Wertpapier Depot für Minderjährige

  • Sehr geehrte Community,


    für unseren Sohn möchten wir gern ein Depot einrichten. Da wir vermuten, dass uns keine noch so nette Hausbank ähnliche Konditionen bieten kann, suchen wir nach eine Lösung wie Onvista. Leider bietet Onvista selbst keine Depots für Minderjährige an.
    Hat in diesem Forum jemand Erfahrung mit diesem Thema und kann Empfehlungen aussprechen?


    Danke und Grüße!

  • Hallo @Oelpeace, willkommen in der Community.


    Unsere Kinder haben Depots bei flatex, Comdirect sowie den Fondsplattformen ebase und FFB.


    Bei Interesse vorab mit dem jeweiligen Geldinstitut klären welche Risikoklassen jeweils angeboten werden. Wir hatten hier einen Fall -ich meine es war Consors- , bei denen eine Bank den Kauf von Amazon-Aktien als zu risikoreich für Kinder nicht zugelassen.hat.


    Nur zur Abrundung: an den Steuertrick NV-Bescheinigung denken https://www.finanztip.de/nichtveranlagungsbescheinigung/

  • Vielen Dank Chris und Kater.Ka!


    Ich habe mir Infos von Flatex und der Comdirect zukommen lassen.
    Ebase und FFB schaue ich mir auch noch an.


    Wo ist es denn eigentlich günstiger? Bei Flatex oder bei der Comdirect?


    Danke im Voraus!

  • Hallo Oelpeace,


    ich habe für unsere Kinder letzte Woche das Depot bei der DKB beantragt. Meine Entscheidung traf ich auf Basis der Zufriedenheit mit der DKB als "Hausbank" und, weil ich auch selbst mein Depot dort habe.
    Bei Größeren Summen > 100 oder sogar 150 Euro finde ich die DKB vom Preisverhältnis in Ordnung.
    Deshalb spare ich dann nicht monatlich 50 Euro sondern vierteljährlich 150/200 Euro um die Gebühren minimal zu drücken.


    Liebe Grüße,
    Niko

  • Hallo,


    hätte jemand vielleicht ein Update welches Depot sie/er für Kinder aus welchen Gründen empfehlen würde?


    Finde das Comdirect Junior-Depot interessant. Allerdings halte ich das min. Orderentgelt von 9.90 für viel zu hoch.


    Vielen Dank

  • Unsere Depots mit samt allen Girokonten haben wir bei der DKB und sind noch immer sehr zufrieden.
    Meine Empfehlung basiert auf einer guten Übersicht und Kundenzufriedenheit bei der Bank.
    Die Kosten halte ich für tragbar. Du kannst ja Summe X ansparen und einmal eine Order tätigen oder per Sparplan in z.B. ETFs investieren oder beides sogar. Ich persönlich mache da nicht viel drum rum wenn es bei "Anbieter A" 7 Euro kostet und bei "Anbieter B" 9 Euro kostet, wenn ich mit "Anbieter B" zufrieden bin.


    Liebe Grüße,
    Niko

  • Ich habe die Eltern meiner Enkel veranlasst bei Consors zwei Depots auf die Namen der Kleinen einzurichten, die haben dann schon mal den Steuerfreibetrag und ich beschicke die Depots mit vorwiegend ausschüttenden ETFs. Die Depotführung ist kostenfrei, z.Zt. werden auch 170 kostenfreie Sparpläne angeboten, die meine Bedürfnisse abdecken (und hoffentlich, die der Enkel auch).

  • Hey Oelpeace,


    ich stand auch einmal vor diesem Problem, ein geeignetes Kinder-Depot zu finden. Besonders gut finde ich deinen Gedanken, schon frühzeitig ein kleines Depot für dein Kind anzulegen.


    Ich habe mehrere Depots ausprobiert und war oftmals mit den laufenden und einmaligen Kosten unzufrieden. Schließlich sollten die Ausgaben gegen die Erträge eines Fonds gerechnet werden, um den eigentlichen Gewinn zu ermitteln. Und bei einer langen Laufzeit, kann durch die Ausgaben eine ordentliche Summe zusammenkommen, die von den Erträgen abzuziehen ist.


    Aus diesem Grund habe ich mich mit freien Fondsvermittlern auseinander gesetzt. Denn ein guter Vermittler kann die laufenden Kosten und einmaligen Gebühren radikal einkürzen. Erst dadurch können die maximalen Erträge aus einem Fonds heraus gezogen werden. Ich achte z.B. bei der Wahl eines Fondsvermittlers auf günstige Konditionen, 100% Kaufrabatt und Fonds-Cashback. Sind diese drei Faktoren erfüllt, dann kann so gut wie nichts schief gehen.


    Ich hoffe, dass ich dir ein wenig weiterhelfen konnte :)

  • Du trägst in deiner Antwort echt wichtige Informationen zusammen. Doch damit wurde die eigentliche Frage nicht beantwortet. Schließlich wird nach einer Anbieter-Empfehlung gefragt und nicht nach einer Beratung der Rahmenbedingungen. Ich kann nur für mich sprechen: Doch ich kann mit einer konkreten Information zum Nachrecherchieren wesentlich mehr anfangen, als mit einer vagen Aussage.

  • Hey Hubertus,


    ich habe gemerkt, das eine Anbieterempfehlung in vielen Fällen genauso schwer ist, wie eine Fondsempfehlung. Denn ein Fondsvermittler ist zum Teil genauso individuell wie ein Fonds. Der Fondsvermittler muss ja irgendwie auch zum Anlagestiel des Anlegers passen. Zum Beispiel würde ich einem Anleger der häufig seine Fonds umschichtet einen anderen Vermittler empfehlen, als Jemanden der wenig Transaktionen durchführt.


    Doch um etwas konkreter zu werden: Ich würde ein Depot eines Fondsvermittlers bei der FFB oder ebase empfehlen, da dort die Depotführung bis zum 18. Lebensjahr kostelos ist.. Doch um deutlicher auf diesen Thread einzugehen: Bei dem Vermittler Profinance gibt es dazu noch Sonderkonditionen, da bekommt man sogenannte Kickbacks, also Rückerstattungen auf die Bestandsprovision. Allerdings spielt das bei einem Sparplan erst einmal keine so große Rolle.


    Ich hoffe, dass ich mit meiner Antwort ein wenig weiter helfen konnte. Doch bei der Fonds- und Vermittlerauswahl, sollte echt der eigene Anlagestiel ausschlaggebend sein. Was für den Einen funktioniert, muss nicht zwangsläfig für den Anderen gut sein.

  • Hallo allerseits,
    ich hatte versucht, bei der DKB ein Depot für meinen Junior zu eröffnen. Allerdings besteht die DKB auf die Zusendung der Geburtsurkunde im Original, die Angabe der Steuernummer, Meldebescheinigung und andere hochamtliche Infos reichen nicht aus.
    Die Urkunde gebe ich nicht aus der Hand, gibt es andere Broker, die nicht so starr bei der Anmeldung sind?


    Gruß
    Martin