Angepinnt Hilfe der Crash kommt... (bald?)

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    • Lothar-HH schrieb:

      Philharmoniker schrieb:

      Mal eine Frage zum MSCI World und Kauf in der aktuellen Situation. Ich investiere in einen MSCI Wolrd (Core) ETF mit Sparplan. Sollte man bei einem Nachkauf mit einem größeren Betrag in denselben ETF investieren oder ggf. in einen andere MSCI World ETF? Ich überlege eventuell in 2,3 Tranchen MSCI World nachzukaufen und ggf. parallel auch zwecks Streuung in einen Emerging Markets ETF zu investieren. Die Zeit ist ja recht günstig zum Kauf.
      Ich würde aber auch diversifisieren und dazunehmen:
      ISHARES CORE MSCI EM IMI UCITS ETF - USD ACC
      ISIN: IE00BKM4GZ66


      weil du sonst zu Industrieländer lastig bist.
      Ich habe diesen ETF in keiner Vergleichsliste und "Tests" von Emerging Markets ETFs gefunden.
      Hatte mir da erst den Amundi LU1681045370 rausgesucht wegen Alter und Größe.
      Aber der IE00BKM4GZ66 Ishares Core MSCI EM ist ja weit größer und viel günstiger auch hat auch eine bessere Tracking Differenz.
      Hat das irgendeinen Grund, dass ich diesen in keiner Liste gefunden habe? Oder übersehe ich da gerade etwas :)
      Danke für eure Hilfe.
    • Corona-Crash - was sollen Anleger tun?
      dasinvestment.com/gerd-kommer-…llten-anleger-tun/?page=3

      Der Artikel an sich ist jetzt nicht wirklich was besonderes, vor allem, wenn auf Basis einer Zeitreihe von 1900 bis 2019 bewiesen werden soll, dass Aktien langfristig die höchste Rendite erreicht haben. Wer von Euch war den 1900 schon dabei und ist Ende 2019 dann ausgestiegen?

      Auch die zweite Vergleichsrechnung von 2010 bis 2019 ist natürlich geschickt gewählt, weil die Kurse in 2010 vergleichsweise niedrig, 2019 vergleichsweise hoch waren. Würde der Autor die Betrachtung von 2010 bis heute machen, würde sich ein ganz anderes Bild ergeben.

      Jenseits dieser willkürlichen Darstellung gibt es aber auch eine sehr interessante Darstellung in dem Text: Wie hoch die maximalen Verluste bei Crashs in der Vergangenheit waren, wie lange die Durststrecke gedauert hat und wie hoch das "Rebound" Potential danach war:


      Quelle: Gerd Kommer Invest
    • Das Video findet man natürlich auf Youtube im Kanal der Mission Money.

      Was ich meinte war dass angeblich ganz D auf der Couch Netflix kucken würde. Wenn das Filmangebot zur Neige geht wäre dann Dirk M´s neuer Horrorschocker mal was zur Abwechslung.

      Ich gehe jetzt wieder wie die andere Hälfte von D in den Garten und sprühe die Viren mit dem Hochdruckreiniger weg..
    • Ich kann dem Herrn Müller seinen Thesen auch nicht viel abgewinnen, aber mit einem hat er mMn durchaus Recht:

      „Die Bundesregierung hat versagt“

      Warum ich das auch glaube? Der Virologe Alexander Kekulé hat in Zeit Online beschrieben, wie man eine Pandemie bekämpft:

      „Die Bekämpfung eines potenziell pandemischen Erregers lässt sich in die vier Phasen Prävention, Kontrolle, Schadensminderung und Wiederherstellung unterteilen:

      1. Phase:
      Solange ein Krankheitsausbruch fast ausschließlich außerhalb des eigenen Staatsgebietes stattfindet, kann durch Prävention(prevention) die Einschleppung eingedämmt werden. Zu den geeigneten Maßnahmen gehören Fieberscreenings, Interviews und Aufklärungsgespräche bei der Einreise sowie (als schärfste Reaktion) Zurückweisung oder Quarantäne Einreisender aus Ausbruchsgebieten.

      2. Phase:
      Wenn nach nicht erfolgter oder unvollständiger Prävention im Land auch Erkrankungen auftreten, die nicht unmittelbar mit Einreisen aus einem bekannten Ausbruchsgebiet im Zusammenhang stehen (sogenannte autochthone Infektionen), hat die Phase der Kontrolle(control) begonnen. Dann ist das Ziel, Infektionsketten möglichst früh zu identifizieren, die Kranken zu isolieren und deren Kontaktpersonen in Quarantäne zu bringen. Bei Covid-19 ist das wichtigste Instrument die möglichst lückenlose Testung von Verdachtsfällen auf das neue Virus.

      3. Phase:
      Sofern Prävention und Kontrolle nicht erfolgreich sind, wird früher oder später ein Kipppunkt (tipping point) überschritten, ab dem die Fälle exponentiell ansteigen – ähnlich einer schräg stehenden Regentonne, die sich tropfenweise füllt und ab einem bestimmten Punkt plötzlich umfällt. Indikatoren für das Überschreiten dieses tipping point sind bei Covid-19 eine Verdopplungszeit der registrierten Fallzahlen von zwei bis drei Tagen sowie eine hohe Zahl neu auftretender Fälle, die weder mit Importen noch mit bekannten Infektionsketten in Zusammenhang stehen. Mathematisch lässt sich zeigen, dass bereits im Bereich von etwa 200 dieser Initialfälle die Epidemie nicht mehr durch Nachverfolgung und Unterbrechung einzelner Infektionsketten gestoppt werden kann (The Lancet: Hellewell et al., 2020). Der Schwerpunkt der Maßnahmen ist nun die Schadensminderung(mitigation), zum Beispiel durch Erhöhung der Zahl der Beatmungsplätze.

      4. Phase:
      Sobald ein Impfstoff verfügbar ist, ändert sich der Schwerpunkt der Maßnahmen ein weiteres Mal grundlegend. In dieser Phase der Wiederherstellung(recovery) konzentriert sich alles auf die möglichst schnelle und vollständige Durchimpfung der Bevölkerung, wobei medizinisches Personal und Risikogruppen Vorrang haben.“
      zeit.de/wissen/gesundheit/2020…pandemie-alexander-kekule

      Nachdem unsere Regierung die ersten beiden Phasen – sagen wir es mal freundlich – verpasst hat, sind wir jetzt nahezu unkontrolliert in Phase drei gelandet. Weniger freundlich formuliert, hat unsere Bundeskanzlerin mal wieder zu lange rumgemerkelt, somit mögliche Handlungsalternativen vergeben und wenn dann nur noch eine übrig ist, wird uns diese als „alternativlos“ verkauft.
    • Es haben - im Rückblick - fast alle Regierungen versagt.
      Während die Pandemie in China schon heftig grassierte und die Provinz Hubei abgeriegelt wurde, sind immer noch fleißig Maschinen aus China und ganz Asien in Deutschland gelandet und die Passagiere konnten ohne weiteres Screening umsteigen oder einreisen.

      Da war man wirklich blauäugig. Aber das war Deutschland nicht allein.
    • Ich denke, wenn man sieht, wie schwer sich manche Leute mit der Frage tun, ob sie 15 Euro oder 30 Euro für eine Steuersoftware ausgeben sollen oder ob es besser ist, den iShare MSCI World statt des xTrackers zu nehmen, sollte man auch von unseren Politikern keine Wunderwerke erwarten.

      Am Wochenende hat sich der hessische Finanzminister vor einen Zug geworfen. Ich lebe seit Jahrzehnten in Hessen, sein Gesicht war mir neu. Trotzdem zeigt es mir, unter welch gewaltigem Druck diese Menschen stehen und welchen Zwängen sie ausgesetzt sind. Wenn ich in so einer Rolle wäre, ich wüsste auch wo die nächste Bahnstrecke verläuft und wie man sein Auto abstellen muss, um nicht so weit laufen zu müssen.

      P.S. Wollte mit dem letzten Satz nur meinen Respekt gegenüber Verantwortungsträgern zum Ausdruck bringen. Für mich wär das nicht das Richtige.
    • lieberjott schrieb:

      Es haben - im Rückblick - fast alle Regierungen versagt.
      Da hast du - leider vollkommen Recht. Dabei hätte es in zweierlei Hinsicht (mindestens) eine gute Blaupause (=Taiwan) gegeben:

      1. nach der SARS-Epedemie (warum verlief die eigentlich letztlich so glimpflich?) wurden dort erhebliche Anstrengungen getroffen, um eine Wiederholung auszuschließen. Taiwan profitierte davon, dass es nach Sars sein Gesundheitssystem fit für die Bewältigung von großen Epidemie-Wellen machte. In Europa und Deutschland hat man hingegen so gut wie keine Konsequenzen aus SARS gezogen.

      2. Taiwan begann bereits am 31. Dezember 2019, am Tag also, als China gerade erst die Weltgesundheitsorganisation über eine „unbekannte Lungenkrankheit“ in der Millionenmetropole Wuhan alarmierte, schon damit, Menschen aus der Region bei der Einreise streng auf Symptome zu kontrollieren. Was folgte, war eine stufenweise Abschottung bis hin zu einem kompletten Flugstopp aus China und anderen betroffenen Ländern.

      wiwo.de/politik/ausland/vorbil…eich-corona/25640544.html

      Wenn die Politiker also heute sagen, im Rückblick weiß man es immer besser, dann ist das zwar grundsätzlich richtig, hier aber schlicht unzutreffend, weil vieles eben auch schon vor 8 Wochen bekannt war und übrigens auch von führenden Virologen eingefordert wurde. Aber wahrscheinlich hat man sich als Exportnation davor gescheut, gerade Maßnahmen gegen China einzuführen, lieber fährt man heute die eigene Wirtschaft mit Volldampf an die Wand - alternativlos eben ?(

      @chris2702: ich teile deinen Respekt nur teilweise. Gute Politik (ebenso wie Unternehmensführung) besteht mMn darin, vorausschauend zu agieren und nicht nur passiv zu reagieren. Dass unsere Politik (leider wohl europaweit) wenig Visionen hat, sondern oft nur als "Trouble Shooter" unterwegs ist, dafür gibt es wirklich zahllose Beispiele. Konkret: Was hat unsere Regierung in den letzten 10 Jahren wirklich aktiv verändert, ohne dass es die Umstände oder das BVerfG erzwungen hätten? Spontan fällt mir da noch die Agenda 2010 ein, aber danach?

      Übrigens: Ich habe gestern auf n-tv die Umstände gesehen, wie es in Indien aussieht. Kalkutta lässt grüßen, wenn der Virus Einzug gehalten hat. Dann kriegen wir eine ungewollte Feldstudie, was der Virus anrichtet, wenn die Menschen ohne Schutz und medizinische Versorgung dem Virus ausgesetzt sind. Deprimierend sind hier auch die Bilder von den griechischen Inseln mit den Flüchtlingen. Noch so eine ungewollte Feldstudie, die uns wohl nicht erspart bleibt.
    • @Oekonom

      Ich denke, es ist immer leicht Erwartungen zu äußern und Scheitern zu attestieren. Ich arbeite in einem DAX30 Konzern, meine Frau arbeitet im öffentlichen Dienst. Ich sehe tagtäglich die qualitatven Unterschiede im Management. Mein Arbeitgeber hat 50.000 Mitarbeiter, ihrer hat 20.000. Irgendwo vergleichbar. Ich behaupte, den Präsidenten Ihres Arbeitgebers würde man in meiner Firma nicht mal zum Teamleiter machen. Ihr Chef, Manager von locker 200 Mitarbeitern würde bei uns wahrscheinlich den Einstellungstest nicht bestehen, zumindestens nicht zum Manager.

      Mein Abteilungsleiter, Chef von 12 Mann, verdient 200.000 Euro pro Jahr (seine Gehaltsabrechnung lag im Drucker). Sicher ein gutes Gehalt für begrenzte Verantwortung. Aber den Präsidenten-ChefChefChef meiner Frau könnte er von heut auf morgen ersetzen.

      Ich denke, man muss einfach sehen, dass Politiker auch nur ein begrenztes Spektrum haben. Und eine Republik mit 16 Staaten, zig Regierungspräsidien und fast 300 Landkreisen zu managen ist eine Mammutaufgabe. Ich bin sicher, jeder tut aktuell sein bestes. Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich aktuell in meiner kleinen Welt bewege ohne größere Sorgen. Die Frage, wie die Ärzte in meinem Landkreis jetzt an Hygieneartikel kommen, würde mich den Schlaf kosten.

      Ich gehe in der Erwartung wählen, dass Politiker ihr Bestes geben. Nicht, dass sie Wunder vollbringen.
    • Jetzt aber noch einmal schnell nachgefragt:

      Warum sind die Börsen denn noch so "entspannt"? Nicht dass ich das jetzt herbeireden will, aber wäre nicht mehr Volatilität zu erwarten?

      Müsste in Erwartung der Arbeitsmarktdaten in den USA da nicht mehr Unsicherheit herrschen? Auch dass der amerikanische Präsident, als Berufsoptimist, plötzlich ganz andere Zahlen nennt, wenn es um die weiteren Erwartungen in Sachen Corona geht?

      Oder übersehe ich da etwas?
    • Es gibt im Moment unterschiedliche Aussagen der großen Analyse-Häuser der USA zwischen das war es schon und man kann einsteigen bis hin dass es noch schlimmer wird. Gibt auch einige Verlautbarungen von Fonds dass sie gekauft haben.

      Nicht zu vernachlässigen ist das Hilfspaket inkl. Helikoptergeld. Börse ist ja Vertrauen und anscheinend wächst wieder das Vertrauen in Regierung und Fed. Gewisse Parallele zu Weihnachten 2018.

      Das Volumen DOW30 und S&P 500 ist im Moment rückläufig, das spricht eher für Trading als für echten Einstieg. Könnte eine kleine Bärenmarktrallye sein, die dann wieder kippt wenn das Vertrauen wieder schwinden sollte.
    • Das denke ich im Moment auch.

      Zwar sind die Neuinfektionen und Verdopplungszahlen langsam etwas besser, aber immer noch zu hoch. Noch gibt es keinen Impfstoff und in vielen Ländern sterben immer noch täglich etliche Menschen.

      Da kann die Politik Gelder in die Märkte pumpen noch und nöcher. Wenn keine Arbeiter mehr da sind um in den Fabriken zu arbeiten, sind auch keine Gelder bei den Konsumenten.

      Von daher gehe ich davon aus, dass es noch nicht das Ende war.
      Ist zumindest meine Einschätzung für den Moment
    • Oekonom schrieb:


      ...
      Wenn die Politiker also heute sagen, im Rückblick weiß man es immer besser, dann ist das zwar grundsätzlich richtig, hier aber schlicht unzutreffend, weil vieles eben auch schon vor 8 Wochen bekannt war und übrigens auch von führenden Virologen eingefordert wurde....
      Schade dass Du nicht rechtzeitig Bescheid gesagt hast, wo Du es doch von Anfang an wusstest. :rolleyes:
    • als es in China los ging habe ich gleich geahnt was da auf uns zukommt und zum Beispiel Gilead und einen Health ETF gekauft, aber auf mich hört ja sowieso keiner weil ich keinerlei Kenntnisse aber ziemlich viel Ahnung habe ;) Politiker und andere Verantwortliche hätten schon eher reagieren können müssen. haben wir hier in Deutschland eigentlich einenThink Tank?
    • Okay, danke für die Einschätzung.

      Ich gehe ja auch davon aus, dass es in nächster Zeit noch Ausschläge nach unten gibt. Insbesondere weil die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die entsprechenden Folgewirkungen noch nicht abschätzbar sind.

      Ich hätte nur erwartet, dass auch jetzt schon die Ausschläge und die Gegenbewegungen stärker sind. Das Handelsvolumen scheint ja auch im normalen Rahmen zu bleiben.

      Vielleicht höre ich auch den falschen Leuten zu? :S