Energiegenosschaft - Energiebezug und Genoanteil

  • Hallo,


    von Prokon e.G gibt es das Angebot bei Erwerb eines Genosseschaftsanteil (mind 50 Euro) den Strom verbilligt zu erhalten.
    Was haltet Ihr im Allgemeinen und im Speziellen von Kopplungsgeschäften?


    Auch wenn der preiswertere Bezug natürlich keine Dividende ist, rechne ich mal


    Genoanteil: 50 Euro
    Jahresstromverbrauch: 1500 kWh
    Reduzierung auf Grund des Genoanteil: 0,005 Euro / kWh
    Gesamtreduzierung: 7,50 Euro
    Rendite: 15%


    Hat dieser Preisvorteil eine steuerliche Relevanz?


    Gruß Winter

  • 2-stellige Rendite? Da wäre ich grundsätzlich alarmiert.


    Kopplungsgeschäfte sehe ich aus Verbrauchersicht grundsätzlich kritisch, aus Unternehmenssicht stellt sich das sicher anders dar.


    Andererseits habe ich mir jetzt keinen Überblick über das Gesamtangebot verschafft, mag also sein, dass die Bedenken zerstreut werden können.

  • Hallo @winter, ich unterstelle mal, dass Du Dir was dabei denkst.


    Ich würde von Prokon im Moment Abstand halten, auch wenn das Insolvenzverfahren abgeschlossen ist. Ansonsten ist die Förderung der Mitglieder eine Kernaufgabe einer Genossenschaft. Insofern erwarte ich keine steuerliche Thematik.


    Rein wirtschaftlich betrachtet gibt es "richtige" Ökostromanbieter, die günstiger sind als Prokon, insofern drängt sich das für mich nicht auf. Wenn es Dir wichtig ist die Genossenschaft zu fördern mach es.

  • Rein wirtschaftlich betrachtet gibt es "richtige" Ökostromanbieter, die günstiger sind als Prokon, insofern drängt sich das für mich nicht auf. Wenn es Dir wichtig ist die Genossenschaft zu fördern mach es.

    Irgendwie finde ich bei den richtigen Ökostromanbieter (wie Lichtblick, lekker, Deutsche Bahn Energie, Greenpeace) keinen preislich besseren.

  • Hmm, ich gestehe dass ich mich in der Hardcore-Öko-Szene nicht so auskenne. Meine Antwort beruhte auf einer Anfrage bei Switchup mit meinen Verbrauchsdaten, die ich heute morgen nach Deinem Post gemacht habe. Dort hat Prokon zwei grüne Lampen und das Produkt wird damit als "Ökostrom aus nachhaltiger Erzeugung" klassifiziert. Da bleibe ich bei meiner Aussage, dass es da günstigere gibt mit zwei grünen Lampen.


    Geht man auf drei grüne Lampen "unabhängiger Ökostromanbieter, der in allen Belangen konsequent ökologisch agiert", dann gibt es noch zwei, die günstiger sind. Greenpeace und Lichtblick wären bei mir 50 bzw. 45 Euro p.a. teurer als Prokon, DB gleiche Größenordnung, Lekker im Bereich von Prokon. Letzterer wäre unter den Genannten meine wirtschaftliche Wahl, da es noch einen Wechselbonus gibt.

  • Interessant bei mir wird die DB bei Switchup nicht angezeigt.

    Bei mir auch nicht, das habe ich für Dich extra nachrecherchiert, um meine Aussage fundieren zu können ;-) Die Bahn hätte ich auch nicht unbedingt als besonders ökologischen Anbieter auf dem Schirm gehabt. Ich habe übrigens nur ganz einfachen Ökostrom mit TÜV-Siegel.