Hilfe der Crash kommt... (bald?)

  • Um mal wieder zum Stammtisch-Thema zurückzukommen: Gestern, ups vorgestern, gab es einen kleinen Versuch eines Crashs. Nachdem viele Unternehmenszahlen besser als erwartet ausfielen, langweilten sich wohl einige Anleger oder spielten "Sell on good news". Der heiß gelaufene Nasdaq 100 verlor Donnerstag 4%.


    Aber: Am Freitag folgte nur ein kleiner Nachverkauf. Wo bleiben dia ganzen Angsthasen, die vor dem Wochenende verkaufen, um sich zwei Tage in Sicherheit zu fühlen?


    Ich habe neulich die These in den Raum gestellt, dass wir gerade an einer Wall of Worry hinaufklettern: Es sind so viele Sorgen im Markt (Corona, Quartalszahlen, US-China-Krise, US-Wahl), dass viele noch nicht (wieder) investiert sind. Schlechte Nachrichten sind schon eingepreist. Wenn die Kurse mal etwas zurückkommen, kauft wieder jemand nach. Da kommen wir erst raus, wenn etwas passiert, was gerade niemand auf dem Schirm hat. Ansonsten wundern wir uns bis November, wieso es dauernd nach oben kriecht.


    Könnte aber auch ganz anders kommen :-)

  • Hallo Starwars8
    Vielen Dank für das Kompliment. Leider ist es so dass ich auch nur mit Wasser koche.
    In den 35 Jahren seit ich Aktien besitzte habe ich viele Fachleute kommen und gehen sehen,
    von Kostolany, über Paul C. Martin (Crashpaule) Leuschel, Bernecker, Bolko Hoffmann, Jens Ehrhardt
    und auch die jüngeren Propheten bis hin zum Dirk Müller dem Mr. Dax.
    Jeder hat mal Recht. Je langfristiger die Vorhersagen umso eher treffen sie ein.
    Aber Achtung. DAs Wichtigste.
    Die Märkte wechseln sich ab, Länder wechseln sich ab, Branchen wechseln sich ab
    und die FONDS-Ergebnisse sind leider auch nicht konstant.
    In den letzten Jahren war der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen ein Highlight.
    Jahrelang 2-stellige Prozentgewinne, selten unter 10% im Jahr.
    Und dann war auf einen Schlag die Party rum. Kursrückgang, heute irgendwo unter Ferner liefen...
    Jetzt ist gerade Floßbach und Storch der Spitzenreiter. Kompliment für das Team.
    Ich befürchte aber sie können den Spitzenplatz nicht ewig halten.
    Auch dort kommt ein Wechsel. Frage ist WANN?
    Genauso mit den Technologieaktien. Die steigen seit Jahren, Jahr für Jahr, nur der Himmel ist das Limit.
    Ich habe auch solche Aktien. Ich traue aber dem Braten nicht mehr so richtig.
    Das geht mir schon zu lange gut. Die Bewertungen sind extrem hoch.
    Ich befürchte auch da gibt es mal einen Favoritenwechsel.
    Daher halte ich mich an die Mischung. Internationale Bluechips, Egal ob Aktien oder Fonds.
    Und wenn Du willst kannst Du diese kleinen Spezialfonds mit in Dein Depot reinnehmen.
    Die gehen ja nicht Pleite. Und es bleibt spannender wenn Du einen Blick auf Deinen Depot-Auszug wirfst.
    Gruss aus Suttgart McProft

  • Sorry, ich will hier keine private Adresse oder email angeben,
    ich kenne die Spielregeln nicht
    und weiß nicht ob das irgend ein Missbrauch gemacht wird
    außerdem habe ich schon zu viele private Infos von mir (anonym) bekanntgegeben.
    Das Mitglied KATER-KA hat aber geschrieben, dass es einen offiziellen Weg gibt
    sich direkt auszutauschen.
    Ich habe aber wenig Zeit für ausführliche persönliche Beratung.
    Häufig sind die Depots sehr kompliziert aufgebaut, enthalten Aktien UND Fonds
    mit ganz unterschiedlichen Beträgen.
    Es ist aufwendig ein solches Depot richtig zu strukturieren.
    Gruss aus Stuttgart McProfit

  • Hallo McProfit,
    soviel Details wollte ich nicht, nur daß hier dieses Thema zu eng für die anderen Teilnehmer geworden ist.


    Ich wollte nicht Deinen Depot wissen, sondern wie DWS Small dagegen schlägt (z.B. Vergleich auf der Website von fondsweb): z.B. Deine beste Aktie/Fond/ETF als Vergleich.
    Bisher scheint, auch Vanguard ETF's "gutmütig", aber bisher ist DWS small besser.
    Ich schaue die Blue Chips genauer an, vergleiche derzeit Vanguard ETF's mit "meinem Fond" und warte auf mir zustehendem Geld. Turbulenzen werden, glaube ich, mehr, als in den letzten Jahren.


    Wie Du sagst, man muß den Ausstieg im Auge behalten.
    Gute Nacht

  • Die Zukunft ist IMMER ungewiss.....
    Das gilt auch für Prognosen, vor allem wenn sie in die Zukunft gerichtet sind....
    Aber, Spass beiseite:


    Wir haben zur Zeit eine seltene Konstellation.
    Es spricht sehr viel dafür, dass ab Herbst die Zahl der Insolvenzen massiv ansteigt und zwar weltweit.
    Und zwar egal ob eine 2. Coronawelle kommt oder nicht.


    Im Moment wurden die Probleme mit riesigen Krediten und Zuschüssen klein gehalten.
    Der Staat kann aber nicht ewig Kurzarbeitergeld zahlen und Zuschüsse


    Daimler muss über kurz oder lang massiv Autos verkaufen. Und zwar keine Kleinwagen sondern
    S-Klassen, SUV und alle Modelle über 50.000 oder noch besser 100.000 Euro.
    Nur das bringt Daimler Umsatz, Gewinn und dem Staat Steuern.
    Mit Kleinwagen kann so ein riesiger Konzern kein Geld verdienen.
    Und so geht es vielen anderen Firmen.


    Alles hängt davon ab, ob WIR ALLE möglichst bald wieder die alten Kaufgewohnheiten haben.
    Autos, Kleidung, Designer, Eigentumswohnungen, Häuser, Reisen, Hotels, Restaurantbesuche usw.
    Davon hängt alles ab.


    Liebe Freunde hier, schaut nicht auf die Analysten.
    Schaut rein bei den Autohäusern, in den Boutiquen, beim Reisebüro, im Immobilienteil der Zeitung,
    DAS ist der Indikator!! Davon hängt ALLES ab.


    Ich werde zum ersten Mal in meinem Börsenleben (und das sind schon über 30 Jahre)
    einen Teil der Aktien verkaufen und die Liquidität erhöhen. Ich bin sonst immer VOLL investiert.
    Selbst auf die Gefahr, dass ich TEURER nachkaufen muss.
    Viele Kurse sind aber jetzt schon so hoch und höher, wie VOR Corona, - das passt nicht zusammen
    Gruss an Alle von McProfit.

  • Wir haben zur Zeit eine seltene Konstellation.
    Es spricht sehr viel dafür, dass ab Herbst die Zahl der Insolvenzen massiv ansteigt und zwar weltweit.
    Und zwar egal ob eine 2. Coronawelle kommt oder nicht.
    ...

    Und Du bist natürlich einer der wenigen Eingeweihten, die dieses Exklusivwissen haben?




    ...


    Alles hängt davon ab, ob WIR ALLE möglichst bald wieder die alten Kaufgewohnheiten haben.
    Autos, Kleidung, Designer, Eigentumswohnungen, Häuser, Reisen, Hotels, Restaurantbesuche usw.
    Davon hängt alles ab.
    ...

    Danke für diese Information. Das war bisher niemanden klar.




    Das ist völliger Quatsch. Das Geld wird natürlich mit der Massenware verdient.

  • Ich werde zum ersten Mal in meinem Börsenleben (und das sind schon über 30 Jahre)einen Teil der Aktien verkaufen und die Liquidität erhöhen. Ich bin sonst immer VOLL investiert.
    Selbst auf die Gefahr, dass ich TEURER nachkaufen muss.
    Viele Kurse sind aber jetzt schon so hoch und höher, wie VOR Corona, - das passt nicht zusammen
    Gruss an Alle von McProfit.

    Das sehe ich auch so. Nur ... die in den Markt geballerten Fördermittel werden zum großen Teil an der Börse landen und die Kurse weiter treiben.


    Völlig kranke Welt.


    Cash in Euro oder Fremdwährung?

    Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen. Henry Ford

  • Und was bedeutet dieses für uns als Fondsanleger? Geht die Glaskugel davon aus, daß AGs Pleite gehen werden?

    Ich kaufen keine Fonds, weil der Cocktail immer auch Gift enthält.


    Sicherlich werden wir Marktaustritte sehen.


    Alles was mit stationärem Handel (insbesondere Textilien und Schuhe), Gastronomie, Tourismus (incl. Transport) zu tun hat, ist existenzgefährdet. Banken und gewerbliche Vermieter wird auch spannend.

    Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen. Henry Ford

  • Tut mir Leid, aber ich halte diese Sicht auf die Aktienmärkte für ein wenig übertrieben.
    Man hörte in den letzten Monaten immer wieder, dass die derzeitigen Börsenkurse nicht die wirtschaftliche Realität abbilden würden. Für die einen (wie z.B. Crashpropheten wie Dirk Müller) sind daran irgendwelche Jungaktionäre schuld, die einfach ihr Geld völlig blind in irgendwelche halbkaputten Unternehmen schießen. Für die anderen sind die Staaten Schuld, da behauptet wird, dass die Rettungsgelder die Kurse künstlich in die Höhe trieben, dadurch eben dann auch eine massive Überbewertung entstehe und es dann im Herbst oder im nächsten Jahr zu einer Pleitewelle komme.


    Ich halte beide Ansichten für übertrieben. Meiner Meinung lassen sich die gegenwärtigen Kurse wie z.B. im MSCI World eigentlich ganz gut mit der derzeitigen wirtschaftlichen Situation erklären. Denn wir müssen ja bedenken, dass die Branchen, welche hauptsächlich unter der Krise leiden, eigentlich kaum börsennotiert sind. Unternehmen, die der Branche "Verkehr" zugerechnet werden können, befinden sich im MSCI World lediglich ca. 80 Stück. Und von denen haben viele Mit Tourismus gar nichts zu tun.
    Kurz gesagt: Die Börse (bzw. den MSCI World) interessiert es doch kaum, wenn die Tourismusbranche leidet. Und es interessiert den MSCI World überhaupt gar nicht, wenn irgendwelche Restaurants schließen müssen.


    Finanzdienstleister sind auch nicht mehr in dem Maße im MSCI World vertreten, wie das noch vor der großen Finanzkrise der Fall war. D.h. auch wenn ein paar Banken pleite gehen, wird es wohl nicht den großen Crash geben. Und falls doch, dann wird das nur kurze Zeit andauern, so wie es im März der Fall war, denn da haben die Börsianer auch total übertrieben, was nun aber wieder korrigiert wurde.


    Ich würde die jetzige Situation mal nicht so negativ sehen :)


    LG
    Casper

  • @'Casper
    jedoch, Freunde/Familienmitglieder von Insolventen/Arbeitslosen, werden, glaube ich, bei Ausgaben vorsichtiger. Dies kann man nicht irgendwie aktuell in Zahlen ausdrücken.


    Die Macht der Zentralbanken, die Kredit zur Verfügung stellen: Cantillon-Wirkung: die Schere zwischen Arm und Reich wird vergrößert. Wie lange geht so etwas gut? Wem nutzen die Börsenwerte: etwa den zahlreichen Arbeitslosen?
    Ich bis zur US-Wahl ab.

  • @'Casper
    jedoch, Freunde/Familienmitglieder von Insolventen/Arbeitslosen, werden, glaube ich, bei Ausgaben vorsichtiger. Dies kann man nicht irgendwie aktuell in Zahlen ausdrücken.


    Die Macht der Zentralbanken, die Kredit zur Verfügung stellen: Cantillon-Wirkung: die Schere zwischen Arm und Reich wird vergrößert. Wie lange geht so etwas gut? Wem nutzen die Börsenwerte: etwa den zahlreichen Arbeitslosen?
    Ich bis zur US-Wahl ab.

    Da stimme ich dir vollkommen zu!
    Das mit dem weniger Geld ausgeben habe ich ja auch bei mir gemerkt, da ich im Zuge von Kurzarbeit einfach weniger auf dem Konto hatte. Ich denke aber, dass es nicht zum einem crash kommen wird (rede jetzt nur vom MSCI World), sondern eher zu stagnierenden Kursen, die eben nicht innerhalb kurzer Zeit durch die Decke gehen wie beispielsweise Anfang des Jahres.


    Das mit der wachsenden Ungleichheit macht auch mir Sorge. Jedoch was dies für Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und auf die Börse hat, lässt sich schwer prognostizieren. Viele Gesellschaften haben bereits seit Jahrzehnten eine riesige Kluft zwischen Arm und Reich und gehören dennoch zu den größten Volkswirtschaften der Welt (siehe z.B. USA, China), welche dann auch die größten technischen Innovationen hervorbringen.


    LG
    Casper

  • Hallo liebe Mitglieder hier
    Jetzt muss ich erst mal ein paar Mißverständnisse zurecht rücken.
    Ich habe inzwischen gelernt, dass man hier in diesem Forum VORHER ganz genau überlegen muss,
    was man schreibt
    . Manche Aussage wird leicht missverstanden und dann gibt heftige Kritik.
    BETRIFFT: Aktien oder Investmentfonds
    Ich bleibe dabei.
    Meiner Erfahrung nach ist das Ergebnis einer Anlage direkt in Aktien oder alternativ in einen
    Fonds nicht sehr unterschiedlich.
    Vorausgesetzt man macht bei den Aktien ebenfalls eine entsprechende Mischung nach Ländern und Branchen.
    Es gibt Untersuchungen dass Depot bereits ab 10 verschiedenen Aktien
    die durchschnittliche Wertentwicklung von Fonds erreichen.
    Lediglich die Kursschwankungen sind eben größer, nach oben wie nach unten.
    Es ist daher eine reine Mentalitätssache wer lieber einzelne AKTIEN oder gleich einen FONDS kauft.


    Der Spekulant abfällig auch "Zocker" genannt, der muss natürlich auf Einzelaktien setzen,
    das hat aber mit einer langfristigen Kapitalanlage nichts zu tun.


    Der 2. Punkt war meine PROGNOSE für die Zukunft
    Eigentlich wollte ich in meinem Infos nur sagen, dass ich in den letzten 30 Jahren seit ich an der Börse bin,
    noch nie so unsicher war.
    Die Börse KANN noch einmal stark zurückkommen,
    sie kann aber auch nur stark SCHWANKEN und auf der Stelle treten
    oder sie kann sich auch weitern nach OBEN SCHWANKEN.
    Ich weiß es genau so wenig, wie alle die vielen schlauen Fachleute.
    Daher habe ich entgegen meiner Strategie erstmal seit Jahrzehnten wieder viel CASH aufgebaut.
    Bei meinem Depot (auf Grund einiger Immobilienverkäufen im 7stelligen Bereich)
    halte ich jetzt rund 1/3 in Cash und 2/3 in Aktien.
    Ich habe aber auch noch Immobilien und bin noch an einer mittelständischen Firma mit 40% beteiligt
    Daher ist mein Ratschlag und meine Strategie auf MICH persönlich zugeschnitten
    und nicht von jedem nachzuahmen. Jeder hat andere persönliche Voraussetzungen.
    Sollte die Börse aber nochmal zurückkommen, dann will ich Liquidität frei haben für einen Einstieg.
    Auch auf die Gefahr dass ich NIEMALS den idealen Zeitpunkt erwischen werde.


    Ich hoffe ich habe ein paar Missverständnisse aufgeklärt.
    Ich bin keine Besserwisser sondern sehr demütig und weiß dass an der Börse fast alles möglich ist
    und dann auch noch das Gegenteil davon.
    Nix für ungut wenn ich hier jemand verärgert habe. Euer McProfit aus Stuttgart