Festgeldempfehlung für CA Consumer Finance

  • Finanztip empfiehlt für die Festgeldanlage auch CA (Credit Agricole) Consumer Finance. Aus dem Eröffnungsantrag geht hervor, das der Anlagebetrag auf ein Commerzbank Konto überwiesen werden soll. Der Anlagebetrag geht also nicht auf ein Konto, das die Anlagebank für mich persönlich angelegt hat. Das macht mich skeptisch. Ich überweise nicht gerne einfach so größere Beträge auf ein wildfremdes Konto. Ist dieser Weg sicher, oder rät Finanztip davon ab?
    Beste Grüße
    Rolf

  • Hallo Rolf,


    es stimmt, dass Sie bei der CA Consumer Finance den Betrag auf ein von der Bank genanntes Konto überweisen müssen. Auch bietet die Bank leider keinen Onlinezugang an.


    Allerdings sollte die Kontonummer ein für Sie persönlich eingerichtetes Konto sein, das geht auch aus den Anmerkungen auf der Webseite hervor: https://www.ca-consumerfinance…758431&FGAB=10000&FGLZ=24 (Wie kann ich meinen Anlagebetrag einzahlen?)


    Bitte setzen Sie sich mit der Hotline des Anbieters in Verbindung und überprüfen Sie die Angaben auf ihre Richtigkeit: 06721-9101 836


    Haben Sie das Konto über Finanztip abgeschlossen? Gerne erfahren wir hier, wie sich Ihre Angelegenheit weiter entwickelt hat. Das wären tolle Informationen für unsere Leser.


    Beste Grüße


    Manuel

  • Hallo Manuel,


    danke für die Antwort.
    Ja, ich bin von der
    Finanztip Seite http://www.finanztip.de/festgeld-vergleich/
    auf den link der CA Bank und von dort zum Eröffnungsantrag, den ich jetzt vor mir liegen habe. Dort heißt es bei Empfänger der Überweisung des Anlagebetrags: CA consumer Finance S.A. Konto Nr. xyz bei der Commerzbank" und unter Verwendungszweck "Mein Name Nr. xxxxxxxxx".
    Demnach wird das Geld auf ein allgemeines Konto bei der Commerzbank eingezahlt und nur über den Verwendungszweck mir zugeordnet.
    Unter der auch von Dir angegebenen Servicenummer war die Auskunft, dass die CA als französische Bank keine Niederlassung hier in D hat und dieser Weg gegangen wird, um dem Kunden die Auslandsüberweisung zu ersparen.
    Klingt logisch.
    Ich bin nur nicht gerne Versuchskaninchen für die Community. Als "Beleg" habe ich dann lediglich den Ausdruck der Überweisung von meiner Direktbank. Natürlich auch Kopie meines Eröffnungsantrag mit Postident und die Kontoeröffnungsbestätigung per e-mai durch die Bank. 5-stellige Beträge sind ja bei Festgeld keine Seltenheit. Einen Kontoauszug über die Einzahlung oder am Jahresende gibt es auch nicht. Die Zinsen werden am Ende jeden Jahres auf das Referenzkonto zurück überwiesen. Erst dann merkt man, ob alles richtig gelaufen ist (keine on-line Kontenabfrage).
    Kommt mir aufgrund der notwendigen manuellen Schritte im Ablauf nicht ganz sicher vor, selbst ohne kriminellen Absichten, oder liege ich da falsch?


    Viele Grüße
    Rolf

  • Hallo Rolf,


    zuerst: Die Credit Agricole ist eine französische Großbank mit hoher Finanzkraft und absolut seriös. Sie hat einen Ruf zu verlieren. Wir wollen Sie auch nicht als Versuchskaninchen missbrauchen, sondern Leser dazu ermutigen, ihre Erfahrungen mit anderen Mitgliedern der Community teilen, die möglicherweise ähnliche Fragen haben.


    Zum Kontoeröffnungsprozess: Der von Ihnen beschriebene Weg ist der normale Weg. Auch die Überweisung auf das angesprochene Konto der Commerzbank stimmt. Als Bestätigung erhalten Sie eine Email, nachdem der Betrag bei der CACF eingegangen ist. Das wurde uns auch von anderen Lesern so bestätigt.


    Der Grund für diesen etwas umständlichen Prozess liegt wohl in den Kosten. Auf diese Art schafft die Bank es, ohne großen Verwaltungsaufwand Kunden aus Deutschland Festgelder mit hohen Zinsen zu zahlen.


    Beste Grüße


    Manuel

  • Hallo Manuel,
    ich habe nun einen Betrag bei der CACF angelegt und eine Bestätigungs-e-mail erhalten. Wenn man sonst von on-line Bankgeschäften gewohnt ist, mit Zugangscodes, Tans, Kontenabfragen und Kontoauszügen zu arbeiten, bleibt schon ein seltsames Gefühl zurück, lediglich eine e-mail zur Bestätigung seiner Einzahlung in der Hand zu haben. Wird ja immer davor gewarnt dem unverschlüsseltem Netz zu trauen.
    Soviel zu meiner subjektiven Befindlichkeit bezüglich des Ablaufs dieses Bankgeschäfts. Was die Bonität betrifft, so ist das Geld bei der CA Bank (Rating A) sicherlich besser aufgehoben, als bei den Banken, die bei Finanztip/Festgeld in der Tabelle am Ende des Artikels gelistet sind (Rating BBB und schlechter).


    Gruß
    Rolf

  • Hallo Rolf,


    vielen Dank für die Rückmeldung!


    Manuel ist derzeit leider verhindert, aber ich werde ihm Ihre Antwort zukommen lassen. Fürs Erste bewundere ich einmal stellvertretend Ihren Mut und finde es toll, dass Sie uns hier so aufschlussreiche Rückmeldung gegeben haben.


    Viele Grüße


    Franziska

  • Aufgrund der Empfehlung auf dieser Seite habe ich mich für eine Festgeldanlage bei Crédit Agricole Consumer Finance entschieden. Nun sehe ich, dass sie von mir verlangen, den Anlagebetrag auf deren Konto in der Commerzbank zu überweisen und nicht auf ein auf meinen Namen eröffnetes Konto direkt bei Crédit Agricole Consumer Finance. Das erscheint mir suspekt. Hättet ihr Bedenken?

  • Aufgrund der Empfehlung auf dieser Seite habe ich mich für eine Festgeldanlage bei Crédit Agricole Consumer Finance entschieden. Nun sehe ich, dass sie von mir verlangen, den Anlagebetrag auf deren Konto in der Commerzbank zu überweisen und nicht auf ein auf meinen Namen eröffnetes Konto direkt bei Crédit Agricole Consumer Finance. Das erscheint mir suspekt. Hättet ihr Bedenken?


    auch ich habe das ganze so beobachtet und habe telefonisch bei der Bank nachgefragt denn ich bin auch gerade mitten im Eröffnungsverfahren eines Festgeldkonto :)

  • Ich habe das so gemacht. Überweisung an Commerzbank. Bestätigungsemail von CACF, dass mein Geld angelegt wurde. Soweit gab es keine Überraschungen. Selbst eine nachträgliche Anpassung des Anlagebetrags war kein Problem.


    Man sollte daran denken, das Geld sofort wieder zu kündigen, da es sonst nach Ablauf auf 12 Monate angelegt wird. Meine Kündigung habe ich mit den Eröffnungsunterlagen versandt und die Bestätigung der Kündigung kam mit der Anlagebestätigung, also auch hier keine Überraschungen.

  • Hallo zusammen !


    Wie ist das mit einem Freistellungsauftrag. Führt die Bank steuern ab, oder ist das Sache des Kunden?
    Kann man auch mehrere kleinere Teilbeträge, bis zum Gesamtbetrag auf das Konto einzahlen?


    Danke für Eure Hilfe.

  • Hallo @Joe_,
    ich will versuchen Dir zu helfen.
    Nicht Deine Einzahlungen, sondern Deine Gewinne, Zinsen, Erträge oder Dividenden sind steuerpflichtig. Der Gesetzgeber aber sagt, kleinere Gewinne werden nicht besteuert. Er hat die Möglichkeit geschaffen diese kleineren Gewinne von der Besteuerung freizustellen. Deshalb auch der Name Freistellungsauftrag. Du erteilst Deiner Bank, wo Du Gewinne erwartest, einen Freistellungsauftrag. Die Bank wird dann nur den Teil Deiner Gewinne, die über den Freistellungsauftrag hinausgehen, betrachten. Sie wird laut derzeitiger Gesetzgebung davon 25% Abgeltungssteuer an das Finanzamt abführen.
    Die Höhe des Freistellungsauftrages beträgt dieses Jahr pro Person 801€. Wenn Du bei verschiedenen Banken Gewinne erwartest, kannst Du die 801€ auch aufteilen.
    Wenn Du also bei einer 2. Bank eine Teilfreistellung beauftragst, musst Du bei Deiner 1. Bank einen neuen etsprechend reduzierten Auftrag erteilen. Insgesamt dürfen die 801€ nicht überschritten werden. Sinnvollerweise erst bei der 1. Bank reduzieren, dann bei der 2. Bank beauftragen. So dürfte nichts schief gehen.
    Nun gibt es Gewinne die feststehen, z.B. Sparbriefe oder Festgeld. Andererseits gibt es Gewinne die nicht so leicht kalkulierbar sind, z.B. Dividenten oder Kursgewinne. Da sollte man vorsorglich den Freistellunsauftrag etwas höher wählen.
    Wenn Du bei einer Bank keine Gewinne erwartest, z.B. Girokonto, brauchst Du da auch keinen Freistellungsauftrag abgeben.
    Der Kunde braucht in der Regel nicht tätig werden.
    Es gibt wenige Fälle wo der Kunde tätig werden sollte. Z.B. bei ausländischen thesaurierenden Fonds.
    Wenns noch nicht klar ist, bitte nochmal nachfragen.
    Gruß


    Altsachse

  • Hallo, danke für die ausführliche Erklärung. Das heißt also, ich kann bei der CACF einen Freistellungsauftrag hinterlegen für das Festgeld das ich dort anlege?Z.B. 121 Euro. Somit würde die Bank keine Steuern abführen, bei einer Anlage von 10000 Euro. Als Beispiel gesehen, für 1 Jahr.

  • Hallo @Joe_,
    da die CACF keine deutsche Bank ist, bin ich mir da nicht sicher, ob das möglich ist ! Wenn die CACF eine Zweigstelle in Deutschland hat, währe es möglich. Da bin ich mir aber nicht sicher ,ob das so ist. Ich habe mein Festgeld auch bei einer ausländischen Bank, die hat aber in Deutschland eine Zweigstelle. Da ist das kein Problem.
    Da das mit den Freistellungsaufträgen rein mit der deutschen Gesetzgebung zusammenhängt, fühlen sich ausländische Banken dafür nicht zuständig.
    Du kannst ja mal nachfragen.
    Gute Anlageerfolge wünscht


    Altsachse