Hilfe der Crash kommt... (bald?)

  • Da haben wir ja Glück, dass wir weltweit in Aktien investieren, während Benjamin2021 und Konsorten ihr Geld bei deutschen Banken parken, die dann reihenweise Pleite gehen werden

    Ich halte Aktien nicht für falsch aber ich halte es für falsch überwiegend in Aktien vorzusorgen. So lange es gut geht, kannst Du so kommentieren.


    Wenn es aber so richtig knallt und einseitige Investitionen oder zu stark in Aktien gewichtete schwierig werden... nun gut.


    Wieviele Autos, Flugzeuge, Maschienen sollen denn noch so laufen mal vom Istzustand nach vorne gedacht? Wer soll bei uns all die Güter noch kaufen (können) ?

  • Dystopien verkaufen sich besser als rosige Aussichten, zumindest bekommen sie mehr Klicks. =O

    Ich finde meine Aussichten nicht so negativ.


    Ich finde es ist nicht zwingend negativ, wenn die Wirtschaft deutlich schrumpft. Mindestens nicht nur.


    Mehr Platz für andere Dinge.


    Zugleich richte ich mich auch darauf ein, dass ich genügend Rücklagen habe. Ich bin schlicht nur nachdenklicher geworden. Pessimismus ist etwas ganz ganz anderes.


    Im Grunde ist es mir ziemlich egal, ob wir auf das Wirtschaftsvolumen Bulgariens sinken. So schlecht lebt es sich dort auch nicht. Ostsee statt Südsee - geht auch.


    Nur sollte man vielleicht nicht zu sehr diesen ganzen Bitcoinjüngern (ich meine damit eine bestimmte Mentalität) nachhecheln. Bringt nix.


    Aktien gehören zur Altersvorsorge. Gesundheit, eine gewisse geistige und körperliche Beweglichkeit und auch die Gabe sich zu beschränken durchaus auch.


    Mir gefiele es, wenn der Flugverkehr bleibt wie er momentan ist und die ganzen überflüssigen Airlines pleite gingen...


    Nur ein Beispiel... von vielen.

  • @BE:Zugleich richte ich mich auch darauf ein, dass ich genügend Rücklagen habe,sagtst Du. wie sehen diese Rücklagen ,die du dann vorhalten willst aus um in einem dann völlig heruntergekommen Deutschland zu überleben?

  • Der Crash wird kommen und ich meine das nicht wertend, panisch oder sonstwie. Er wird schlicht kommen. Es gibt absolut keine Basis für 15 000 Punkte im Dax oder 33 000 im Dow Jones. 10000 im Dax wären schon viel, würde man das realistisch betrachten. 5000 ist eine denkbare Größe wenn es abrauscht.

    Ja, die Aktien sind fast alle hoch bewertet oder gar überbewertet.


    Aber warum sollte sich da kurzfristig etwas ändern, denn


    - die Leute sitzen zu Hause und sparen mehr, da sie weniger konsumieren

    - Zinsen gibt es kaum noch, stattdessen werden Strafzinsen eingeführt

    - viele neue Depots wurden eröffnet

    - mit dem Handy kann man "ganz leicht" handeln

    - die Märkte werden mit Hilfsgeldern geflutet

    - die meisten Anleger haben so überhaupt gar keine Ahnung von dem, was sie da kaufen.


    Runter geht es, wenn die Neuaktionäre die Nerven verlieren.

  • Ja, wenn die Neuaktionäre die Nerven verlieren, werden sie eine kleine Korrektur vermutlich verstärken. Aber was passiert dann? Wir haben uns doch schon so daran gewöhnt, dass die Notenbanken die Eisen aus dem Feuer holen. Ich finde es gut, wie Jay Powell zuletzt die Euphorie dämpfte, als er die "drohende" Inflationsrückkehr zunächst bewusst nicht kommentierte. So blieb eine kleine Restangst "im Markt", dass doch Risiken am Horizont stehen.


    Aber im Ernstfall? Wenn mal wieder der nächste "Crash" von 40% oder mehr kommt: Wieso sollten Geld- und Fiskalpolitik nicht wieder alle Hebel in Bewegung setzen und stützen, was das Zeug hält? Unverzinste Staatsanleihen mit ewigen Laufzeiten sind schon verlockend. "Das System" scheint nicht so schnell zusammenzubrechen, seine Grenzen haben sich sehr flexibel gezeigt.

  • Es ist unterhaltsam die unterschiedlichen Meinungen hier zu lesen.

    Mir fallen dazu immer ein paar alte Weisheiten ein:

    "Prognosen sind schwierig,

    vor allem dann wenn sie in die Zukunft gerichtet sind...."

    Ich glaube der gute alte Kostolany hat mal gesagt,

    "Alles ist möglich - auch das Gegenteil davon...."

    Es wäre schön, wenn jeder Schreiber hier ein bissle mehr Gelassenheit an den Tag legt. Keiner kennt die Entwicklung der Zukunft.

    Da kann Alles passieren. Von Klimakatastrophe, Wirtschaftskrise, neue Epidemien und alles was hier so schön geschildert wird.

    ich gehe einfach mal von dem aus, was am EHESTEN wahrscheinlich ist.

    Das ist für mich ganz einfach:

    Als ich vor über 70 Jahre geboren wurde, gab es auf der Welt ca. 4 Milliarden Menschen. Irgendwann waren es mal für 5, dann 6 und jetzt sind wir wohl bald bei 8 Milliarden. Und das in nur 70 Jahren.

    Alle diese Menschen wollen ebenfalls essen, trinken, brauchen Kleidung, Energie, wollen wohnen, mancher sogar mal Auto fahren usw.

    Je mehr Menschen auf der Erde lebe umso größer wird der Bedarf und das heiß schlicht und einfach WACHSTUM.

    Dann werden die Menschen nicht nur immer MEHR, sondern leben auch noch LÄNGER. Das heißt man braucht mehr Medizin im Alter, mehr Pillen (z.B. von Pfizer) , mehr Herzschrittmacher (von Medtronic) , mehr Hüftgelenke (von Stryker) mehr Pflegeeinrichtungen (von Coloplast) usw. usw.

    Schaut Euch nur mal die langfristigen Aktienkurse dieser Firmen an, die solche Produkte herstellen. Von Krise keine Spur. Ist ja auch logisch. Wer spart schon an einem Herzschrittmacher nur weil gerade die Zinsen steigen oder ein neuer Präsident gewählt wurde.

    Firmen mit solchen Produkten steigen seit Jahrzehnten nicht nur beim WERT sondern sie steigern auch die Gewinne und damit auch die Auszahlungen an die Aktionäre.

    Dividende ist das Wichtigste bei der Aktienanlage und wird von den meisten Anlegern immer noch sträflich vernachlässigt.

    Solange die Menschheit sich weiter vermehrt und dazu noch älter wird ist ein natürliches Wachstum mit mehr Umsatz und mehr Gewinn sehr wahrscheinlich. Was nicht heißt dass es auch anders kommen kann. ich entscheide mich eben für die Variante mit der größten Wahrscheinlichkeit und respektiere, wenn andere von Euch andere Visionen haben.

    Bei den langfristigen Prognosen ist eine Kontrolle ohnehin immer schwierig.

    Es gibt nämlich noch ein Börsengesetz:

    "Langfristig sind wir Alle tot"

    Schöne Grüße aus dem Schwabenland.

    Euer McProfit.

  • Carpenterzz

    Irgendwann habe bei Jeffs kleiner Versandklitsche mal Notfallrationen gefunden, die 30 (!) Jahre haltbar sein sollen. Wir haben dann diskutiert, ob man sich im Rahmen der Altersvorsorge damit eindeckt. Dann wäre (Lagerkapazität vorausgesetzt) ein Teil des Kostenrisikos im Alter vorher abzudecken und man benötigt weniger Alterseinkünfte.

    Interessanterweise habe ich diesen Kniff noch nirgends angepriesen gesehen. :/

  • Carpenterzz

    Irgendwann habe bei Jeffs kleiner Versandklitsche mal Notfallrationen gefunden, die 30 (!) Jahre haltbar sein sollen. Wir haben dann diskutiert, ob man sich im Rahmen der Altersvorsorge damit eindeckt. Dann wäre (Lagerkapazität vorausgesetzt) ein Teil des Kostenrisikos im Alter vorher abzudecken und man benötigt weniger Alterseinkünfte.

    Interessanterweise habe ich diesen Kniff noch nirgends angepriesen gesehen. :/

    Hi,


    das ist ja auch kein Wunder. Wer sich damit eindeckt, schweigt. In der Regel geht das einher mit der Angst in der Apokalypse vom Mob ausgeplündert zu werden.


    Gruß TradeAttack

  • @BE:Zugleich richte ich mich auch darauf ein, dass ich genügend Rücklagen habe,sagtst Du. wie sehen diese Rücklagen ,die du dann vorhalten willst aus um in einem dann völlig heruntergekommen Deutschland zu überleben?

    * Grund und Boden, kleinen Immobilienbesitz in verschiedenen Ländern.


    * Gold


    * Bargeld in verschiedenen Währungen


    * Direkte Gesellschaftsanteile in gut funktionierenden Firmen bzw. Anteile an Projektrechten


    * bAV


    * klassische Lebensversicherungen (ich weiss, die magst nicht. Sie sind aber ein Teil des Pakets).


    * Investition in meine Gesundheit. In jeder Hinsicht.


    * das klassische Sparbuch (einen Notbetrag)


    * ununterbrochene Weiterbildung beruflich - durch die Firma organisiert in der ich tätig bin.



    Gute Investition ist vor allem auch gutes Essen und eine schöne Ehe. In jeder Hinsicht ;-)

  • Also bei allem Respekt vor der Diversifikation in so viele Teilbereiche:

    Ist das nicht ein bisschen viel aufgeteilt und sehr aufwändig?

    Immobilien in diversen Ländern verursachen ggf. Probleme bei der Steuer. Sparbuch im Vergleich zu Tagesgeld unflexibel. Wo lagert man das Bargeld und welche Währungen in welcher Höhe? Usw...


    Hier gibt es auch so viele Möglichkeiten:

    Ich bleibe bei ETF, Tagesgeld, LV (weil ich mich emotional nicht trennen kann trotz 0 Rendite) und weil ich es mir zum Glück leisten kann Eigenheim.


    Viele Anleger haben aber dazu gar nicht die Möglichkeit. Die sind froh einen Sparplan mit 25€ bedienen zu können o.ä.

  • @BE:Zugleich richte ich mich auch darauf ein, dass ich genügend Rücklagen habe,sagtst Du. wie sehen diese Rücklagen ,die du dann vorhalten willst aus um in einem dann völlig heruntergekommen Deutschland zu überleben?


    Wer nur 25 Euro zum Sparen hat, sollte das nicht machen und es in Pizza und Eis investieren. +



    Sorry, aber wer weniger als 300 Euro im Monat hat sie zu investieren, möge das gleich komplett lassen denn diese Kandidaten sind eh dazu verdammt Altersarmut zu akzeptieren.


    Was soll das denn?


    Ein normaler Job also ein Durchschnittsjob bringt so 5 k brutto. Ein paar 6 - 8 k, ein paar weniger. JEDER der also normal verdient kann MINDESTENS 500 Euro im Monat investieren.


    Ich rede von Durchschnittsjobs, nicht von Jobs als Kellner ect. Gute normale Jobs. Wer da weniger als 4 k macht ist schlicht selbst schuld. Da erzählt mir keiner was.


    Aber bitte nicht in Aktien! Das Geld ist dann nämlich weg.


    Immobilien, Tagesgeld, solide Anlagen, kein Zockergehabe - 10-20% in Aktien ok aber mehr ist Wahnsinn.

  • Ein normaler Job also ein Durchschnittsjob bringt so 5 k brutto. Ein paar 6 - 8 k, ein paar weniger. JEDER der also normal verdient kann MINDESTENS 500 Euro im Monat investieren.


    Ich rede von Durchschnittsjobs, nicht von Jobs als Kellner ect. Gute normale Jobs. Wer da weniger als 4 k macht ist schlicht selbst schuld. Da erzählt mir keiner was.

    Die Herleitung dieses Gedanken würde mich ja einmal interessieren. :/

  • Benjamin2021 Sie sollten mal einen Realitycheck durchführen. Zitat aus der Welt vom 24.Februar 2021:

    "Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer in Deutschland verdiente im vergangenen Jahr im Schnitt 3994 Euro brutto im Monat, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts. 2018 lag der Wert bei 3880 Euro, 2008 bei 3103 Euro. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld rechnen die Statistiker nicht mit ein.

    Allerdings beziehen rund zwei Drittel der Deutschen Monatsgehälter, die unter dem Durchschnitt von 3994 Euro brutto liegen. Nur etwa ein Drittel erhält mehr als diesen Wert. Das liegt daran, dass diese Gruppe so hohe Verdienste hat, dass sie den Durchschnittswert für alle Beschäftigten „nach oben“ zieht."

    https://www.welt.de/wirtschaft…ommen-in-Deutschland.html

    Das Medianeinkommen liegt bei ca. 2500 Euro brutto im Monat.

    https://www.focus.de/finanzen/karriere/einkommensverteilung-nach-perzentilen-so-viele-menschen-verdienen-in-deutschland-weniger-als-sie_id_10552510.html