

    Wir sind im MSCI World seit Jahresbeginn gerade einmal 10% unter Wasser. Das ist lachhaft.
    Zwischendurch waren wir mal 30-40% von den Hochs entfernt. So sehen Crashs eben aus, sonst sind es keine.





    Zu 2. und 3.
    Da man den weiteren Verlauf nicht voraus sehen kann, kann es ja auch sein, dass eine Menge bereits eingepreist ist und die Kurse nun doch die nächsten Jahre nur nach oben gehen.

    Du kannst davon ausgehen, dass alle heute vorhandenen, öffentlich zugänglichen Informationen eingepreist sind. Das hat aber nichts damit zu tun, ob die Kurse in Zukunft rauf oder runter gehen. Wir kennen die Informationen, die es morgen gibt, heute nun einmal noch nicht.



    Interessant! :S



    @Schwachzocker


    Ob das am Ende richtig gewesen ist, wird man erst am Ende sehen....

    Welches Ende?

  • Jetzt hat mein liberaler YouTube-Onkel aus den USA gesagt, dass er ins Preppen einsteigt, weil er durch Donald Trump die Zuversicht in die Problemlösungsfähigkeit dieser und künftiger US-Regierungen verloren hat.
    Der konservative YouTube-Onkel preppt ja schon seit Jahren. Aber dass der andere jetzt auch anfängt, irritiert mich doch ein wenig.


    Ich glaube, bis Jahresende schaue ich mir die Kurse einfach nicht mehr an. X/

  • @driverinb


    Mich interessiere verschiedene Gesichtspunkte:


    1) Mit wieviel % der aktiven Fonds wäre man bis jetzt besser durch die Krise gekommen, davon ausgehend, dass ein "Normalanleger", der in den letzten 5 Jahren in ETF eingestiegen ist, aktuell kaum Verluste gemacht hat?
    2) Welche Art von aktiven Fonds haben sich in der Krise bewährt? Regionen? Strategien?
    3) Geht von ETF eine Gefahr für Kleinanleger (<1Mio € Anlagesumme) aus, die es bei aktiven Fonds nicht gibt?


    ETF haben eine riesige Fangemeinde. Es gibt aber auch einige Kritiker. Die Corona-Krise ist die erste Bewährungsprobe für ETF.


    4) Gibt es Risiken an ETF, die bislang nicht bedacht wurden?


    Eigentlich hoffe ich zu hören " chris2702, du kannst mit deinen ETF weiter machen bis zur Rente". Oder ich wüsste gerne, was es doch noch zu bedenken gibt und welche Risiken ich gegenüber aktiven Fondsinvestments eingehe.

  • Du wirst mit den risikoreichen ETF alles verlieren ;-)


    Es gibt bei Morningstar eine recht interessante Analyse für Mischfonds, die auch für Dich interessant sein dürfte, da Du ein Mischportfolio hast.


    Kurzfassung des Ergebnisses: In allen vier Kategorien von Mischfonds sind die Ergebnisse sowohl in den letzten Jahren als auch beim Corona-Einschlag schlechter. Aus EInzelfonds-Ebene gibt es einzelne, die den Rücksetzer weniger mitgemacht haben. Allerdings habe ich dabei bei schneller Durchsicht keinen entdeckt , der dauerhaft besser war.


    Quelle https://www.morningstar.de/de/…e-performance-bilanz.aspx


    Ggf. kostenfreie Registrierung nötig, fake-accounts funktionieren.