Die Gefahr an ETFs?

  • Bei einigen meiner aktiven Fonds war die Netto-Aktienquote im Februar/März deutlich geringer als die tatsächliche Aktienquote. Technisch funktioniert das über Optionskontrakte. Man kann das sich z.B. für den DAX hier anschauen und daraus ableiten wo der DAX am nächsten Verfall steht, nämlich oberhalb 12.000, auch zum Jahresende


    https://www.stockstreet.de/verfallstag-diagramm#/


    Die Comstage hat zwei Produkte, bei denen man das nah mitverfolgen kann. Die sind in den letzten Tagen um 10% auf 56% Aktien zurückgegangen, dazu müssen die aber nicht verkaufen sondern kaufen bzw. verkaufen Kontrakte.
    https://www.etf-comstage.de/etf75alpha/

    Hallo Kater.Ka,


    klingt technisch ja sehr interessant!
    Leitest du daraus Ankaufsentscheidungen für breite ETFs ab oder wie nutzt du diese Informationen für buy & hold ... ?

  • ...



    Bei einigen meiner aktiven Fonds war die Netto-Aktienquote im Februar/März deutlich geringer als die tatsächliche Aktienquote. Technisch funktioniert das über Optionskontrakte. Man kann das sich z.B. für den DAX hier anschauen und daraus ableiten wo der DAX am nächsten Verfall steht, nämlich oberhalb 12.000, auch zum Jahresende
    https://www.stockstreet.de/verfallstag-diagramm#/

    Man kann daraus offenbar überhaupt nichts ableiten! :S

  • Man kann daraus offenbar überhaupt nichts ableiten!

    ? Begründung


    Zum Verfall im September stand der DAX oberhalb 12.000


    Richtig ist dass es zum Verfall im Dezember einen deutlichen Gap gab. Bei den übrigen großen Verfallsterminen war es entgegen Deiner Meinung eine gute Orientierung. Glücklicherweise orientieren sich nicht alle daran.

  • Leitest du daraus Ankaufsentscheidungen für breite ETFs ab oder wie nutzt du diese Informationen für buy & hold ... ?

    Primär als Indikation für kurzfristige Aktivitäten. Ich darf 10% unserer Rücklagen spekulativ anlegen.


    Für jemanden, der Market-Timing betreiben möchte kann man zumindest die grobe Richtung ablesen, in der die großen Jungs denken.

  • Obwohl ich Dirk Müller gerne reden höre, liegt er hier komplett falsch. Es gibt langfristig keine höhere Rendite von passiv gegenüber aktiv verwaltenden Fonds.
    Siehe fintool ETF auf youtube von Prof. Dr. Erwin Herl
    Das ist sozusagen eine komplette kurz Ausbildung.


    Dirk Müller sollte sich diese Reihe mal anschauen....

  • Reine Frage von Interessenskonflikt und Anreizsystem:
    Der managet einen eigenen Fonds. Da wär er doch blöd, wenn er ETFs das Wort reden würde und damit gegen seine eigene Branche reden würde. Wahrscheinlich ist er sogar überzeugt davon, weil er glaubt, dass in der nächsten Krise sein Fonds besser dasteht als der Markt.


    Das Problem ist natürlich, dass er wie viele andere als eine Art unabhängiger Experte angesehen wird...

  • Dirk Müller über ETFs


    https://youtu.be/rRqMjKyI3xI

    Vorab: Natürlich redet Herr Müller ETFs schlecht, er lässt mit seinem Namen immerhin für einen aktiv gemanagten Fond werben.


    Ich möchte aber nochmal hervorheben, wie dreist er dabei ist:
    Zunächst spricht er davon, dass die TER bei 1,6% liegt. Tatsächlich sind es laut eigenen Angaben des Fonds (siehe HP) 1,69%. Für mich schon ein Unterschied.
    Den Ausgabeaufschlag von 4%(!) erwähnt er gar nicht.


    Weiterhin tut Herr Müller so, als wäre sein Fonds der heilige Grahl: Zwar macht man in guten Zeiten nicht so viel Plus, in schlechten Zeiten sei mal aber komplett abgesichert. Glaubt wirklich jemand, dass diese Idee zum ersten Mal in diesem Fonds abgebildet wird und nicht schon andere Manager das versucht haben?


    Dann zur dreistesten Aussage: Sein Fonds hätte besser perfomt als der Benchmark. Nun, welchen Benchmark meint Müller? Den DAX? Dann könnte es stimmen. Nur leider besteht der Fonds zu einem Anteil von mickrigen 2,63% aus Investments in Deutschland. Also ist der DAX als Benchmark totaler Blödsinn.
    Der wahre Benchmark ist z.B. der MSCI World Value (eigene Aussage von Müller https://www.wallstreet-online.…nvestoren-unternehmer/all).


    Fazit: Der Dirk Müller Premium Aktien Fonds hat nach 3 Jahren eine Performance von +9,78% hingelegt. Der MSCI World Value hingegen liegt nach den letzten drei Jahren bei +37%.
    Als weiterer Vergleich: der MSCI World bei +26,84%


    Wichtig: Die Gebühren sind bei allen ETFs weitaus geringer (4% Ausgabeaufschlag, pff).



    Jetzt kann man natürlich darauf hoffen, dass der Müller-Fonds in der bevorstehenden Götterdämmerung dermaßen stark performt und den Index schlägt. Ich würde nicht darauf hoffen ;)

  • Mal wieder ein link zu dem Thema, immer mit demselben Argument, dass die "doofen passiven Anleger" die Kurse künstlich in die Höhe treiben...


    https://www.finanzen.net/nachr…-34-unangenehm-34-7961363


    Der gibt wenigstens zu, dass er auch nicht weis wann die ETFs alles zerstören. Aber schon interessant, dass es immer aus derselben Ecke kommt.
    Aktive Fonds sind offensichtlich nicht schuld an der Misere, die kaufen wohl nur Nebenwerte ?(

  • Obwohl ich Dirk Müller gerne reden höre, liegt er hier komplett falsch. Es gibt langfristig keine höhere Rendite von passiv gegenüber aktiv verwaltenden Fonds.

    Ich glaube du meinst genau das Gegenteil. DIe langfristig höhere Rendite der passiven Fonds ist wegen der geringeren Kosten erwiesen.

  • Ich hätte mal `ne Frage an die aktiven Anleger.
    Jetzt mit dem Corona-Abschlag überlege ich auch in Aktien- oder Mischfonds einzusteigen.
    Nachhaltigkeit ist mir wichtig, aber es gibt auch hier genug Auswahl.
    Nun habe ich irgendwo gelesen, dass es für die Einkommensteuererklärung kompliziert wird, wenn man einen Fond wählt der seinen Sitz nicht in Deutschland hat. Haben Sie/ habe Ihr damit Erfahrungen und könnt mich aufklären?
    Vielen Dank und Grüße

  • Hallo @Rechnerin67, willkommen in der Community.

    Nun habe ich irgendwo gelesen, dass es für die Einkommensteuererklärung kompliziert wird, wenn man einen Fond wählt der seinen Sitz nicht in Deutschland hat.

    Hier bitte überprüfen von wann diese Info ist. Durch die Investmentsteuerreform ist das Problem der steuerlichen Behandlung ausländischer thesaurierender Fonds gelöst s. https://www.finanztip.de/index…stmentsteuerreformgesetz/


    Sofern die Quelle noch andere Probleme benennt bitte noch mal mit Quellenangabe posten.

  • Noch ne Anmerkung, weil Du Mischfonds nennst:
    Sind aus unserer Sicht in aller Regel zu teuer. Wir empfehlen sich selbst eine Mischung zusammenzubauen aus Tages/Festgeld (sicher) und Aktien-ETFs (langfristig) selbst zusammenzubauen.


    Mischfonds kosten gerne >1,5% p.a., Finanztip-Geldanlage aus Tages/Festgeld/ETF <0,3% p.a.