Erfahrungen nach Wechsel der Kfz Versicherung

  • Regelmäßig am Jahresende wird dazu aufgerufen seine Versicherungen, insbesondere die KFZ Versicherungen genau zu überprüfen und u.U. je nach Lage, auch zu kündigen und den Versicherer zu wechseln.


    Oft ist dann zu hören, dass mit dem zweiten Jahr der neugewählte Versicherer die Prämien deutlich erhöht.
    Ist Ihnen das auch schon passiert?


    Und wie reagieren Sie dann:
    Kündigen Sie erneut und wechseln in einen günstigeren Tarif bei einem anderen Versicherer oder
    ändern Sie dann nichts?

  • Der Vergleich mit dem Strom/Gas Anbieterwechsel ist schon passend: Oft lohnt es sich genau wie bei diesen jährlich zu wechseln oder bei seinem Versicherer nachzufragen, ob es für das kommende Jahr für das versicherte Auto günstige Tarife gibt.

  • Wir sind mit beiden Autos bei Cosmosdirekt. Die Beiträge sinken einerseits durch das Ansteigen der Schadenfreiheitsklasse und steigen durch Beitragserhöhung. Unterm Strich führt dies meist zu einer geringen Erhöhung.


    Interessanterweise erhalte ich regelmäßig auf Nachfrage nach einer Anpassung des Beitrags nach unten ein Angebot mit einem besseren Preis. Leistungsverschlechterungen konnte ich bislang nicht ermitteln. Unser Familienauto wurde 2015 und 2016 billiger als in der ersten Rechnung veranschlagt. 2017 war dies nicht möglich. Beim Kleinwagen fiel der Beitrag jedes Jahr, zuletzt nur noch um 10 Euro. Die Systematik habe ich bislang nicht verstanden.


    Bei unserem Familienauto ist uns Vollkasko mit Rabattretter wichtig, bei unserem Kleinwagen reicht der Basistarif. Ich vergleiche jährlich und würde bei einer Ersparnis von 100 Euro pro Auto wechseln. Bei konstanter Leistung habe bislang kein besseres Angebot gefunden. Gerade erst hat die Cosmos einen Haftpflichtschaden bei einem Unfallgegner (Schwiegermutter, Unachtsamkeit auf unserem Hof) reguliert. Meine Schwiegermutter war so begeistert von der Regulierung durch die Cosmos, dass sie evt dorthin wechseln wird.

  • @chris2702


    Die geringe Erhöhung am Jahresanfang und die Senkung der Beiträge bei Nachfrage, korrespondieren:


    In aller Regel sind die neuen Tarife eines jeden Jahres „Kampftarife“ mit denen der Konkurrenz Marktanteile abgenommen werden sollen. Da die aber nur so zustande kommen (können) indem billiger angeboten wird als es die ziemlich genau stimmende Eintrittswahrscheinlichkeit für Schäden in einem Jahr eigentlich erlauben, muß dieser „neue“ Tarif des Vorjahres im neuen Jahr wieder angepasst werden. Der „neue“ neue Tarif muß dann um wieder den Kalkulationsregeln zu genügen im darauffolgenden erhöht werden usw.. Versicherer die das nicht tun würden, würden auf Dauer unterfinanziert sein.


    Insofern verhalten sich Versicherer ganz ähnlich wie Strom und- gasanbieter. Ich halte es für richtig, nicht bei jedem kleinen Vorteil eines Jahres, den Versicherer zu wechseln sondern sich dafür einen Mindestvorteil zu setzen.

  • @Wakomata


    Verwunderlich finde ich, dass eine Email genügt, um meinen Beitrag um 10-70 Euro pro Vertrag in der Vergangenheit zu senken. Ich hätte erwartet, dass die Versicherung mich in einem Tarif belässt, aus dem ich nur durch Kündigung rauskomme. Aber es ist eher, dass im Oktober eine Email kommt "500 Euro bitte", ich antworte "geht noch was?", die sagen "ok 450 Euro". Diese Art der "Verhandlung", die man kaum so nennen kann, verwundert mich.


    Das Neukunden mit Kampfpreisen angeworben werden, ist klar. Das ist so, seit der Wechsel über Internetportale so leicht ist. Aber dass Altkunden ebenfalls Potential haben, wundert mich noch immer.

  • @chris2702
    Wer sich nicht rührt bleibt eben im alten (teuren) Tarif.
    Die, die sich melden nehmen den „neuen“ , billigeren Tarif mit. Immer aber sollte man darauf achten, dass man nicht plötzlich im Bedingungswerk Verschlechterungen hat.
    Ein Versicherungsmakler der wirklich verschiedene Versicherungen anbietet, sollte verpflichtet sein, seien Kunden auf die jeweils günstigste Tarifalternative hinzuweisen. Tut er das nicht, dann macht er sich möglicherweise eines Beratungsverschuldens schuldig und kann ggf. in Regress genommen werden. Immer ist in diesen Fällen der Einzelfall zu betrachten.
    Die Wahl eines "guten" Versicherungsmaklers zur Betreuung seines Versicherungsbestandes scheint mir in den meisten Fällen schon sinnvoll.