Die Gefahr an ETFs?

  • Ich meinte eher die Absicherung in seine Fonds und das der Fonds aktuelle nicht gefallen sonder gestiegen ist

    Wenn man mal die Emotionalität draußen lässt:
    Absicherung kostet Geld. So man also immer absichert wird man eine schlechtere Rendite bieten.
    Idealerweise sollte es so sein, dass man in Phasen des Anstiegs nicht absichert. Damit hat man das Risiko des Markttimings. Kann klappen oder auch nicht.
    So man eine solide Aktienauswahl trifft - das macht er nach eigenem Bekunden so - wird man bei den Anstiegen nicht in dem Maße wie der breite Markt teilnehmen partiziperen, da derartige Aktien in der Hausse nicht so gefragt sind.


    Fazit: Wenn man tatsächlich an den allgemeinen Untergang glaubt bzw. sehr schlecht mit Schwankungen umgehen kann man den Fonds kaufen. Seit Auflage hat er schlechter als der MSCI World performt, auch wenn es Phasen gibt in denen er besser war, speziell bei den Korrekturen Ende 2018 und jetzt..


    Quelle https://www.fondsweb.com/de/ve…DE000A111ZF1,LU0392494562


    Ich persönlich habe bin einstellungs- und lebensalterbedingt nicht so der Freund mit dem breiten Markt in die Schlucht zu stürzen und habe daher anteilig Fonds, die absichern bzw. die Aktienquote steuern, allerdings trotzdem eine bessere Performance als Dirk Müllers Produkt bieten. Ich muss damit dann leben, dass meine Rendite in guten Jahren schlechter als bei einem einfachen Finanztip-Portfolio ist.

  • Was haltet ihr von der Strategie von Dirk Müller, die nun im jetzigen Crash aufgegangen ist. Wird er damit wohl langfristig gewonnen haben?
    ...

    Langfristig sicher nicht.
    Er praktiziert nichts anderes als Markettiming, glaubt also, einschätzen zu können, wann es rauf und wann es runter geht. Wer das kann, braucht keinen Fonds aufzulegen, sondern er wird einfach nur still und leise reich.


    Außerdem kosten seine Absicherungen Geld.
    Wenn man davon ausgeht, dass er mit seinen Einschätzungen nach dem Zufallsprinzip mal richtig und mal falsch liegt, dann hat er durch diese Kosten eine Minderrendite.


    Und in dem Extremszenario, von den er dauernd faselt, in dem Banken Pleite gehen, sind seine Derivate weg, denn das sind ja Bankprodukte.

  • Hallo,
    bisher habe ich kein ETF(bisher nicht überzeugt), suche Vergleich. "Hätte ich ETF X, Y" gekauft: wieviel hätte ich beim Verkauf realen Gewinn gemacht und das möchte ich mit meinem Sparplan-Aktienfond-Verlauf, vergleichen.
    Außerdem: wie hoch ist der % Unterschied bei An- und Verkauf von ETF's, in einer Krise?
    Kann jemand mitteilen, z.B. bei einem guten ETF: was sind die tatsächlichen Gewinne, wenn der Preis X ist, und Gesamtkosten und wie lange sollte man ein ETF behalten?
    Was ich empfinde: in einer Krise wäret der Verkauf eines Aktienfonds ist leichter als beim ETF? Stimmt dies?
    Kann man so sagen: ETF für im Durchschnitt steigenden Kurse, Aktienfond für Schwankungen?
    Glänzendes Etwas für Schwierigkeiten?
    Mich macht die allgemeine "Geopolitik" sehr nevös und allgemein gehe ich von kommender Pleitewelle aus und meine, wir sind in einer Blase.
    D.h. auch Microsfoft und co. hätten weniger Kunden: wieso soll dann der Aktienpreis steigen?
    Was ich sehe: es gibt unglaublich viele ETF's und sehr sehr wenige schneiden gut ab, gilt natürlich für Aktien genauso.

  • Leider verstehe ich nicht ganz, was die Fragen und was Feststellungen sind.


    Es gibt keine festgelegte Haltedauer für einen Aktienfonds, weder gemanagt noch ETF. Es wird oberhalb 5-7 Jahre empfohlen, da dann historisch Einbrüche wieder ausgeglichen waren.


    Bei guten Fondsanbietern findet man historische Kurse als Excel z.B. hier für den beliebten ishares MSCI World https://www.ishares.com/de/pro…ierend_fund&dataType=fund


    Kosten sind sekundär, da im Fondspreis enthalten außer den eigenen Transaktionskosten.


    Ein Verkauf an der Börse sollte in einer Krise nur mit erhöhtem Spread möglich sein. Bei Handel über die KVG würde ich keinen Unterschied erwarten.

  • Grundlegend ist ein Index, Mittelmänner bauen ein Fond, der dieser nur abbilden soll. Der Käufer hängt sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf von diesen/anderen Mittelmännern, die zu nichts verpflichtet sind, ab. Vanguard Gründer John Bogle hat diese Art erfunden und so Kosten für den Investor gedrückt.
    Gegenwart: Anzahl von ETF's ist mittlerweile einige Tausend, nur wenige sind wirklich breitgestreut.


    Im Gegensatz dazu, haben Aktienfondmanager ein Index als Referenz und vorgegebener Allgemeinrahmen.
    Ein Aktienfondmanager investiert direkter in einem Unternehmen und kann ein- und aussteigen. Der Investor aber hat gleichgebebliebenen Fondanteile.

  • (1) ETF für im Durchschnitt steigenden Kurse, Aktienfond für Schwankungen?
    Glänzendes Etwas für Schwierigkeiten?

    Finanztip empfieht eine Mischung aus breit anlegenden Aktienfonds, konkret ETF, sowie Fest-/Tagegeld. Eine Beimischung von Gold wird nicht ausdrücklich empfohlen aber auch nicht abgelehnt.


    Da die Kurse auf lange Sicht steigen ist man sowohl mit einem diversifizierten Aktienkorb als auch mit einem entsprechenden Aktienfonds als auch einem entsprechenden ETF im Grunde gut aufgestellt. Man würde bei einem gemanagten Aktienfonds erwarten, dass der Fondsmanager durch Aktienauswahl, günstigen Ein- und Verkauf und ggf, Absicherung vorne liegt. Im Ergebnis zeigt sich jedoch, dass gemanagte Aktienfonds u.a. wegen höherer Kosten im Durchschnitt schlechter performen als der Vergleichsindex erzielen. Das gilt zumindest in großen Märkten, es gibt durchaus Märkte, in denen das nicht gilt. Da die ETF geringere Kosten haben werden diese präferiert.


    Insofern würde ich "Aktienfonds für Schwankungen" nicht generell bestätigen. Dies kann gelten für Fonds mit Absicherungen bzw. Steuerung der Aktienquote. Dies kostet jedoch Geld, weswegen auch derartige Produkte nicht grundsätzlich überzeugen.

    (2) wie lassen sich ETF's verkaufen?

    Die ETF werden an der Börse verkauft. Die Frage zielt wohl auf die Market Maker, die im Creation- / Redemption-Prozess, da hier im Gegensatz zu gemanagten Fonds die Fondsgesellschaft die Transaktionen nicht selbst ausführt. Im Endeffekt führt es zum gleichen Ergebnis - der Anleger hat einen Anteil am gesamten Fondsvermögen.


    Zumindest bei dem schon oben erwähnten ETF von ishares beschreiben den Fall, dass die "zu nichts verpflichteten" Market Maker keine Anteile zurücknehmen als Sekundärmarktstörung mit dem Ausweg, dass dann die Anteile direkt an die KVG zurückgegeben werden (analog zu den gemanagten Fonds). Dazu mal die Seiten 92-104 des Verkaufsprospekts lesen.

  • Danke Schön, jedoch bsp. ich habe ein Nicht Big-Cap Fond, der iShares MSCI World UCITS ETF (Dist) und Vanguard FTSE All-World UCITS ETF seit Auflegung gut "schlägt" (mit regelmäßiger Gewinnmitnahme) und lese, daß bei Nicht Big-Caps, Aktienfonds besser sind.


    Wer weiß schon, wie der Hase bis zur US-Wahl, laufen wird?

  • Das widerspricht sich nicht. Wie oben gesagt ist nicht jeder gemanagte Fonds nach Kosten schlechter als der Index/ETF.


    Man muss dann aber den richtigen Vergleichsindex nehmen, im vorliegenden Fall einen Small Cap Index der entsprechenden Anlageregion.. Small caps laufen im Durchschnitt besser als Large Caps, allerdings mit höheren Schwankungen.


    Gegen Nennung der ISIN suche ich einen Vergleichsindex / ETF.

  • Lt. Morningstar ist die Kategorie "Aktien Deutschland Nebenwerte". Dort liegt der Fonds in der Spitzengruppe (5 Sterne) und Platz 2 der Rendite über 5 Jahre.


    Vergleichsindex lt. Morningstar MSCI Germany Small Cap NR, lt. DWS selbst je 50% MDAX und SDAX. Vergleich hier https://www.fondsweb.com/de/ve…LU0603942888,LU0322253906


    Fazit: Glückwunsch zur Fondsauswahl. In der Morningstarkategorie, in der Dein Fonds auf Platz 2 liegt, schaffen es nur rund ein Drittel der 69 Fonds besser zu sein als der 50 / 50-Mix aus MDAX- und SDAX-ETF.

  • @Kater.Ka
    Danke Schön, bisher läuft es gut. Ich suche hier Anregungen und Gründe für ETF, jedoch bis zur US-Wahl warte ich und halte diesbezüglich den Pulver trocken (bin ENRON geschädigter: Verlust 3000 USD).
    Auch Heute sind die Wirtschaftszahlen aus DE schlecht...
    Da ist mein Problem mit ETF: in einer Krise, wer kauft diese, Fondanteile diesbezüglich loszuwerden, ist einfach, glaube ich.

  • Ein ETF ist zumindest etwas anderes, als ein Zertifikat, was reiner Schrott ist.


    Es ist nun mal so, dass bei synthetischen ETFs nicht das drin ist, was draufsteht. Aber Substanz ist drin und das ist wichtig.


    Wenn ich Kaffee kaufe (was immer ein guter Trade war), kaufe ich nun mal Nomura Anleihen. Mich stört es nicht.

    Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen. Henry Ford

  • @johannesD
    ich versuche ja, zu verstehen, warum ich in ETF anlegen soll, aber bisher bin ich mehr als beunruhigt(auch US-Wahl: Einstieg jetzt?), großes Mißtrauen der Finanzindustrie gegenüber und wälze die Stiftung Warentest Test für Fonds und ETFs durch.
    Schrecklich, soviele Fonds und ETF's sind grottenschlecht...