Fodsgebundene Rentenversicherung beitragsfrei stellen?

  • Hallo ins Forum!


    Bin 55 Jahre jung und ganz neu hier im Forum, habe auch erst seit ca. 2 Monaten die Finanztip Internetseite kennengelernt. Bin begeistert über die Fülle an Informationen aus den verschiedenen Bereichen.


    Nun zu meinem Anliegen.
    Habe im Jahr 2007 eine Fondsgebundene Rentenversicherung beim Volkswohlbund über einen Finanzvermittler abgeschlossen. Zahle hier aktuell einen Monatsbeitrag von 188 €.

    In dieser Fondsgebundenen Rentenversicherung war auch mal eine Berufsunfähigkeitsversicherung enthalten, diese wurde aber auf Anraten meines Vermittlers (glaube in 2015?) teilweise herausgenommen und eine extra Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen.
    Teilweise herausgenommen deshalb, weil sich in der Fondsgebundenen Rentenversicherung noch weiterhin ein Passus befindet, dass für den Fall meiner Berufsunfähigkeit die Versicherung weitergeführt wird, ohne dass ich Beiträge zahlen muss.


    Ich habe mir im Januar 2019 vom Volkwohlbund mitteilen lassen, dass ich bisher gut 25.000 € eingezahlt habe. Der aktuelle Auszahlungsbetrag bei vorzeitiger Kündigung beträgt ca. 16.000 €
    In meinem Thread hier geht’s mir auch vorrangig nur um diese Fondsgebundene Rentenversicherung!


    Ich muss jedoch noch ein kleines bisschen ausholen, um meine Gesamtsituation darzustellen.
    Ebenfalls in 2007 habe ich über diesen Vermittler noch eine Fondsgebundene Riester Rentenversicherung abgeschlossen.


    Schon seit gut zwei Jahren „bearbeitet“ mich mein Finanzberater nun, dass ich
    a) die erstgenannte Fondsgebundenen Rentenversicherung kündigen und mir auszahlen lassen soll
    b) Einzahlungen in die Fondsgebundene RIESTER Rentenversicherung stoppen soll.



    Denn die Verträge seien unrentabel, die Verwaltungskosten seien zu hoch und er hätte das alles nicht gewusst bei Vertragsabschluss.


    Die frei werdenden Gelder aus den beiden Versicherungen sollten in einen Goldsparplan gesteckt werden. Dass ich schon physisches Gold besitze (in einem von vielen Experten geratenen Prozentsatz) wird von meinem Vermittler bewusst ignoriert. Er befindet sich in einem wahren Goldwahn ☹
    Ihm geht es bei diesem Goldsparplan rein nur um seine Abschlussprovisionen, dessen bin ich mir sicher.
    Eine objektive Einschätzung meiner Gesamtsituation durch ihn kann ich wohl vergessen.


    Weiterhin habe ich noch einiges in Festgeld und Fonds angelegt und eine weitere Rentenversicherung bei der Allianz, in diese fließt monatlich ein gewisser Betrag, der direkt von meinem Bruttogehalt abgeht.


    Nach dem vielen Text nun meine Fragen an Euch:
    1) Gibt es (Honorar-) Berater, von denen ich mich unabhängig beraten lassen kann bezüglich meiner Altervorsorge?
    (Will nicht wieder an jemand geraten, der mir etwas aufschwatzt, nur um Provisionen zu kassieren.)


    2) Ich plane, die oben erstgenannte Fondsgebundene Rentenversicherung (nicht die Riester!) beitragsfrei zu stellen und die frei werdenden Monatsbeiträge in einen ETF MSCI World einzuzahlen. Macht das Sinn?
    (Habe mich in der vergangenen Wochen schlau gemacht zum Thema ETF. Hier und auch bei Stiftung Warentest)


    Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!


    Gruß Magic

  • Suche bitte einen Honorar-Finanzanlagenberater nach § 34h GewO


    Ich empfehle Anette Weiß, die auch als Geldlehrerin (Geldlehrer e.V.) aktiv ist ...


    Sehr kompetent, sehr nett und ausgesprochen seriös!


    Die Performance lässt sich eigentlich nur mit sehr schlechter Fondsauswahl erklären!


    Zum "Finanzvermittler" (was das auch immer sein soll) - er hatte also keine Ahnung - also damals. Anscheinend ist seine Ahnung heute aber noch geringer! Goldsparpläne haben natürlich ganz niedirge Kosten und sind die beste Geldanlage EVER - Achtung Sarkasmnus!


    Bitte erst beraten lassen und dann GGF. etwas "verändern"! Ich denke, dass Dein Ansatz aktuell nicht wirklich schlau ist und sich die Fehler, die sich bereits addiert haben nicht durch noch mehr weitere Fehler kompensieren lassen!

  • Das klingt beim ersten Lesen, als wäre die Frist für die Storno-Haftung um und der "Berater" denkt jetzt ans Umdecken.


    Das war jetzt mein erster Gedanke, vielleicht tue ich da auch jemandem Unrecht.


    Auf jeden Fall ist neutrale und fähige Beratung geboten.

  • an Lange Oog aka Thorulf Müller:


    einen Anklageberater gibt es in der Tat nicht - zumindest bis jetzt nicht.


    Es gibt jedoch Unabhängige Honorar-Anlageberater nach § 93 Absatz 1 WpHG und es gibt Anlageberater bei Wertpapierdienstleistungsunternehmen. Diese sind in das sogenannte Mitarbeiterregister eingetragen (https://www.bafin.de/DE/DieBaF…chwerderegister_node.html).


    Offensichtlich meint Magic2019 aber weder einen Honorar-Anlageberater noch einen registrierten Anlageberater.


    Vermutlich handelt es sich um einen Versicherungsmakler oder um jemanden mit einer §34c-Erlaubnis. Denn: die Vermittlung von Kaufverträgen für physisches Gold ist zulassungsfrei, d. h. ohne Zulassung nach § 34f GewO für fast jedermann mit lediglich einer Gewerbeanmeldung grundsätzlich möglich. Dafür spricht die Idee jetzt in physisches Gold zu investieren.



    An Magic2019: Erkundigen Sie sich bitte im Vermittlerregister nach dem Status des jetzigen Beraters/Vermittlers (https://www.vermittlerregister.info/recherche). Ggf. ziehen Sie Schlüsse aus seinem Status. Es macht auch Sinn, weitere Informationen zur Beitragsfreistellung selbst zu lesen. Vergessen Sie bitte nicht, dass in Punkto Beratung auch ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis vorhanden sein sollte. Die wollen ja nicht einfach Beraterzeit einkaufen, sondern einen Nutzen aus der Beratung ziehen.



    Zur Beitragsfreistellung finden Sie hier Informationen:


    Fondsgebunde Rentenversicherung von 2016 Kündigen - Versicherung & Vorsorge - Finanztip Community


    https://www.finanztip.de/leben…/lv-beitragsfreistellung/


    Viel Glück!



    Mit freundlichen Grüßen