ETF110 demnächst ausschüttend -- Was tun?

  • Welche Höhe der Ausschüttung würdet Ihr erwarten? Ich hätte auf ca 1% getippt, eher 0,5%.....

    Der IE00B0M62Q58 hat in 2017 ungefähr 0,70 US-Cent bei einem aktuellen Kurs von rund 45$ ausgeschüttet, also etwa 1,6 %.


    Falls Du auf die Relevanz der Nicht-Thesaurierung referenzierst: Den reinen Effekt kann man durch eine Erhöhung der Sparplanraten um den Betrag der Ausschüttung kompensieren. Allerdings sind die Ausschüttenden etwas weniger effizient, da mit der Ausschüttung Kosten verbunden sind. Das Thema mit der Steuerstundung kann auch mit Vorabpauschale noch interessant sein, sofern der thesaurierte Betrag höher als die Vorabpauschale ist. Das wäre in der o.g. Konstellation der Fall gewesen, Thesaurierung in Höhe der Ausschüttung angenommen.

  • @Kater.Ka


    Ich stelle die Sinnhaftigkeit der Thesaurierung nicht in Frage. Bei höheren Sparraten und langen Zeiträumen kommen sechsstellige Beträge an Zinseszins zusammen. Die Mitzunehmen ist meines Erachtens ein MUSS.


    Ich habe mich gefragt, welchen Einfluss veränderte Sparmodi auf die Rendite haben.


    Du hattest oben den iShares MSCI World mit 1,6% Ausschüttung genannt. Somit verbleibt ein Großteil der Rendite in diesem Fall im ETF und wird nicht ausgeschüttet, denn der ETF hat deutlich mehr als 1,6% Rendite gemacht und diese Mehrrendite erwirtschaftet eben genau den gewünschten Zinseszinseffekt.


    Dann habe ich mich gefragt, wie groß "die Depots der Deutschen" sind und fand 30-40 Tausend als Mittelwert. Somit läge die Ausschüttung bei 35000*1,6%=560 Euro. Bei Onlinebanken, die keine kostenfreien ETF Sparpläne bieten liegen die Orderkosten bei ca 10 Euro. Bei sekündlicher Wiederanlage mit identischen Kurse wäre das Depot also 34990 Euro Wert. Somit kostet einen die eigenhändige Wiederanlage 0,2 Promille. Ich denke das ist zu vernachlässigen. Wer die 560 Euro jedes Jahr steuerfrei innerhalb des Freibetrags bekommt, geht sogar im Plus raus.


    Habe ich einen Fehler in meinen Überlegungen gemacht?

  • In der Tendenz sehe ich es genauso. Thesauriert werden die Gewinne und die sind nur ein Teil der Rendite Speziell in USA zahlen etliche Firmen keine Dividende..


    Optimierungspotenzial der Rechnung: Der Fonds schüttet viermal im Jahr aus. Bezogen auf rund 0,5% Vorabpauschale für 2018 ergibt sich für rund 1% ein Steuerstundungseffekt Der ist bei überschrittenem Pauschbetrag positiv, .bei nicht ausgeschöpftem negativ. Stützt meinen These, dass bei Kleinanlegern ausschüttend sinnvoll sein kann, auch ohne sekündliche Wiederanlage..

  • Ist ein kompletter Tausch wirklich "in Sekunden" zu machen?
    Im neuen FINANZTIP-Blog heißt es hierzu:
    " In der Regel dauert die Abwicklung einer Order mehrere Tage. Wer auf die Gutschrift des Verkaufs wartet, riskiert, zu teureren Kursen zu kaufen, als zu verkaufen".

  • Ist ein kompletter Tausch wirklich "in Sekunden" zu machen?

    Ja, aber das war hier nicht die Frage.


    @chris2702 und ich haben hier einen Fall theoretisch durchgespielt und dabei unterstellt, dass der Kauf sofort ausgeführt wird.


    Die Beitrag im Blog ist sehr schlecht und die zitierte Aussage ist mMn falsch. Richtig ist, dass die Abwicklung eines Verkaufs mehrere Tage dauert. Wer also verkauft ohne beim gleichen Broker wieder zu kaufen muss tatsächlich warten. Wer allerdings beim gleichen Broker den Verkaufserlös neu investiert kann dies i.d.R. unmittelbar tun, sofern die Abwicklungszeit der beiden Geschäfte gleich ist. Bei Flatex wird der Verkaufserlös im verfügbaren Saldo mit angezeigt.