zu hohe Abschläge bei Strom

  • Jeder zweite zahlt zu hohe Abschläge beim Strom. Das muss nicht sein: die Abschlagszahlung muss sich am tatsächlichen Stromverbrauch orientieren. Seinen Anbieter kann man zur Korrektur auffordern.
    :?: Wer von Euch hat damit Erfahrungen? Hat sich ein Anbieter mal quer gestellt?

  • Bei immergrün / 365 war der Abschlag rund 10% zu hoch gegenüber dem Vergleichsportal. Da innerhalb der Widerrufsfrist keine Einigung zustande kam habe ich dann widerrufen.


    Bei Gas hatte ich mit Mainova telefoniert, da der Abschlag höher als erwartet war. Er wurde dann deutlich reduziert. Mir war zu dem Zeitpunkt nicht bewusst, dass der Abschlag nur 10 mal abgebucht wird. Da ich allerdings einen niedrigeren Verbrauch als angegeben hatte entsprach der Abschlag dann in Summe bis auf 10 Euro dem Verbrauch.


    Schick finde ich bei e-wie.einfach, dass man dort im Kundenportal selbst seinen Abschlag (in gewissen Grenzen) einstellen kann.

  • Ich bin seit Jahren bei den Stadtwerken Flensburg (hier auch für "Dauernutzer" empfohlen).
    Nach jeder Jahresabrechnung drückt mich der Anbieter bei den Abschlägen ich setze es aber immer wieder hoch auf den alten Wert (63€ bei gut 2700 kw/h Verbrauch, 3 Personen Haushalt).
    Der meist geringe "Mehrbetrag", im Schnitt 35-55€, wird automatisch mit der nächsten Rate verrechnet. Ich persönlich liebe es so und fahre damit auch sehr gut da ich mich somit vor Überraschungen (zu Hohe Nachzahlungen) schütze und auch gleichzeitig zu 100% mit meinem Anbieter zufrieden bin.


    Vor drei Jahren hatten wir darüber hinaus noch einen Wasserschaden und die Trockner liefen gut 4 Wochen (24/7). Die Stadtwerke waren darüber informiert, der "Mehrverbrauch" wurde Dokumentiert, durch die Versicherung beglichen und von mir an den Anbieter weiter geleitet. Diese "Gutschrift" wurde entsprechend beim Anbieter verrechnet und es kam zu keiner Änderung der Abschlagszahlung, es blieb alles beim alten (sehr gute Kommunikation).

  • Im Herbst 2016 bin ich zu eveen (Tarif "kissmegreen") gewechselt, der beim Verivox-Vergleich die günstigsten Konditionen versprach.
    Im Sommer 2018 erfuhr ich von der Insolvenz des Stromanbieters.
    Ich habe zum Herbst 2018 gekündigt, eine Abrechnung im Herbst 2017 hatte ich nie erhalten.


    Eveen ist mir rd. € 300,- Abschläge schuldig, die ich wohl nie mehr wiedersehe.


    Erkenntnis aus dieser Erfahrung:

    • Abschläge bieten nicht die Sicherheit eines Sparbuchs
    • Künftig den Abschlag nachrechnen (Verbrauch lt. letzter Rechnung/kWh x kWh-Preis + Monatl. Grundgebühr x 12), ggf. korrigieren lassen
    • Immer nach dem ersten Jahr auf eine Zwischenabrechnung drängen, falls nicht automatisch erfolgt

    Mein neuer Anbieter (Stadtwerke Oranienburg), hat den Abschlag zunächst höher angesetzt,
    auf Grund familiärer Veränderung (Tochter ausgezogen) und Umstellung auf LED hat sich jedoch der Verbrauch reduziert,
    hat er jedoch den Abschlag von 98,- auf 78,- reduziert (Basis: 3.500 kWh pA).

  • Bei mir wurden die Abschläge bislang immer genau am Verbrauch des Vorjahres ausgerichtet. Nach einem Umzug habe ich den Verbrauch in meiner alten Wohnung angegeben, und die Abschläge wurden danach berechnet. Die neue Wohnung hat nun aber Warmwasserbereitung über Strom. Jetzt zahle ich wesentlich niedrigere Abschläge als eigentlich erforderlich, spare aber Geld, um die Differenz am Ende problemlos ausgleichen zu können. Ich kann nur jedem empfehlen bei Einzug in eine Wohnung mit elektrischer Warmwasserbereitung die erheblich höheren Stromkosten einzuplanen.