Versteuerung der Auszahlungen einer Unterstützungskasse

  • Hallo zusammen,


    ich habe bereits nach dem Begriff "Unterstützungskasse" hier gesucht, aber keinen passenden Beitrag gefunden.


    Daher folgende/r Frage / Sachverhalt:


    Ich bin Jahrgang 1964, mein Renteneintritt wird regulär im Jahr 2013 sein, ich habe auch vor, bis dahin zu arbeiten. Eine Renteninformation habe ich erhalten. Zusätzlich zur gesetzlichen Rente erhalte ich ab 2027 auch noch eine Auszahlung aus einer Untertstützungskasse. Ich weiß, dass diese Auszahlungen nachgelagert versteuert werden, sie also mein zu versteuerndes Einkommen erhöhen. Mein Fragen:


    - Werden neben Soli und Kirchensteuern darauf auch KV-Beiträge erhoben?
    - Falls ja, von wem sind diese zu zahlen, allein von mir oder auch vom Unternehmen?
    - Was ist, wenn das Unternehmen zum Zeitpunkt des Bezugs der Zuwendungen aus der Unterstützungskasse nicht mehr existiert (wird sicher so sein)?


    Und noch eine generelle Frage. Bei der Angabe des zu versteuernden Einkommens wird auch unterschieden in alleinstehnd oder verheiratet. Gesetzt den Fall, ein Ehepartner ist noch Vollzeit berufstätig - dann werden die Rente und das zu versteuernde Einkommen des Ehepartners zusammengerechnet, richtig?


    Danke für eine erste Hilfe :)
    Heiner

  • Leider kenne ich mich mit dem Thema Unterstützungskasse nicht aus. Die erste Google-Suche brachte aber einen Wikipedia-Artikel zutage, nach dem die Unterstützungskasse eine Art der betrieblichen Altersversorgung ist. Wikipedia hier https://de.wikipedia.org/wiki/Unterst%C3%BCtzungskasse Finanztip hat zum Thema bAV einen Artikel https://www.finanztip.de/betriebliche-altersvorsorge/ in dem ziemlich weit unten auch die Unterstützungskasse vorkommt.


    Zu den Fragen ergeben sich aus meiner laienhaften Sicht nach Lektüre des Beitrags folgende Antworten


    - Werden neben Soli und Kirchensteuern darauf auch KV-Beiträge erhoben?
    - Falls ja, von wem sind diese zu zahlen, allein von mir oder auch vom Unternehmen?
    - Was ist, wenn das Unternehmen zum Zeitpunkt des Bezugs der Zuwendungen aus der Unterstützungskasse nicht mehr existiert (wird sicher so sein)?

    - ja
    - nur von Dir (s. Finanztip-Artikel)
    - im WIkipedia-Artikel sind Regelungen für den Insolvenzfall beschrieben (Pensionssicherungsverein, auf den hoffe ich auch :-) ). Wenn der Betrieb vorher planmäßig untergeht scheint es eine Fülle von Gestaltungsmöglichkeiten zu geben. Wenn hier tatsächlich was im Busch ist würde ich mal den Betriebsrat befragen. Aber Ruhe bewahren, soweit ich gelesen habe sind die erdienten Anteile unter besonderem Schutz.



    Gesetzt den Fall, ein Ehepartner ist noch Vollzeit berufstätig - dann werden die Rente und das zu versteuernde Einkommen des Ehepartners zusammengerechnet, richtig?

    Bei der Festsetzung der Jahressteuer und Zusammenveranlagung wird das gemeinsame zvE betrachtet, egal ob aktiv oder in Rente.

  • Hallo!


    Auch ich habe eine Frage zu diesem Thema.


    Gibt es eine (evt. auch kostenpflichtige Software) mi der ich eine Berechnung zur Besteuerung einer zukünftigen Auszahlung der mittels Unterstützungkasse angesparten Beträge bei Rentenbeginn durchzuführen. Denn ich habe keinen Steuerberater.


    Mir ist bewußt, dass eine solche Berechnung nur einen Näherungswert darstellt. Aber es wäre wichtig um abzuschätzen, ob eine derartige Vorsorge im Vergleich zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan (mit ggf. höherer Rendite) günstiger wäre.


    Eckdaten:
    - Monatliche Sparrate z.B. 250,-€ (steuerfrei durch Bruttoentgeltumwandlung; keine Beteiligung des Arbeitgebers am monatlichen Beitrag)
    - Ansparzeit (=Zeit bis Rentenbeginn): 24 Jahre
    - Garantierte Verzinsung: 2% / Jahr
    - steuerliche Behandlung mittels Fünftelregelung ist mir bekannt


    Obwohl diese Sparraten steuerfrei sind und bei einem angenommenem Steuersatz von 30%, 75,-€ dadurch eingespart würden, würde z.B. eine Anlage in einem ETF mit 75,-€ weniger pro Monat, bei fiktiver (optimistischer) Entwicklung von 6%, trotzdem eine höhere Rendite erbringen und die Erträge würden bei Renteneintritt (im Gegensatz zur Kapitalauszahlung der Unterstützungskasse) nicht so besteuert werden.


    Um also abschätzen zu können, ob sich dieser Weg der zusätzlichen Altersvorsorge lohnt, benötige ich Hilfe zur Berechnung bzw. eine Empfehlung, welche Software dies leisten kann.


    Oder gibt es weitere Hinweise zu Vor-/Nachteilen der Unterstützungskasse (mit Option der Kapitalauszahlung stat Rentenzahlung), die jemand von Ihnen für mich hat?


    Für Hilfe und Ratschläge wäre ich sehr dankbar!!!