Neuerungen in der gesetzlichen Krankenversicherung

  • Das war kein Vergleich, sondern ein Hinweis, was bei einer GKV so alles schief gehen kann. Ich freue mich auf ähnliche "pars pro toto" Hinweise Referat Janders wenn jemand mal wieder die Beitragserhöhung eines Jahres bei einer PKV zum Anlass für eine Generalkritik an der PKV nimmt ;).

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH & Co. KG - Spezialisten für Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge, Geldanlage. Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: schlemann.com/erstinformationen. Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen, deren Nutzung auf eigene Gefahr erfolgt.

  • Immerhin 132.500 betroffene Mitglieder, siehe https://www.krankenkassen.de/k…stik/versicherte/aktuell/ (ok, auf Platz 43 :))

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  • Immerhin 132.500 betroffene Mitglieder, siehe https://www.krankenkassen.de/k…stik/versicherte/aktuell/ (ok, auf Platz 43 :))

    ... aber mit keinen bzw. nur geringfügigen Folgen für die betroffenen Mitglieder, muss man dazu sagen:


    [...]


    Schließung und Insolvenz von Krankenkassen

    Die Schließung soll dann erfolgen, wenn die Leistungsfähigkeit der Kasse auf Dauer nicht mehr gegeben ist. Dabei bestimmt die Aufsichtsbehörde wann die Krankenkasse geschlossen wird. Spätestens zwei Wochen nach dem Schließungstermin müssen Versicherte eine neue Krankenversicherung abgeschlossen haben.

    In letzter Konsequenz kommt es zur Insolvenz der Krankenkasse. Hierbei könnten Gläubiger auf ihren Schulden sitzen bleiben. Patienten müssen aber nicht fürchten, dass sie als Versicherte von Pleite-Kassen keine Behandlung mehr erhalten. Denn der Arzt, das Krankenhaus oder andere Leistungserbringer erhalten auch bei einer Krankenkassen-Insolvenz ihr Geld. Diese Ansprüche werden in jedem Fall bedient. Sollten die Krankenkassen dazu nicht mehr in der Lage sein, müssen sich die anderen Krankenkassen an den Kosten beteiligen. Versicherte müssen sich bei einer Insolvenz möglichst schnell eine neue Krankenkasse suchen. Die Kasse wird geschlossen, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet wird. Spätestens zwei Wochen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens müssen Sie einer neuen Krankenkasse beigetreten sein.


    [...]


    (Quelle: https://www.krankenkassen.de/g…g/insolvenz-krankenkasse/)

  • ... aber mit keinen bzw. nur geringfügigen Folgen für die betroffenen Mitglieder, muss man dazu sagen:

    Bezogen auf die BKK24 völlig richtig, steht ja sehr deutlich in dem von mir verlinkten Beitrag. Könnte aber spannend werden, wenn das nun um sich greift. Siehe den obigen Beitrag zum Defizit in der GKV.

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH & Co. KG - Spezialisten für Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge, Geldanlage. Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: schlemann.com/erstinformationen. Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen, deren Nutzung auf eigene Gefahr erfolgt.

  • Hauptursächlich aber sei, dass die Ausgaben im Trend stärker zunehmen würden als die Finanzierungsbasis.

    Das ist aus meiner Sicht ein Faktor, der gern vergessen wird. Durch Veränderungen in unserer Gesellschaft zahlen weniger Menschen ein und immer mehr Menschen sind "mitversichert". Das wird die Beitragsgestaltung der GKV zunehmend stark beeinflussen.

  • Völlig richtig MoritzalsNachname. Die Frage ist, woher bei unserer Bevölkerungsstruktur künftig die jungen GKV-Beitragszahler kommen sollen, die im Rückwärts-Umlageverfahren der GKV die alten "durchfüttern"? Im Jahr 2050 wird ein Drittel unserer Bevölkerung 60 Jahre oder älter sein. Auf diesen demographischen Wandel ist die GKV in keiner Weise vorbereitet.

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  • Hallo Forum,

    bei einer kleinen Rente so um die 500€, musste ich mich freiwillig versichern, weil eine sogenannte Halbwertzeit um 12 Monate und ein Tag nicht erfüllt war. Dieses Gesetz wurde

    von einem Konsortium so verkompliziert, dass kein Versicherter durchblicken konnte.

    Nur um ein wenig zu sparen. Das schafft Unfrieden. Nun zahle ich 204€ KV statt 64€ für die Rentenkasse. Dabei hatte ich keine Chance den Betrag für 366 Tage nachzuzahlen. Das Tollste dabei ist, ein "privater Sparvertrag" wurde mir auch als Rente angerechnet. Ich meine das ist Willkür der K-Kasse. Was also tun? Klagen vorm Sozialgerich? Nach dem Gewinn des Prozesses wäre ich vielleicht bereits verstorben. Lustig. Die Verfasser dieses Gesetztes sind in meinen Augen hochbezahlte Vollidioten, was ich bereits der Petition des Bundestages bestätigen konnte. Hier ist absoluter Handlungsbedarf.

  • ...Die Frage ist, woher bei unserer Bevölkerungsstruktur künftig die jungen GKV-Beitragszahler kommen sollen, die im Rückwärts-Umlageverfahren der GKV die alten "durchfüttern"? Im Jahr 2050 wird ein Drittel unserer Bevölkerung 60 Jahre oder älter sein. Auf diesen demographischen Wandel ist die GKV in keiner Weise vorbereitet.

    Den demographischen Wandel meinte ich vorrangig gar nicht. Ich meinte die sich verändernden Werte und Lebensformen in unserer Gesellschaft: Sabatticals, zu-Hause-Bleiben-und-mit-weniger-auskommen, kürzere Erwerbszeiten im Lebenslauf, Trend zur dritter Ausbildung, Frugalisten, Großfamilien, zunehmende Anzahl von Minijobs/Aufstockern, ...
    Das alles führt in der GKV zu einer krassen Verschiebung von "Selbstversichert" zu "mitversichert". Die Konsequenzen sind dramatisch.

  • Hallo Forum,

    bei einer kleinen Rente so um die 500€, musste ich mich freiwillig versichern, weil eine sogenannte Halbwertzeit um 12 Monate und ein Tag nicht erfüllt war.

    Hallo.


    Solange der Rentenbescheid noch nicht bindend ist, bestehen dort Handlungsmöglichkeiten.


    Auf den "politischen" Teil gehe ich nicht ein, da gibt es andere Foren für.

  • Völlig richtig MoritzalsNachname. Die Frage ist, woher bei unserer Bevölkerungsstruktur künftig die jungen GKV-Beitragszahler kommen sollen, die im Rückwärts-Umlageverfahren der GKV die alten "durchfüttern"? Im Jahr 2050 wird ein Drittel unserer Bevölkerung 60 Jahre oder älter sein. Auf diesen demographischen Wandel ist die GKV in keiner Weise vorbereitet.

    Da muss dann wohl ein neues Konzept her... Aber wie das wohl aussieht?

  • Das Konzept ist einfach: Ausgaben pro Patient verringern, Beiträge erhöhen.

    Verringerung Ausgaben:
    Bürokratieabbau, Automatisierung, höhere Zuzahlungen (ggf in Abhängigkeit von der Zahlungsfähigkeit des einzelnen), geringerer Versicherungsumfang (änlich Erstattung von Zahn- oder Kieferbehandlung).

    Beiträge erhöhen:
    Schrittweise die Beiträge-% erhöhen; Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze.
    Ggf. bestimmte Formen des "mitversichert sein" mit Beiträgen versehen.

  • Auf der einen Seite Ausgaben pro Patient durch Leistungskürzungen und Zuzahlungen verringern und auf der anderen Seite Beiträge erhöhen macht die GKV ja schon seit Jahren. Durchschnittliche Erhöhung des Höchstbeitrags von 1970 bis 2021: 5,77% pro Jahr! Bürokratieabbau wäre mal etwas Neues. Wozu über 100 gesetzlichen Krankenversicherungen, die alle zu 98% die gleichen Leistungen bieten? Dann würden aber die Kleinfürsten im Vorstand der jeweiligen GKVs ihre Jobs verlieren, also nimmt das keiner in Angriff.

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH & Co. KG - Spezialisten für Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge, Geldanlage. Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: schlemann.com/erstinformationen. Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen, deren Nutzung auf eigene Gefahr erfolgt.

  • GKVs haben viele überbezahlte Jobs.

    Ärzteeinkommen sind in den letzten Jahren auch stark gestiegen.

    Private Krankenhauskonzerne mit "optimierten" Operationen machen die Kasse auch leer.

    Nein, einen Systemwechsel packt keiner an.

    Die Letzte, die etwas versuchte, war Andrea Fischer (studiert(!) und Grüne). Die trat zurück und wechselte dann auf die Lobbyistenseite.

    Die Lösung: Es wird der Bundeszuschuss erhöht. Danach die Beiträge.

  • Auf der einen Seite Ausgaben pro Patient durch Leistungskürzungen und Zuzahlungen verringern und auf der anderen Seite Beiträge erhöhen macht die GKV ja schon seit Jahren. Durchschnittliche Erhöhung des Höchstbeitrags von 1970 bis 2021: 5,77% pro Jahr! Bürokratieabbau wäre mal etwas Neues. Wozu über 100 gesetzlichen Krankenversicherungen, die alle zu 98% die gleichen Leistungen bieten? Dann würden aber die Kleinfürsten im Vorstand der jeweiligen GKVs ihre Jobs verlieren, also nimmt das keiner in Angriff.

    Hm, wie sahen denn die Lohnrunden in den 70ern aus? Könnte da der Eindruck entstehen, dass da jemand ein schiefes Bild erzeugen will?


    "Kleinfürsten" im Vorstand? Man hat fast das Gefühl, dass wir in einem Wahljahr sind. ?(