Die Gefahr an ETFs?

  • bei klassischen Aktien folgt man doch der selben Strategie. Oder kaufst Du lieber wenn alle Kaufen, wenn Kurse on Top?

    Na klar... man rennt aber nicht durch die Gegend und ruft ständig so etwas wie "Ich bin der Messias, mir wächst sogar Gras aus der Hose!"


    Du findest in der Gesellschaft (bzw. in den Gesellschaften der Welt) und auch hier Leute, die sich für Geldwerte bzw. Anlagen in Geldwerten interessieren, Fans von Finanzprodukten im Versicherungsmantel, ETF, Fonds, Einzelaktien... und wenige, die sich auch mit CCs befassen.

    Diejenigen "Hasenhirne", die in der Öffentlichkeit an der Entstehung von Hypes indirekt beteiligt sind, sind aber absolut nicht der Masssstab und auch nicht die Informationsquellen für Investoren wie auch für "Zocker"... wobei ich den Begriff "Zocker" nicht despektierlich nutze.

    Etwas mehr vom "Der Genießer schmunzelt und schweigt" wäre schon angebracht...

  • (...) und auch hier Leute, die sich für Geldwerte bzw. Anlagen in Geldwerten interessieren, Fans von Finanzprodukten im Versicherungsmantel, ETF, Fonds, Einzelaktien... (...)"Hasenhirne", (...) Hypes indirekt beteiligt sind, sind aber absolut nicht der Masssstab (...)

    Ich spekuliere mal, dass viele Meinungsmacher hier selbst davon leben, klassische Finanzprodukte an den Mann oder die Frau zu bringen, und um die Zukunftsfähigkeit ihres Berufsstandes bangen.


    Würde mich auch nicht wundern, wenn genau diese, die die nach aussen schimpfen, heimlich abends ihre eigenen DeFi assets verfolgen und sich daran erfreuen.

  • SebTech


    Die Frage ist doch, was das Ziel ist. Finanztip und andere empfehlen ETF, weil man die einmal kauft, lange wartet und eine schöne Rendite mitnehmen kann.

    Bitcoins und Co. sind reine Spekulationsobjekte, mit denen man kurzfristig viel Geld machen kann oder auch verlieren kann. Das ist ein ähnliches Level wie Wirecard-Aktien.


    Ich denke, es muss jeder für sich selbst entscheiden, was er macht. Mit ETFs eine ordentliche, aber sicher nicht pefekte Rendite erzielen und im Gegenzug nahezu keinen Aufwand zu haben.
    Oder ob man spekulative Dinge nimmt und jeden Tag am Newsticker hängen muss, ob nicht Elon Musk irgendwas von sich gibt, was das gesamte Bitcoin-Investment vernichtet.

  • Bitcoins und Co. sind reine Spekulationsobjekte, mit denen man kurzfristig viel Geld machen kann oder auch verlieren kann. Das ist ein ähnliches Level wie Wirecard-Aktien.

    ... ääääähhhhh... der Vergleich mit der Wirecard-Aktie hinkt aber gewaltig. Mit dieser Aktie haben einige Leute kräftig Gewinne mitnehmen können, und viele haben Nasse gemacht, die mit den Dollarzeichen in den Augen (Gier) zum falschen Zeitpunkt ein- und nicht mehr rechtzeitig ausgestiegen sind. Anders als bei CCs, die auch mal ohne Vorankündigung rauf und runtergehen, haben bei der Wirecard schon lange vor dem gewaltigen Einbruch die Alarmglocken ganz laut geläutet.

  • Finanztip und andere empfehlen ETF, ....

    Und Morgan Stanley besitzen mehr als 1 Mio BTC (5% des supply) und bieten es auch ihren Kunden an. Bin mit dir, das kurzfristig Schwankungsrisiken beziehen. Aber langfristig ist es die beruhigendste Geldanlage überhaupt. Einmal auf's cold storage ziehen, den vielleicht in ein Schliessfach, und schauen wie immer mehr gedruckte Dollar und Euro die Rendite abermals in die Höhe schrauben.

    Cryptowährungen sind eben keine reine Spekulation, sondern die technologische Grundlage des zukünftigen Internets (Und zum Teil auch schon des heutigen, in Nischen).

    Und, jeder bedenke, diese Technologie benötigt keine Mittelsmänner, keine Service-Provider mehr, also sollte man sich bei der eigenen Meinungsbildung von denen eben nicht beeinflussen lassen.

    In Canada sind übrigens schon BTC und ETH ETF's zugelassen. So als konservativer Tipp :)

  • Und Morgan Stanley besitzen mehr als 1 Mio BTC (5% des supply)

    ...

    Cryptowährungen sind eben keine reine Spekulation, sondern die technologische Grundlage des zukünftigen Internets (Und zum Teil auch schon des heutigen, in Nischen).

    Quellenangabe bitte!

    ...

    Nochmal: Blockchain != Cryptos

    Die Cryptos sind nur so lange etwas Wert, so lange Du Sie irgendwo und irgendwie wieder in FIAT-Währungen umtauschen kannst.


  • Cryptowährungen sind eben keine reine Spekulation, sondern die technologische Grundlage des zukünftigen Internets (Und zum Teil auch schon des heutigen, in Nischen).

    Cryptowährungen bringen dir nur etwas, wenn sie irgendwo als Zahlungsmittel akzeptiert werden oder du sie in offizielle Währungen zurücktauschen kannst.

  • Auf den Pillen steht ETH ;)

    BTW, bei klassischen Aktien folgt man doch der selben Strategie. Oder kaufst Du lieber wenn alle Kaufen, wenn Kurse on Top?

    ein typischer Anfänger Fehler ... allerdings hat ein bekannter genau so trotzdem einiges an gewinn eingeschaufelt, weil der Kurs stetig weitergestiegen ist. Ist aber eine seltenheit, die man nicht riskieren sollte!

  • Habt ihr neue Erkenntnisse zur "Gefahr an ETF"?


    Ich habe mir in letzter Zeit Homepages von Honorarberatern angesehen, auch dem aktivsten Honorarberater hier im Forum.


    Es werden immer wieder Risiken aufgezeigt und auf Vermögensverwaltung oder Dimensional Funds verwiesen, die angeblich besser seien.


    So ganz überzeugt es mich nicht, dass ich Risiken mit ETF eingehe, die ich mit Vermögensverwaltung nicht hätte. Meine Wunschlösung wäre : "egal ob 3,4,5,6,7-stelliges Depot, mit einem ETF auf den MSCI World macht man keinen Fehler, sondern geht die bekannten Marktrisiken ein, die man auch andernorts hat."


    Stimmt Ihr dem zu?

  • Genauso sieht es aus, wo soll es bei anderen Fonds Vorteile geben? Nur weil mehrere Tausend Unternehmen mehr im Fonds sind? Bin bei dir, der MSCI World bildet den Weltmarkt ausreichend ab.

  • Ich denke man muss da ein bisschen unterscheiden zwischen Risiko und Rendite. Ein ETF nach Marktkapitalisierung ist ein sehr einfaches und gleichzeitig performantes Investment. Er ist langfristig aufgrund der niedrgen Gebühren praktisch nicht zu schlagen. Aber man läuft damit eben auch in jede Blase da die Firmen mit der größten Marktkapitalisierung häufig auch am höchsten bewertet sind. Dem Risiko muss man sich bewusst sein. Man kann das etwas reduzieren indem man nicht nach Marktkapitalisierung anlegt sondern z.B. über einen Gleichwertindex. Ob man dann wirklich so viel Schwankung rausnimmt wie man glaubt ist die andere Frage und die Marktrendite bekommt man natürlich auch nicht mehr sondern nur noch etwas ähnliches.


    Die größte Gefahr sehe ich darin dass Leute ETFs kaufen weil sie keine Negativzinsen wollen, gleichzeitig sich aber nicht im Klaren sind dass sie sich auf einen potentiellen 50% Verlust (oder noch schlimmer) einlassen. Da kann eine gute Beratung eventuell helfen das Risiko klar zu kommunizieren. Aber dem Marktrisiko entkommt man bei ehrlicher Betrachtung nicht, auch nicht wenn man es durch illiquide Anlagen wie Private Equity oder Immobilien verschleiert.


    Ein Punkt ist noch dass es Märkte gibt die nicht effizient sind. Immobilien sind ein klassisches Beispiel. Die Transaktionskosten sind hoch und Immobilien lassen sich schwer im Tausenderpack kaufen. Entsprechend kann man da sicherlich auch eine Überrendite erzielen wenn man sich wirklich auskennt und diese per Kredit noch einmal einfach hebeln. Gerade für "arme Millionäre" sehe ich da durchaus eine Nische. Diese bietet dazu auch eine gewisse Diversifikation zum Aktienmarkt

  • Hallo zusammen,

    Geld ist ganz einfach. Das kann man selbst.


    Es geht besser, wenn man es selbst macht.


    Eine Vermögensverwaltung macht da nicht mehr her.

    Außer, man muss nicht mehr viel tun.


    Andererseits, wenn man es einfach und gute haben will.


    MSCI World


    Mehr braucht es nicht.


    Natürlich, wenn man eine Immobilie zum halben Preis bekommt, sie selbst verwaltet, sich selbst um die Mieter kümmert, ist mehr drin.

    Vorausgesetzt man kennt sich mit der Regulatorik, Versicherung, Umgang mit Menschen, rechtlichen Auseinandersetzungen usw. gut aus.


    Der Grenznutzen nimmt schneller ab als gemeinhin angenommen wird.


    LG

  • Eine Vermögensverwaltung macht da nicht mehr her.

    Außer, man muss nicht mehr viel tun.

    Jein! So pauschal kann man das mMn nicht sagen. Vermögensverwaltung ist nicht gleich Vermögensverwaltung.

    Natürlich, wenn man eine Immobilie zum halben Preis bekommt, sie selbst verwaltet, sich selbst um die Mieter kümmert, ist mehr drin.

    Häää? Rentable Immobiliengeschichten haben nix mit günstig erwerben und vermieten zu tun!

    Andererseits, wenn man es einfach und gute haben will.


    MSCI World


    Mehr braucht es nicht.

    Diese Aussage kann man dann unterstreichen, wenn man über eine Kristallglaskugel mit der modernen 5G-Technik verfügt. Bei Chris' Frage/Anregung ging es um die 'neuen' Betrachtungen Zu Risiken, die man mit ETF eingeht.


    So ganz überzeugt es mich nicht, dass ich Risiken mit ETF eingehe, die ich mit Vermögensverwaltung nicht hätte. Meine Wunschlösung wäre : "egal ob 3,4,5,6,7-stelliges Depot, mit einem ETF auf den MSCI World macht man keinen Fehler, sondern geht die bekannten Marktrisiken ein, die man auch andernorts hat."


    Stimmt Ihr dem zu?

    Ich stimme dir zu. Ebenso passen mMn die Posts von Ichbins und LebenimSueden. Entweder lässt man sich als passiver Investor (Pantoffeldepot-Fan) langfristig auf die bekannten Risiken ein, oder betreibt (oder lässt ... betreiben) aktives Investieren, was Zeit und Geld kostet. Und das Schöne ist, man weiß erst hinterher, welche Variante die bessere gewesen ist ;-)

  • Es werden immer wieder Risiken aufgezeigt und auf Vermögensverwaltung oder Dimensional Funds verwiesen, die angeblich besser seien.

    Klar sind ETF massive Risiken für Vermögensverwalter. Es besteht das massive Risiko, dass die Leute Ihre Vermögensverwaltung in die eigenen Hände legen und diverse Vermögensverwalter leer ausgehen. :)

    Meine Wunschlösung wäre : "egal ob 3,4,5,6,7-stelliges Depot, mit einem ETF auf den MSCI World macht man keinen Fehler, sondern geht die bekannten Marktrisiken ein, die man auch andernorts hat."


    Stimmt Ihr dem zu?

    Grundsätzlich schon, aber ich finde schon dass die Höhe des Vermögens einen Einfluss auf die Asset-Allocation hat bzw. haben sollte.

    Bei (m)einem aktuell niedrig 6-stelligem 'Vermögen' bin ich neben Cash, Kapitallebensversicherung und BAV ausschließlich in Aktien-ETF (MSCI World/EM) investiert. Allein schon auf die EM zu verzichten wäre m.E. langfristig ein Fehler.


    Bei einem höheren 6- bzw. niedrig 7-stelligen Betrag würde ich mich wohl definitiv breiter aufstellen. Allein schon, weil es für mich dann irgendwann nicht mehr um den reinen Vermögensaufbau, sondern mehr in Richtung Vermögenssicherung gehen würde.

    Wahrscheinlich stünden dann ein Produkt wie der ARERO-Fonds bzw. die Vanguard Life-Strategy-Produkte mehr in meinem Fokus. Auch physisches Gold und ggf. eine Immobilie wären dann Teil meiner Asset-Allocation.:/