Neuerungen in der gesetzlichen Krankenversicherung

  • 1. man kann alles diskutieren, man kann auch abwarten und dann diskutieren.


    2. der Gesetzentwurf wird aller Voraussicht nach so gelesen und verabschiedet - eine Zustimmung des Bundesrat ist nicht
    erforderlich!


    3. alles gut erklärt: GKV-VEG

  • Gesetz ist noch nicht in Kraft getreten
    Diese Rege­lungen stehen im Gesetz­entwurf der Bundes­regierung zum Versicherten­entlastungs­gesetz. Bevor es in Kraft treten kann, muss der Bundes­tag noch darüber diskutieren und abstimmen. Änderungen sind also noch möglich.

  • Das stimmt so, aber ich erwarte da keine großen Änderungen. Kann mich natürlich auch irren.


    Mir ist nur noch eingefallen, dass die Entlastung der Selbstständigen an der KV-Front als eine Voraussetzung für die Einführung der obligatorischen Rentenversicherung für Selbstständige genannt wurde.


    ?( Wir warten mal ab. (Wie so oft.)

  • Welche Selbstständigen sind denn noch versicherungsfrei?


    Versicherungsvermittler?!


    Hotel- und Gaststätten inkl. Dönerbuden und Pizzalieferdienst!


    Änderungsschneiderei .....


    EDV-Buden ohne Webdesign!


    Das mit der Pflichtversicherung für Altersversorgung macht ja hochgradig Sinn, wenn man sich die Ursachen für die Aufstockung von Renten durch Grundleistung betrachtet:


    1. langjährig Hausfrau und Mutter ohne nennenswerte Berufstätigkeit


    2. Selbstständigkeit ohne Altersversorgung

  • Gesetze werden im Bundestag und -rat - ggf. in Fachausschüssen diskutiert und verabschiedet.


    Fachleute könnten sich ggf. in geschlossenen Räumen austauschen ....


    Öffentlichkeit braucht es nicht, sonst diskutieren wir hier demnächst mit Gebrautwagenhändlern, Gastronmen und Versicherungsvermittlern das für und wieder von etwas, was sie nicht verstehen!


    Es wird dort entscheiden, wo es entscheiden wird!

  • Tja, sollen denn alle kleinen Selbstständigen jetzt Halleluja rufen...? Hier wird davon geschrieben, dass nur der kleine Selbstständige, der gerade mal knapp über 12.000 Euro verdienen darf... und er jetzt von den Krankenkassen belohnt wird. Warten wir es mal ab, was die Kasse an Zuatzbeiträge und demnächst mit einer Selbstbeteiligung, ähnlich wie die PKV einführen wird...

  • Genau man muss sehr vorsichtig überlegen ob man willst zum PKV wechseln. Ein Mal zum PKV gewechselt, dann ist es relativ schwer zurück ins GKV zu wechseln unter 55 Jahre alt und fast unmöglich ab 55 Jahre alt. Ich habe es sehr tief es recherchiert(2 Jahere lang) da ich 65 Jahre alt war und könnte nur zurück ins GKV entweder:
    - durch 1 Jahr ins Ausland wohnen und arbeiten (Schweiz, Sweden, Holland und UK(Brexit wird es bald verhindern)).
    - oder durch Familienversicherung der GKV mit max. 410 €/Monat Nett Einkommen und weniger als 18 Stunden Arbeit pro Woche als Freiberufler(Nebenberuf).
    Wie 'Jendris' erwähnt hatte, Beiträgen in der PKV explodieren und man kann schnell ins Altersarmut geraten.
    Falls sie denken über die alternative 'Basis Tarif' der PKV, ich habe es auch recherchiert und es ist sehr schlecht. Erste es kostet über 660€ Beiträge pro Monat und wenn jemand deswegen ins Harz IV landet dann wird diese Beiträge halbiert. Es ist dann trotzdem über 330 €/Monat Beiträge. Darüber hinaus sie sagen das die Leistung ist dass selbe als ins GKV, aber einigen Berichte sagen dass einige Ärzte die Patiente der Basis Tarif nicht akzeptieren wollen da die Bezahlung von Leistungen sehr schlecht ist.
    Unter 55 Jahre alt die Wechseln von PKV zu GKV ist nicht so schwer aber immer noch kompliziert.
    - Ein Mini-Job für einem Jahr arbeiten und dann sich entlassen lasse. Man landet ins Arbeitslosgeld und wird automatisch ins GKV gewechseln.
    - Es gib andere Möglichkeiten aber ich kann mich nicht mehr dran erinnern da nicht meinem Falle war.


    Fazit: nie ins PKV sich gefangen geraten. Besonders nach 50 Jahre alt da wird engere Zeit nach GKV zu wechseln bleiben. Die PKV Berater werden nie erwähnen über die explodierende Beiträge nach 55 Jahre alt. Ich rate es selbe zu untersuchen und selbe sehen wie viel Leute in diese Armut gehende Klammer gefangen sind.

  • Schön, für gesetzlich Versicherte mit geringem Einkommen.
    Selbständige mit ähnlich geringem Einkommen, die - wenn auch nur für kurze Zeit - einmal privatversichert waren, nützt das gar nichts. Seit 2009 zwangsprivatversichert sind diese Menschen steigenden Versicherungsprämien der PKV und der Altersarmut hilflos ausgeliefert.
    Ein Rückkehrrecht in die GKV für diese Fälle in dem Gesetzentwurf zu verankern, wäre eine wirklich soziale und solidarische Leistung gewesen!

  • Zum Beitrag von "michaelbisson"


    Aus eigener Erfahrung, der Basis-Tarif in der PKV ist nicht zu empfehlen.


    War selbst als Angestellter jahrelange in der GKV oder BKK versichert und bin dann als Selbständiger in die PKV
    gewechselt. Ein riesengroßer Fehler!
    In der PKV war ich ebenfalls jahrelang Mitglied. Mit 56 Jahren - bedingt durch eine mehrjährige Erkrankung - wurde mir in der PKV gekündigt und ich fand keine andere KV - weder GKV noch PKV - die mich als neues Mitglied aufnahm.


    Zwischenzeitlich bin ich seit 2009 zwangsweise im Basis-Tarif einer PKV versichert und kann nur bestätigen, dass die Leistungen im Basis-Tarif nicht den gesetzlichen Leistungen der GKV entsprechen. Nur vergleichbar, aber nicht 100%ig gleich.
    Probleme wegen der geringeren Leistungsbezahlung meiner behandelnden Ärzte etc. hatte ich bisher nie.
    Man fühlt sich aber trotzdem Drittklassig. Die Leistungen sind geringer, die Kosten muss der Patient aber selbst erst mal vorfinanzieren und dann mit seiner PKV zu GKV-Leistungen abrechnen und Kürzungen hinnehmen.


    Was mich und sicher auch alle anderen Zwangsversicherten aber am meisten bei der ganzen Zwangsversicherung stört, sind die hohen mtl. Beiträge (Höchstbeiträge der GKV!!) - egal welches Einkommen man hat.
    Hier hat der Gesetzgeber 2008/2009 (die Rot-/Grüne-Regierung) die Folgen und Auswirkungen dieses Basis-Tarifes nicht zu Ende gedacht.


    Jeder Rentner muss mit seiner mtl. Rente diese hohen mtl. Beiträge bezahlen.
    Ich bin mir sicher, dass sehr viele Rentner dies gar nicht aufbringen können und damit automatisch in Altersarmut geraten und deshalb Sozialleistungen beantragen müssen. Leider!!


    Kennt Jemand evtl. eine vernünftige und nachvollziehbar Lösung?
    Sollte evtl. eine Interessengemeinschaft gegründet werden, um dieses Thema "Ungerechtigkeit" medienwirksam zu veröffentlichen?


    Vielen Dank im Voraus.