Rürup (ETF) einzahlen oder Direktversicherung mit 2,2%

  • hallo,


    ich bin derzeit bei folgender Überlegung:


    Ich hab den Arbeitgeber gewechselt und er würde meine Direktversicherung der Allianz übernehmen.
    Zinsen 2,25 % ist mein Garantiezins. Durch Entgeldumwandlung habe ich einen Steuervorteil.



    Durch eine Abfindung schloss ich einen Rürup auf ETF-Basis ab, um Steuern zu sparen.
    Die ETFs bringen durchschnittlich 5% pro Jahr ein.



    Ich darf noch ca 20 Jahre arbeiten.


    Meine Frage:
    Würden Sie in die Direktversichg einzahlen mit 2,2 % Garantiezins und
    Steuerl Begünstigung durch Entgeldumwandlung
    oder
    würden Sie in Rürup einzahlen. Mein Arbeitgeber unterstützt Rürup nicht, jedoch bekomme ich bei der Einkommensteuererklärung wieder Geld zurück.


    Ich freue mich über Antworten.


    Danke und Gruß

  • Ein paar Anmerkungen oder Fragen:


    - Zahlt der AG bei der bAV etwas dazu? Auch wenn es kein Neuvertrag ist, sollten 15% mindestens drin sein (Lohnnebenkostenersparnis!)
    - Wo liegen Sie gehaltlich? Das ist entscheidend für die Frage, ob Sie über die bAV zusätzlich SV-Abgaben sparen gg.über Rürup.
    - Die Kostenfrage: Wieviel bleiben nach Kosten von 2,25% Allianz übrig? Wieviel kostet die Rürup jenseits der ETF Kosten? Beides nicht leicht rauszufinden. Vergleichen Sie jeweils mehrere Jahresmitteilungen.
    - Was für ETFs werden bespart? Über 20 Jahre können zumindest zunächst noch Aktien-ETFs bespart werden. Da sollten eher 7%+ drin sein.
    - Passt eine fixe Rente überhaupt in Ihr Lebenskonzept? Ist eine Immobilie geplant?
    - Alternative ist immer ein ETF-Sparplan, wenn es mehr Flexibilität sein soll.


    Weitere Orientierung:
    https://www.finanztip.de/altersvorsorge/#c67684

  • hallo,
    danke für die Antworten.
    Der AG zahlt exakt die 15% hinzu, die er muss. Ich liege bei 4900 Eur Brutto.
    Bei der Allianz ist es sehr intransparent deshalb weiß ich nicht, welche Kosten hier versteckt sind.


    Beim Rürup bin ich bei Fairr (haben Sie empfohlen und finde ich sehr gut). Ich bezahle ca. 0,4% von meinem Kontostand + 24 € pro Jahr Kontoführungsgebühren. Ich habe die ETFs gestreut in 40% Aktienanteil (welt), restl. 3 ETFs in Europa und USA. Sind alles nachhaltige ETFs.


    Eine Immobilie habe ich bereits.


    Gefühlt bin ich bei Rürup besser aufgehoben, da die Kostentransparenz klar ersichtlich ist.


    Kennt jemand ein Berechnungstool, das für diesen Fall anwendbar ist ?


    Besten Dank für Eure Rückantworten.


    Gruß

  • Wenn ich unterstelle, dass Du gesetzlich versichert bist, würde folgendes gegen die bAV sprechen:
    Bei 4.900€ liegst Du über dem Höchstbeitrag zur GKV (BBG) und sparst damit keine Krankenkassenbeiträge durch die bAV.


    Wäre also ein Argument für Rürup. Allerdings ist die Frage, wie nah Du mit Deinem Einkommen an die 42% Grenzsteuersatz kommst, damit sich der Steuervorteil durch Rürup voll auswirkt...


    Du könntest nach einem sog. Produktinformationsblatt für die Allianz bAV fragen und das hier mal hochladen.
    Dann können wir uns zusammen mal die Kosten anschauen.