Frage zu ETFs aus Irland bei hartem BREXIT

  • Hallo liebe Community
    Ich habe eine Frage, die vermutlich vielen Lesern, die sich mit ETFs beschäftigen, gerade durch den Kopf geht:
    Finanztip empfiehlt aktuell immernoch MSCI World ETFs, welche vorwiegend in Irland oder Luxemburg aufgelegt wurden
    (https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/) z. B. den iShares IE00B4L5Y983.


    Durch den bevorstehenden Brexit und die Weigerung der irischen Regierung, notfalls eine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland einzuziehen, steht die EU jedoch vor dem Dilemma Irland notfalls ebenfalls aus der EU ausschließen zu müssen (siehe http://www.spiegel.de/politik/…kontrollen-a-1251148.html).


    Jetzt meine Frage: Wie beurteilt Ihr diese Situation für ETF Besitzer, welche in Irland aufgelegt wurden?


    Zugegeben: Das Szenario des Irland Ausschlusses ist (hoffentlich!) unwahrscheinlich, jedoch stellt sich mir die Frage, was passiert mit einem in Irland aufgelegten ETF, wenn Irland die EU verlassen muss ohne jegliche Regelung. Gerade da ich als freiberuflicher Softwareentwickler meine Altersvorsorge maßgeblich auf diesen ETF ausgerichtet habe, bereitet mir dir Vorstellung eines Irland Ausschlusses durch die EU Sorgen.


    Ich bin jedenfalls für jeder Art der Information zu dem Thema dankbar.


    Vielen Dank und viele Grüße! :)

  • Was genau denkst du könnte hier das Problem sein? Der MSCI World wird sich durch den Brexit nicht verändern....


    Hast du den Artikel gelesen? Es geht nicht darum Irland aus der EU Auszuschließen, sondern lediglich aus der Zollunion. Gibt es einen ETF Zoll?

  • Ich sehe das ähnlich. Der Artikel befasst sich nicht mit der Frage, dass EU-Recht nicht mehr in Irland gilt, sondern um die praktische Frage wie der Binnenmarkt geschützt wird.


    Ansonsten können Fonds auch ihr Domizil wechseln, d.h ich würde erwarten, dass die Fonds dann nach Luxemburg umziehen.

  • Mein Fonds von Threadneedle ist letztes Jahr von Großbritannien nach Luxemburg umgezogen. Das ging eigentlich problemlos. Nachteil für mich, der Fonds wurde fiktiv verkauft und dann neu gekauft. Dadurch entstanden mir Erträge, die ich nicht gewollt hatte.
    Gruß


    Altsachse

  • Hm, wenn ich das richtig sehe dürften in beiden Fällen (Amundi und der von Altsachse geschilderte) keine finanziellen Nachteile entstanden sein. Nur das die Versteuerung der Gewinne "vorgezogen" wurde.


    Vielen Dank nochmal für eure Einschätzung!