Tagesgeld-Anlage in US-Dollar

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    • Tagesgeld-Anlage in US-Dollar

      Hallo zusammen,

      in den USA steigen derzeit die Leitzinsen bekanntlich, was dort auch das Zinsniveau von Tagesgeldkonten verbessert.
      Es stellt sich mir die Frage, ob sich auch für Anleger in Deutschland dies eignet, da die Zinsen in Europa minimal sind. Angebote hierzu existieren (bsp. von IKB Deutsche Industriebank). Natürlich kann man über das Risiko (aber auch die Chance) von Wechselkursveränderungen streiten, aber mich würde eure Meinung interessieren, wie man auch hierzulande von den Zinsveränderungen in den USA profitieren kann.

      Danke für eure Einschätzungen. Viele Grüße.
    • Hallo @TKI, willkommen in der Community.

      Grundsätzlich halte ich ein Fremdwährungs-Zinsanlage aufgrund der Wechselkurs-Thematik nicht für Privatanleger geeignet. Die IKB nimmt erst ab 5.000 Dollar Einlagen an, die Zinsdifferenz zu Euro-Anlagen mit 0,6 bis 0,9% p.a. gegenüber dem Finanztip Tagesgeld- bzw. Festgeldvergleich wäre mir das Risiko nicht wert.

      Es gibt Rentenfonds mit der Bezeichnung USD short duration Euro-hedged, das wäre im Grundsatz was, allerdings sind die Fondskosten samt Absicherung wohl so hoch, dass derzeit nach einem ersten Blick das auch nicht besser als eine sichere Euro-Anlage ist.

      Ansonsten ist es schwierig hier einen guten Rat zu geben. Die höheren Zinsen in USA sind in der ersten Argumentationsebene der US-Notenbank eine Reaktion auf die -angeblich- gute Wirtschafts. und Beschäftigungslage in den USA. Daher könnte es weiterhin kurzfristig interessant sein USD und Wachtumswerte überzugewichten. In der zweiten Ebene könnte der Zinsanstieg auch dazu führen, dass die Nachfrage nach Aktien gedämpft wird.
    • Hallo, ich bin neu hier.. sehe das aber etwas anders.
      Vor allem, wenn man gar nicht auf das Tagesgeld sondern auf Festgeld in Dollar schaut im Vergleich.
      Hier liegen wir bei Unterschieden im 12 Monatsbereich von über 2 % vor Gebühren/Kosten zur herkömmlichen Anlage bei der örtlichen Sparkasse/Volksbank. Gut dann sagt man, schaue ins EU Ausland, zB Credit Agricole etc..

      Aber warum sollte ich zu einer europäischen Anlagebank gehen, um das Geld zu maximal 1% anzulegen, wenn ich es in Dollar zu 3% anlegen könnte, bei ähnlicher Sicherung ?

      TKI hat das Währungsrisiko gesehen und aussen vor gelassen ! Davon gehe ich jetzt auch aus, man sollte sich dieser Chance, aber auch dem Risiko bewusst sein.

      Gehe ich dieses Risiko ein, würde ich es als durchaus tragfähige Beimischung zu einer Anlage sehen;
      sicher nicht bei 100% , aber 25 bis 35% . Was spricht dagegegen ?

      Wenn man sowieso seine Anlagen streut, stellt sich die Frage, warum nicht im Bereich Festgeld über den
      Eurotellerrand schauen. Gut in türkische Lira würde ich aktuell auch nicht empfehlen...
      Die dunkle Seite der Macht ! :thumbup:
      Gruss aus Niedersachsen
    • Der Jahresschlusskurs USD/EUR war 2000 bei 0,93 und 2007 bei 1,45, eine Differenz von 55%. Es macht schlicht keinen Sinn, wegen 1-2-3% mehr Tagesgeld/Festgeldrendite eine Währungsschwankung in dieser Höhe in Kauf zu nehmen. Die Gefahr, dass die Mehrrendite durch den Währungsverfall überkompensiert wird, ist zu groß.

      Anders sieht es aus, wenn man in USD bezahlen möchte, zum Beispiel weil man Vermögen in USA hat oder dort Geschäfte betreibt. Aber für einen Privatmann ist es Unsinn.
    • marc-29 schrieb:

      Natürlich ist da ordentlich Spekulation dabei... das streite ich ja gar nicht ab.

      das passiert aber auch bei anderen Anlagen.. selbst bei Oldschool Aktien:
      schau Dir Kraft oder Bayer an. Die andere Richtung nimmt LVMH oder Cola.
      ist aber wohl offtopic...
      Da kannst du auch gleich direkt Forex-Spekulation betreiben...ohne den Umweg über ein USD-Tagesgeldkonto.